Microsoft Copilot: Nutzer steuern jetzt die KI-Denkweise

Microsoft erweitert Copilot um einen manuellen Reasoning-Selector für präzisere KI-Antworten und integriert die KI tiefer in Office-Anwendungen wie Excel und Outlook.

Microsoft gibt Nutzern direkte Kontrolle über die Denkweise seiner KI. Mit einem neuen „Reasoning Mode“-Selector im Copilot Chat können Anwender ab sofort selbst bestimmen, wie tiefgründig und kreativ die KI antworten soll. Diese strategische Erweiterung soll die Produktivität in Microsoft 365 steigern.

Vom Schnellcheck zur Tiefenanalyse: So funktioniert der neue Modus

Der neue Selector bietet verschiedene Betriebsarten für Copilot. Nutzer wählen zwischen schnellen, faktenbasierten Antworten und einem analytischen Modus für komplexe Problemstellungen. Kern der Funktion ist die Fähigkeit, zwischen einem schnellen Antwort-Engine und einem tiefgründigen Reasoning-Engine zu wechseln – eine Technologie, die bereits seit Mitte 2025 integriert ist, nun aber explizit in Nutzerhand gegeben wird.

Parallel verbessert Microsoft das kontextuelle Verständnis der KI. In Outlook kann Copilot nun auf den gesamten Posteingang, Kalender und Termine eines Nutzers zugreifen, um umfassendere Assistenz zu leisten. Diese Entwicklung unterstreicht das Ziel, Copilot zu einem tief integrierten und kontextbewussten Arbeitspartner zu machen.

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Flut von Updates macht KI zum Alltagspartner

Die Einführung des Reasoning-Selectors ist Teil einer breiten Update-Welle für Microsoft 365 im Januar 2026. In Excel für Windows und Mac wurde ein „Agent Mode“ eingeführt, der es erlaubt, per natürlicher Sprache komplexe Lösungen zu erstellen und Berichte zu automatisieren.

Weitere Neuerungen umfassen eine zentrale Bibliothek für KI-generierte Inhalte wie Bilder und Zusammenfassungen sowie die Möglichkeit, Konversationen anzupinnen. In Word bietet eine KI-gestützte Coaching-Funktion Vorschläge zu Dokumentenstruktur und Stil. Für Unternehmen erhalten Administratoren mehr Kontrolle, um KI-Haftungsausschlüsse anzupassen und Organisationsrichtlinien durchzusetzen.

Wettbewerbsvorteil durch Nutzerkontrolle

Mit der manuellen Steuerung der KI-Denkweise positioniert sich Microsoft strategisch im Wettbewerb der KI-Assistenten. Während andere Plattformen den Reasoning-Stil automatisch wählen, spricht die manuelle Option vor allem Power-User und Profis an. Diese benötigen präzise Kontrolle für spezielle Aufgaben wie Programmierung, Finanzmodellierung oder kreatives Schreiben.

Der Schritt reflektiert eine Reifung der Technologie. Die zugrundeliegende Architektur mit verschiedenen Modellen existiert bereits. Jetzt liegt der Fokus auf der Verfeinerung der Benutzeroberfläche, um die leistungsstarke Technologie zugänglicher zu machen. Diese Tendenz ist branchenweit zu beobachten: Der Schwerpunkt verschiebt sich von der Demonstration roher Fähigkeiten hin zu praktischen, nutzerfreundlichen Anwendungen.

Ausblick: Der Weg zur personalisierten KI

Die Einführung des Reasoning-Selectors ist wahrscheinlich nur eine Etappe auf dem Weg zu noch personalisierteren KI-Erlebnissen. Der nächste logische Schritt könnte die Erstellung maßgeschneiderter Reasoning-Modi für spezifische Workflows oder Unternehmensbedürfnisse sein.

Die fortschreitende Integration von Copilot in das gesamte Microsoft-Ökosystem – von Teams und Outlook bis zum „Agent Mode“ in Excel – deutet auf eine Zukunft hin, in der die KI als durchgängiger, anwendungsübergreifender Assistent agiert. Je tiefer diese Tools in den Arbeitsalltag eingebettet werden, desto entscheidender wird die Möglichkeit, ihre Denkprozesse zu steuern – für das Nutzervertrauen und die Akzeptanz.

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