Microsoft Edge: Windows-Starts werden bis zu 33 Prozent schneller

Microsoft integriert beschleunigte App-Starts in Edge und teilt den Programmcode mit Chromium für mögliche Browser-Implementierungen.

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Microsoft hat seinen hauseigenen Browser Edge als erste Webanwendung mit einer Unterstützung für sogenannte Accelerated App Launches unter Windows ausgestattet. Durch die tiefere Verzahnung mit dem Betriebssystem soll sich die Startzeit des Programms unter bestimmten Bedingungen spürbar verkürzen.

Laut Angaben von Microsoft sollen die meisten Windows-Nutzer eine 15%ige Verbesserung der Startgeschwindigkeit verzeichnen können. Bei einer besonders starken Multitasking-Auslastung des Systems beziffert das Unternehmen das Leistungsplus sogar auf bis zu 33%. Diese Werte beziehen sich auf den direkten Vergleich zu Microsoft Edge ohne Accelerated App Launch, sofern der Browser im Hintergrund bereits ausgeführt wird.

Direkte Weiterleitung von Startanfragen

Technisch basiert das Verfahren darauf, dass sich der Edge-Prozess beim Start direkt bei Windows registriert. Das Betriebssystem leitet nachfolgende Startanfragen daraufhin unmittelbar an den bereits laufenden Prozess weiter, anstatt zunächst einen separaten Vermittlungsprozess auszuführen.

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Die daraus resultierende Beschleunigung greift allerdings ausschließlich dann, wenn Edge bereits im Hintergrund aktiv ist. Nach einem vollständigen Neustart des Computers erfolgt der allererste Aufruf des Browsers daher weiterhin ohne Zeitvorteil.

Die Funktion greift bei Aufrufen über das Startmenü, aus der Taskleiste sowie beim Anklicken von unterstützten Weblinks, die standardmäßig mit Edge geöffnet werden. Zudem arbeitet Microsoft gemeinsam mit dem Windows-Team daran, die Technologie künftig für weitere Einsatzbereiche nutzbar zu machen, darunter das direkte Öffnen von PDF-Dateien.

Der Softwarekonzern behält die Technologie zudem nicht für sich: Microsoft stellt den entsprechenden Programmcode für Accelerated App Launch dem Open-Source-Projekt Chromium zur Verfügung. Dadurch erhalten auch alternative Browser wie Brave, Vivaldi und Google Chrome die Möglichkeit, die Beschleunigung künftig auf ihren Plattformen zu implementieren.

Voraussetzungen und Windows-Updates

Voraussetzung für die Nutzung ist die Browser-Version Edge 150 oder höher, ab der die Neuerung schrittweise eingeführt wird. Aufseiten des Betriebssystems erfordert die Funktion Windows 11 in den Versionen 25H2, 26H2 oder 26H1, jeweils kombiniert mit dem Oktober-2026-Nicht-Sicherheitsupdate KB5127936 oder einer neueren Aktualisierung.

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Das optionale Update KB5127936 hebt Windows 11 26H2 auf den OS-Build 26300.9818 und Version 25H2 auf 26200.9818 an. Neben der verbesserten Startzeit für Edge bringt dieses Paket weitere Systemanpassungen mit, darunter ein schnelleres und anpassbares Kontextmenü im Explorer, neue Symbole nach dem Standard Emoji 17.0, eine Funktion namens Cloud Rebuild sowie eine adaptive Hibernate-Richtlinie.

Die Verteilung von KB5127936 erfolgt schrittweise über den Menüpfad Einstellungen und Windows Update. Sollte die Beschleunigungsfunktion nach der Installation noch nicht standardmäßig aktiv sein, lässt sie sich alternativ manuell über das Drittanbieter-Befehlszeilenwerkzeug ViveTool mit der Befehlseingabe vivetool /enable /id:60813048 freischalten.

Neben diesem Update führt auch das optionale Update KB5127653 für Windows 11 unter der Build-Nummer 28000.3365 die Unterstützung für die beschleunigten Edge-Starts ein.

Mehr zum Thema bei Windows Central: „Microsoft made Edge up to 33% faster on Windows 11, and it’s giving the tech to rival browsers“