Microsoft Edge schaltet beliebte Collections-Funktion ab

Microsoft stellt das Organisations-Tool Collections im Edge-Browser ein. Nutzer müssen ihre gesammelten Inhalte exportieren, da die Funktion Teil einer strategischen Fokussierung auf KI ist.

Microsoft baut seinen Browser Edge zurück und verabschiedet sich von der Organisationsfunktion Collections. Nutzer müssen ihre gesammelten Daten jetzt exportieren oder verlieren sie.

Die Abschaltung hat für Nutzer in der Vorabversion Dev Channel bereits begonnen. Sie erhalten Warnhinweise, dass sie keine neuen Elemente mehr hinzufügen können. Microsoft rät dringend zum Export der gespeicherten Links, Notizen und Bilder. Ein konkretes Datum für die endgültige Löschung steht noch nicht fest.

Das Aus für einen einstigen Vorzeige-Feature

Die Meldung im Browser ist eindeutig: „Collections wird eingestellt.“ Damit verschwindet ein Werkzeug, das Microsoft seit der Einführung 2020 als wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu Konkurrenzbrowsern wie Chrome oder Firefox vermarktet hatte. Collections ermöglichte es, Webseiten, Bilder und persönliche Notizen visuell ansprechend zu sammeln – ideal für Projektarbeit, Reiseplanung oder Preisvergleiche. Alles ließ sich geräteübergreifend synchronisieren.

Anzeige

Viele Nutzer stehen jetzt vor genau dem Problem: Die exportierten Collections liegen als CSV vor, doch ohne Excel lassen sich Notizen und Bilder nur schwer sichten. Mit den kostenlosen Web‑Versionen von Word & Excel können Sie Dateien direkt im Browser öffnen, bearbeiten und in OneDrive speichern – ganz ohne Installation oder Office‑Abo. Der Gratis‑Report erklärt Schritt für Schritt Anmeldung, Nutzung und praktische Tipps für die Arbeit mit CSV‑Dateien. Jetzt Office im Web kostenlos nutzen

Ein offizielles Statement des Unternehmens gibt es bislang nicht. Doch die Warnungen im Browser sind ein klares Signal. Berichte über das bevorstehende Ende kursierten bereits ab dem 11. Januar 2026 und überraschten viele treue Nutzer. Die fehlende Frist für die endgültige Abschaltung erzeugt nun Druck: Experten raten, die Daten umgehend zu sichern.

So retten Sie Ihre gesammelten Daten

Microsoft bietet zwei Wege zum Backup an, doch beide sind kein vollwertiger Ersatz für die gewohnte Funktionalität.

Die erste Option heißt „In Favoriten verschieben“. Dabei legt der Browser automatisch einen Ordner namens „CollectionsExport“ in den Lesezeichen an und überträgt alle gespeicherten Webseiten-Links. Der große Nachteil: Sämtliche persönlichen Notizen und Bilder, die zu einer Collection gehörten, gehen dabei verloren.

Die zweite, umfassendere Methode ist der „Export Ihrer Daten“. Dieser speichert den gesamten Inhalt aller Collections – also URLs, Notizen und Bilder – in eine einzige CSV-Datei auf dem lokalen Rechner. So bleibt zwar alles erhalten, doch die Daten sind nicht mehr in den Browser integriert. Zum Ansehen und Verwalten braucht es nun eine separate Anwendung wie Microsoft Excel.

Strategische Wende: Vereinfachung und Fokus auf KI

Die Einstellung von Collections ist Teil einer größeren Strategie. Microsoft will den Edge-Browser verschlanken und Dopplungen vermeiden. Branchenbeobachter sehen darin einen klaren Schwenk hin zu einer schlankeren Benutzeroberfläche, die Entwickler-Ressourcen bündelt. Zuvor wurden bereits andere Features wie die Sidebar-App-Liste entfernt.

Ein weiterer Grund: Die Funktion konkurrierte intern mit Microsoft Copilot. Der KI-Assistent belegt denselben Seitenleisten-Bereich und bietet teilweise überlappende Möglichkeiten. Zudem soll die Nutzung von Collections nachgelassen haben, seit Microsoft die ursprüngliche native Implementierung durch eine web-basierte Version ersetzte. Diese fühlte sich für viele Nutzer weniger integriert und langsamer an.

Von der Abschaltung betroffen sind vielfältige Nutzergruppen – von Studierenden und Forschern bis hin zu Digital-Marketern, die mit dem Tool ihre Netzrecherchen organisierten.

Was kommt nach Collections?

Die Zukunft von Microsoft Edge scheint klar: ein schlankerer Browser mit tief verwobener KI-Integration durch Copilot. Nutzer, die auf Collections angewiesen waren, müssen ihre Arbeitsabläufe anpassen. Entweder nutzen sie die Export-Optionen oder weichen auf Drittanbieter-Erweiterungen für Tab- und Content-Management aus.

Einen direkten Nachfolger für Collections hat Microsoft nicht angekündigt. Die Entwicklung konzentriert sich stattdessen auf KI-gestütztes Browsen, Suchen und Zusammenfassen von Inhalten. Nutzer sollten sich auf weitere Updates einstellen, die die Kernfunktionen verfeinern und KI-Features noch stärker in den Vordergrund rücken. Die offiziellen Support-Kanäle von Microsoft Edge bleiben die beste Quelle für ein finales Abschaltdatum und weitere Hinweise.

Anzeige

PS: Keine lokale Excel-Installation? Kein Problem – öffnen und bearbeiten Sie Ihre exportierten Collections sofort online. Das kostenlose Office‑im‑Web‑Handbuch zeigt, wie Sie Excel im Browser nutzen, CSVs korrekt importieren und Ihre Daten sicher in OneDrive ablegen. Ideal, um Bilder und Notizen aus dem Export schnell zu sichten, ohne weitere Software. Kostenlos, legal und ohne Installation. Gratis-Guide zu Office im Web anfordern