Google hat am 12. August 2026 die Einführung der sogenannten Device Bound Session Credentials (DBSC) für den Browser Chrome bekannt gegeben. Zeitgleich wurde eine signifikante Erweiterung für Microsoft Edge publik, die künftig die Anmeldung über Apple-Konten ermöglicht. Beide Entwicklungen zielen darauf ab, die Sicherheit der Nutzer zu erhöhen und die Barrieren zwischen konkurrierenden Software-Ökosystemen abzubauen.
Google Chrome verstärkt Schutz gegen Cookie-Diebstahl
Am 11. August 2026 wurde präzisiert, dass die neuen Device Bound Session Credentials in Chrome 147 für Windows sowie in Chrome 150 für macOS implementiert werden. Diese Technologie dient primär dazu, das Entwenden von Session-Cookies durch Unbefugte zu unterbinden. Das Sicherheitsverfahren nutzt dabei hardwarebasierte Speicherlösungen: Die kryptografischen Schlüssel werden im Trusted Platform Module (TPM) bei Windows-Geräten oder in der Secure Enclave bei macOS-Systemen hinterlegt.
Durch diese Hardware-Bindung wird sichergestellt, dass eine Web-Sitzung untrennbar mit dem jeweiligen Gerät verknüpft bleibt. Selbst wenn Angreifer Zugriff auf die Cookies erhalten, könnten diese auf fremden Systemen nicht ohne die lokal gespeicherten Schlüssel verwendet werden. Derzeit ist die Funktion jedoch noch nicht für die gesamte Nutzerschaft verfügbar, sondern wird zunächst für eine begrenzte Gruppe aktiviert.
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Microsoft Edge ermöglicht Anmeldung mit Apple-ID
Parallel zu den Sicherheits-Updates bei Google integriert Microsoft eine neue Anmeldeoption in seinen Edge-Browser. Wie am 11. August 2026 bekannt wurde, wurden in der Canary-Version von Microsoft Edge zwei experimentelle Flags für die Anmeldung mit einem Apple-Account sowohl unter Windows als auch unter macOS hinzugefügt. Nutzer erhalten damit die Möglichkeit, sich mit ihrer Apple-ID anstelle eines herkömmlichen Microsoft-Kontos zu authentifizieren.
Diese Funktion wird bereits in der Beta-Version 152 von Microsoft Edge innerhalb eines kontrollierten Rollouts aufgeführt. Die offizielle Veröffentlichung der Version 152 ist für die Woche ab dem 27. August geplant. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Integration ist die Kompatibilität mit Mobilgeräten: Die Anmeldung am Desktop-Browser kann auch über ein iPhone erfolgen, sofern auf diesem iOS 17 installiert ist.
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Strategische Einordnung der Ökosystem-Öffnung
Branchenanalysten sehen in der Einführung der Apple-Account-Anmeldung ein deutliches Zugeständnis seitens Microsoft. Das Unternehmen reagiere damit auf die Realität vieler Anwender, die parallel Dienste von Apple und Google nutzen. Indem Microsoft die Unterstützung für fremde Identitätsdienste ausbaut, versucht der Konzern, Nutzer innerhalb der eigenen Browser-Umgebung zu halten.
Anstatt Anwender zur exklusiven Nutzung eines Microsoft-Kontos zu drängen, setze man auf eine höhere Flexibilität. Dies soll verhindern, dass Nutzer aufgrund von Inkompatibilitäten zu den Standard-Browsern von Apple oder Google abwandern. Die Maßnahmen beider Unternehmen verdeutlichen den aktuellen Trend, sowohl die technische Sicherheit durch Hardware-Bindung zu stärken als auch die Interoperabilität zwischen den großen Technologieplattformen zu verbessern.

