Microsofts Milliarden-Wette auf KI-Assistenten zeigt erste Risse. Trotz massiver Investitionen stagniert die Nutzung von Copilot – während Konkurrenten mit autonomen Agenten punkten.
Die Zahlen: Hohe Ausgaben, geringe Akzeptanz
Neue Daten aus dem Februar 2026 offenbaren eine wachsende Lücke zwischen Investition und Nutzung. Zwar meldet Microsoft 15 Millionen zahlende Copilot-Nutzer. Doch das sind nur etwa 3% der 450 Millionen Microsoft-365-Nutzer.
Die Web-Analyse bestätigt den Trend: Copilots Marktanteil bei Web-Traffic verharrt bei rund 1%. Zum Vergleich: ChatGPT dominiert mit über 60%, Google Gemini liegt bei 15%. Die Börse reagierte bereits: Microsoft-Aktien verloren im Januar 11% an Wert – eine Reaktion auf die 37,5 Milliarden Dollar Quartalsausgaben bei langsamer Ertragssteigerung.
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Strategiewechsel: Von der Show zum Nutzen
Die Stagnation scheint Microsoft nicht zu überraschen. Bereits im Januar kündigte CEO Satya Nadella eine Wende an: weg vom Spektakel, hin zur Substanz. „Die Entdeckungsphase generativer KI ist vorbei“, erklärte er. Statt neuer Spielereien solle nun der konkrete Nutzen im Vordergrund stehen.
Ein notwendiger Schritt, denn viele Unternehmen klagen über mangelnde Rentabilität. Pilotprojekte scheitern oft an der Umsetzung: Nutzer kritisieren unübersichtliche Oberflächen und geringen Mehrwert für komplexe Arbeitsabläufe.
Bedrohung durch autonome KI-Agenten
Während Microsoft an Integration arbeitet, setzen Konkurrenten auf Autonomie. Am 12. Januar startete Anthropic Claude Cowork – ein KI-Agent für macOS, der eigenständig Aufgaben erledigt.
Der Unterschied ist fundamental: Copilot assistiert in Office-Programmen. Claude Cowork handelt dagegen wie ein digitaler Mitarbeiter, der Dateien organisiert, Belege verarbeitet und Abläufe automatisiert – ohne ständige Anweisungen. Für anspruchsvolle Nutzer bedeutet das echte Zeitersparnis bei Routineaufgaben.
Sicherheitsbedenken und überladene Oberflächen
Hinzu kommen interne Probleme. Ende Januar wurden Sicherheitslücken bekannt, durch die Angreifer Copilots Schutzmechanismen umgehen könnten. Viele IT-Abteilungen zögern daher mit der Einführung.
Gleichzeitig wächst der Ärger über die Benutzeroberfläche. Die Integration in Windows 11 und Microsoft 365 wird als „aufgebläht“ empfunden. KI-Vorschläge wirken oft aufdringlich statt hilfreich – ein Punkt, den Nadella selbst als „KI-Schrott“ bezeichnete, der digitale Umgebungen verstopft.
Ausblick: Die Ernüchterungsphase beginnt
Die KI-Branche steuert 2026 auf eine Phase der Ernüchterung zu. Der anfängliche Hype ist verflogen, nun zählen Nutzen und Zuverlässigkeit.
Microsofts Antwort sind angekündigte Updates für Copilot Studio, die das Erstellen eigener Agenten erleichtern sollen. Doch ohne spürbare Verbesserungen bei Akzeptanz und Wertschöpfung dürfte der Druck von Investoren und Konkurrenten im ersten Quartal weiter steigen. Die Frage bleibt: Kann Copilot mehr sein als nur eine ausgefeilte Autovervollständigung?
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