Microsoft hat mit Edge 145 ein umfangreiches Browser-Update veröffentlicht. Es bringt neue Werkzeuge für Entwickler, schärfere Sicherheit und unterstreicht den Kurs Richtung einheitliche Web-Standards.
Der Rollout der Version 145 begann am 12. Februar und fällt zeitlich mit dem umfangreichen „Patch Tuesday“ des Software-Riesen zusammen. An diesem wurden 58 Sicherheitslücken in Windows und anderen Produkten geschlossen, darunter sechs bereits aktiv ausgenutzte Zero-Day-Schwachstellen. Die Aktualisierung des Browsers ist somit ein zentraler Baustein für den Schutz von Nutzern und Unternehmen.
Neue Werkzeuge für Web-Entwickler
Im Kern erweitert Edge 145 die Möglichkeiten für Entwickler, moderne Web-Anwendungen zu bauen. Eine zentrale Neuerung sind scroll-gesteuerte Animationen. Sie erlauben es, visuelle Effekte direkt mit der Scroll-Position des Nutzers zu verknüpfen – ideal für interaktive Storys oder Produktpräsentationen.
Zudem führt das Update die Sanitizer API ein. Sie hilft Entwicklern, ihre Seiten besser gegen Cross-Site-Scripting (XSS)-Angriffe zu schützen, eine der häufigsten Sicherheitslücken im Web. Weitere Verbesserungen umfassen neue CSS-Features für die Textdarstellung und erweiterte Kontrolle über komplexe Datenstrukturen via Web APIs.
Sicherheit im Fokus nach massivem Patch-Day
Die Veröffentlichung steht im Schatten eines der umfangreichsten Sicherheitsupdates der jüngeren Microsoft-Geschichte. Die parallel geschlossenen Lücken betrafen auch Komponenten, die von Edge genutzt werden, wie das zugrundeliegende Chromium-Engine und Windows-Systemteile.
Microsoft gab zudem bekannt, die Sicherheitsüberprüfung für Edge 145 abgeschlossen zu haben. Das Ergebnis: Über die empfohlenen Basiseinstellungen hinaus sind keine zusätzlichen Härtungsmaßnahmen nötig. Für IT-Administratoren bringt die Version zudem 11 neue Richtlinien-Einstellungen, um den Browser in Unternehmensumgebungen noch granularer zu steuern.
IT-Administratoren und IT‑Sicherheitsverantwortliche sollten bei solchen Updates nicht nur auf Patches setzen. Ein kostenloser Expert‑Report erklärt aktuelle Cyber‑Bedrohungen, konkreten Schutz gegen Web‑Angriffe wie XSS und einfache Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Systeme sofort härten können. Jetzt kostenlosen Cyber‑Security‑Guide sichern
Microsoft treibt einheitliche Web-Standards voran
Parallel zum Release bekräftigte Microsoft sein Engagement für Interop 2026. In dieser Initiative arbeiten die Hersteller der großen Browser – Microsoft, Google, Apple und Mozilla – zusammen, um Inkonsistenzen bei der Interpretation von Web-Technologien zu beseitigen.
Das Ziel ist ein vorhersehbareres und zuverlässigeres Web für Entwickler. Schwerpunkte für 2026 sind unter anderem flüssigere Seitenübergänge, eine verbesserte Echtzeit-Kommunikation via WebTransport API und eine bessere WebRTC-Interoperabilität. Diese Standardisierungsbemühungen bilden die Grundlage für neue Features wie jene in Edge 145.
Was Nutzer jetzt tun sollten
Die Aktualisierung auf Edge 145 erfolgt in der Regel automatisch. Nutzer können den Prozess aber auch manuell anstoßen, indem sie in den Einstellungen unter „Über Microsoft Edge“ nach Updates suchen. Angesichts der zahlreichen behobenen Sicherheitslücken ist ein zeitnahes Update dringend empfohlen.
Für Entwickler bieten die neuen APIs und CSS-Features das Rüstzeug für ansprechendere und sicherere Web-Erlebnisse. Die klare Ausrichtung auf die Interop-Initiative verspricht zudem, dass sich der Aufwand für die Anpassung an verschiedene Browser in Zukunft verringern wird.





