Microsoft Copilot: Datenschutz-Bedenken bei mobiler KI

Der KI-Assistent von Microsoft steht wegen mangelnder Transparenz bei der Datensammlung in der Kritik. Experten fordern klarere Regeln und benutzerfreundlichere Kontrollen.

Microsofts KI-Assistent Copilot steht wegen mangelnder Transparenz in der Kritik. Nutzer und Datenschützer fragen: Was sammelt die App wirklich auf dem Smartphone?

In den letzten Wochen hat sich die Debatte um Privatsphäre und KI intensiviert. Im Fokus steht Copilot, der tief in mobile Betriebssysteme integriert ist. Expertenberichte legen nahe: Die Nutzerfreundlichkeit könnte mit hohen Datenschutzkosten erkauft sein.

Was sammelt die App wirklich?

Der zentrale Vorwurf lautet unzureichende Transparenz. KI-Assistenten können grundsätzlich auf vieles zugreifen:
* Gesprächsverläufe
* Standortdaten
* Kontakte
* Gerätekennungen

Microsoft gibt an, Daten vor dem KI-Training zu anonymisieren und persönliche Identifikatoren zu entfernen. Doch für welche „Leistungsverbesserung“ genau welche Informationen genutzt werden, bleibt für Nutzer oft im Dunkeln. Experten warnen: Die Grenze zwischen notwendiger Datenerfassung und darüber hinausgehender Sammlung verschwimmt.

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Undurchsichtige Bedingungen, versteckte Einstellungen

Die Datenschutzrichtlinien sind umfassend, aber schwer verständlich. Kritiker bemängeln, dass die Unterschiede zwischen den Copilot-Versionen – etwa für Geschäftskunden mit strengeren Garantien und der kostenlosen App – nicht klar kommuniziert werden.

Zwar bietet Microsoft Einstellungen, um die Personalisierung oder die Nutzung von Chats für das Training zu deaktivieren. Diese Optionen sind jedoch oft tief in den Menüs verborgen und nicht standardmäßig aktiviert. Für den Nutzer entsteht so eine Illusion der Kontrolle.

Experten fordern klare Regeln

Datenschützer beobachten die Entwicklung mit Sorge. Die Verknüpfung interner Daten mit externen Quellen, etwa über Bing, birgt zusätzliche Risiken. Sensible Informationen könnten so unbeabsichtigt nach außen gelangen.

Bereits in der Vergangenheit haben Sicherheitsbehörden wie die des US-Kongresses die Nutzung von Copilot auf Dienstgeräten eingeschränkt. Diese Vorfälle unterstreichen die Forderung nach strengeren Regeln. Die ab August 2026 geltende EU-KI-Verordnung soll hier Transparenzpflichten vorschreiben.

Der Wettlauf der Giganten und die Privatsphäre

Microsoft steht mit diesen Problemen nicht allein. Der Innovationsdruck im Wettbewerb mit Google Gemini und anderen lässt Datenschutzaspekte oft in den Hintergrund treten. Die Funktionsweise von KI, die auf riesigen Datenmengen basiert, steht naturgemäß im Spannungsverhältnis zur Datensparsamkeit.

Für Verbraucher wird es immer schwieriger, die Praktiken der Anbieter zu vergleichen. Doch der Widerstand wächst, wie jüngste Proteste gegen die aggressive KI-Integration in Windows zeigen.

Mehr Transparenz als Schlüssel zum Erfolg

Die Reaktion von Microsoft und anderen Konzernen auf die Kritik wird entscheidend sein. Der Druck von Regulierern und Nutzern dürfte zu transparenteren Richtlinien und benutzerfreundlicheren Kontrollen führen.

Langfristig ist das Vertrauen der Nutzer der entscheidende Faktor. Ohne die Gewissheit über den Umgang mit persönlichen Daten werden viele zögern, KI-Assistenten voll in ihren Alltag zu integrieren. Die Branche muss beweisen, dass Innovation und Privatsphäre kein Widerspruch sind.

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