Microsoft zwingt Nutzer zu mehr Sicherheit: Der Browser Edge entfernt die Option für eigene Master-Passwörter und setzt künftig voll auf die Geräte-Authentifizierung via Windows Hello. Diese grundlegende Änderung ist Teil des aktuellen Updates auf Version 145 und betrifft Millionen von Nutzern weltweit – mit einer klaren Deadline.
Abschied vom eigenen Master-Passwort
Die Ära des benutzerdefinierten Hauptpassworts in Microsoft Edge ist vorbei. Mit dem Update auf Version 145, das seit dem 20. Februar 2026 ausgerollt wird, können Nutzer kein neues Master-Passwort mehr anlegen. Stattdessen lenkt Microsoft alle Anwender konsequent zu Windows Hello. Diese plattformeigene Lösung nutzt biometrische Daten wie Gesichtserkennung oder Fingerabdruck sowie PINs zur Authentifizierung direkt am Gerät.
Der konsequente Wechsel auf neue Sicherheitsstandards wie Windows Hello zeigt, wie wichtig ein fundiertes Verständnis des Betriebssystems heute ist. Dieser Gratis-Report hilft Ihnen dabei, den Umstieg auf Windows 11 ohne Stress und Datenverlust zu meistern. Stressfrei zu Windows 11 – mit all Ihren Programmen und Dateien
Was bedeutet das für bestehende Nutzer? Wer bereits ein eigenes Master-Passwort eingerichtet hat, kann es vorerst weiter nutzen. Doch die Schonfrist ist begrenzt: Spätestens am 4. Juni 2026 wird auch diese Legacy-Funktion automatisch abgeschaltet. Dann übernimmt Windows Hello vollständig den Schutz der gespeicherten Zugangsdaten.
Parallel zur Passwort-Revolution modernisiert Microsoft die Begrifflichkeiten im Browser. Der „Effizienzmodus“ heißt nun „Energiesparmodus“, während die Gaming-Optimierung als „PC-Gaming-Boost“ firmiert. Eine weitere Neuerung: Öffnet ein angemeldeter Nutzer mit Microsoft Entra ID einen externen Link, startet Edge diesen standardmäßig im geschäftlichen Hauptprofil – ein klarer Fokus auf Enterprise-Anwender.
Mehr Kontrolle für IT-Abteilungen
Für Unternehmen bringt Edge 145 deutlich erweiterte Sicherheitswerkzeuge. Die Business-Version des Browsers unterstützt jetzt die mandantenübergreifende Durchsetzung von Intune App Protection Policies. Das erlaubt es Organisationen, ihre Data-Loss-Prevention-Richtlinien auch auf Geräte anzuwenden, die von externen Partnern verwaltet werden.
Die neuen Admin-Funktionen lesen sich wie ein Wunschzettel für IT-Sicherheitsexperten:
* Clipboard-Beschränkungen im Arbeitsprofil
* Persistente Wasserzeichen für sensible Inhalte
* Geschützte Downloads, die automatisch in OneDrive for Business landen
* Überwachung von Browser-Erweiterungen, auch für sideloaded Add-ons
Damit Nutzer im schnellen Update-Takt den Überblick behalten, führt Microsoft eine Feature-Zusammenfassung ein. Nach einem Major-Update zeigt Edge für Business beim ersten Start eine Übersicht der Neuerungen. IT-Administratoren können diese Seite bei Bedarf deaktivieren.
Während Microsoft die Browser-Sicherheit verschärft, rüsten auch Cyberkriminelle technisch auf und nutzen zunehmend KI-basierte Angriffsmethoden. Erfahren Sie in diesem Experten-Report, wie Sie Ihr Unternehmen mit einfachen Strategien proaktiv vor aktuellen Bedrohungen schützen können. IT-Sicherheit stärken ohne teure neue Mitarbeiter einzustellen
Der strenge Vier-Wochen-Rhythmus
Diese Änderungen fallen nicht vom Himmel, sondern folgen dem strikten Veröffentlichungsplan von Microsoft Edge. Der Browser orientiert sich am Chromium-Projekt und veröffentlicht alle vier Wochen ein Major-Update für den Stable-Kanal. Edge 145 startete am 20. Februar, die Beta von Version 146 folgte nur vier Tage später.
Der Zeitplan ist ambitioniert: Edge 146 Stable soll in der Woche ab dem 12. März 2026 erscheinen. Für Unternehmen, die mehr Testzeit benötigen, bietet Microsoft weiterhin den Extended Stable-Kanal an. Hier erscheinen Hauptversionen nur alle acht Wochen, während Sicherheitsupdates weiterhin zweiwöchentlich geliefert werden.
Warum Microsoft diesen Weg geht
Hinter der Abschaffung des Master-Passworts steckt eine klare Sicherheitsphilosophie. Analysten sehen darin einen konsequenten Schritt in Richtung Zero-Trust. Ein benutzerdefiniertes Passwort stellt aus Sicht von Microsoft einen potenziellen Single Point of Failure dar – anfällig für Phishing-Angriffe und Diebstahl. Windows Hello hingegen bindet die Authentifizierung direkt an das physische Gerät und gilt als deutlich widerstandsfähiger.
Gleichzeitig zeigt der strikte Vier-Wochen-Takt, wie sehr sich der Browser-Markt konsolidiert hat. Indem Microsoft den Rhythmus von Google Chrome mitgeht, stellt der Konzern sicher, dass Edge bei Performance und Sicherheit konkurrenzfähig bleibt. Die Integration von KI-Features wie Microsoft 365 Copilot direkt in die Adressleiste soll dann den entscheidenden Unterschied machen.
Was jetzt zu tun ist
Für IT-Abteilungen beginnt die Uhr zu ticken. Bis zum Stichtag am 4. Juni müssen sie sicherstellen, dass alle Mitarbeiter-Geräte für die Umstellung auf Windows Hello bereit sind. Die kommende Version 146 im März wird voraussichtlich den Energiesparmodus verfeinern und die Copilot-Funktionen weiter ausbauen.
Die Botschaft von Microsoft ist klar: Sicherheit geht vor Bequemlichkeit. Unternehmen müssen sich nun fragen, wie sie den rasanten Update-Zyklus mit ihren eigenen Sicherheitsrichtlinien in Einklang bringen. Der Browser ist nicht länger nur ein Werkzeug zum Surfen, sondern ein zentraler Baustein der Unternehmens-IT – der alle vier Wochen neu justiert werden kann.





