Microsoft Copilot: Neue Verbindungen zu Google Drive und Box

Neue Konnektoren, Entwicklerwerkzeuge und Datenzugriffe verbinden Copilot mit Drittanbieterplattformen und Geschäftsanwendungen.

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Der Softwarekonzern Microsoft erweitert die Anbindungsmöglichkeiten seines KI-Assistenten Copilot an Plattformen von Drittanbietern. Über neue Verknüpfungen erhält das System Zugriff auf externe Dienste wie Google Drive, Google Calendar, Box und GitHub.

Wie Demonstrationen von Shervin Shaffie zeigten, lässt sich die Einrichtung direkt in Microsoft 365 Copilot sowie Copilot Cowork vornehmen. Die neuen Verbindungen ermöglichen unter anderem das Lesen und Schreiben von Daten in Google Drive sowie Box und erlauben einen Live-Abgleich zwischen Google Calendar und Microsoft Outlook.

Für IT-Abteilungen in Unternehmen bietet die Neuerung entsprechende Sicherheitskontrollen: Administratoren haben die Möglichkeit, diese externen Konnektoren über zentrale Verwaltungseinstellungen vollständig zu blockieren.

Erweiterte Werkzeuge für Entwickler und Unternehmensdaten

Parallel zu den Speicher- und Kalenderdiensten treibt das Unternehmen auch die Integration technischer Arbeitsabläufe voran. So wurde ein Azure-DevOps-Plugin für Copilot bereitgestellt, das die Umgebungen Copilot Chat, Cowork und Code unterstützt. Das Plugin erlaubt den Zugriff auf Arbeitselemente, Pull-Requests, Testpläne sowie Bereitstellungspipelines.

Zudem beinhaltet es integrierte Fähigkeiten zur Aufgabenidentifikation, zur Einstufung von Softwarefehlern und zur automatisierten Überführung von Funktionsanfragen in Backlogs samt Epics, Features, Anwenderberichten und Akzeptanzkriterien. Die Einrichtung erfolgt über den Anpassungsbereich von Copilot Cowork mit anschließender Verknüpfung zur jeweiligen Azure-DevOps-Organisation.

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Für den übergreifenden Datenzugriff von KI-Agenten stellte Microsoft zudem das Work-IQ-Retrieval-Tool auf Basis des Protokolls MCP vor. Dieses Werkzeug fungiert als Schnittstelle für den Zugriff auf Microsoft 365 sowie verbundene Unternehmensquellen wie E-Mails, Dokumente, Besprechungen, Teams-Nachrichten und Mitarbeiterdaten.

Das System liefert strukturierte Quelldatensätze sowie Formatierungen mit Quellnachweisen und Metadaten, darunter Quell-URLs, Ressourcentypen und Sensitivitätskennzeichnungen. Dabei stehen zwei Suchstrategien zur Verfügung: eine Standardvariante, die Microsoft-365-Daten mit externen Quellen kombiniert, sowie eine reine Abfrage indexierter Microsoft-365-Inhalte. Sämtliche Zugriffe erfolgen unter Beibehaltung bestehender Nutzerberechtigungen.

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Vernetzung mit Geschäftsanwendungen

Auf der Power Platform Community Conference in Las Vegas, die vom 23. bis zum 29. Oktober 2026 stattfindet, wurden am 23. Oktober 2026 zudem Geschäftsanwendungen in Work IQ als öffentliche Vorschauversion vorgestellt. Damit können Copilot und spezialisierte Agenten auf Daten aus Dynamics 365, Power Platform und Dataverse zugreifen.

Das Konzept basiert auf einem gemeinsamen semantischen Modell, wiederverwendbaren Handlungsanweisungen sowie Kontrollmechanismen über Agent 365. Ergänzend dazu stellte das Unternehmen Programmierschnittstellen wie die Dataverse Ask API vor, die Anfragen in natürlicher Sprache verarbeitet und Erweiterungen für externe Systeme bereitstellt.

Die neuen Datenverbindungen zeigen den strategischen Schritt, Copilot über die eigenen Microsoft-Systemgrenzen hinweg als zentrale Arbeitsplattform im Unternehmensalltag zu etablieren.