Microsoft Excel startet mit eigenständigen KI-Agenten

Microsoft integriert einen eigenständigen KI-Agenten in Excel, der Aufgaben in natürlicher Sprache ausführt. Die Funktion ist nun für Desktop-Apps verfügbar und markiert den Start einer neuen Office-Strategie.

Microsoft setzt seine KI-Strategie entscheidend um: Ab sofort können Millionen Nutzer in Excel mit einem eigenständigen KI-Assistenten zusammenarbeiten. Der Schritt markiert den Beginn einer neuen Ära für die Bürosoftware.

Agent Mode: Der KI-Partner für Tabellen

Der neue Agent Mode in Excel verwandelt die Tabellenkalkulation in einen dialogfähigen Partner. Nutzer geben ihre Aufgaben nun in natürlicher Sprache ein – der KI-Agent erledigt den Rest. Er kann Daten bereinigen, komplexe Formeln korrigieren, Charts erstellen oder „Was-wäre-wenn“-Analysen für Finanzprognosen durchführen.

Besonders bemerkenswert: Der Agent greift auf aktuelle Webdaten zu und kann zwischen verschiedenen KI-Modellen von OpenAI oder Anthropic wählen. Diese Flexibilität soll die Analysekraft für Geschäftsszenarien deutlich erhöhen. Bisher war die Funktion nur in der Web-Version verfügbar; nun rollt Microsoft sie für die Desktop-Apps auf Windows und macOS aus.

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Die große Vision: KI-Agenten für das gesamte Office-Paket

Der Excel-Agent ist nur der erste Schritt eines größeren Plans, den Microsoft auf seiner Ignite-Konferenz 2025 vorgestellt hat. Künftig sollen dedizierte KI-Agenten in Word, Excel und PowerPoint arbeiten. Die Vision: Nutzer beschreiben im Copilot-Chat einfach, was sie brauchen – der Agent fragt nach Details und erstellt einen vollständigen Entwurf.

Dieser „Chat-zuerst“-Ansatz soll den gesamten Erstellungsprozess revolutionieren. Von der Recherche über die Datenanalyse bis zum Design übernimmt die KI die Vorarbeit. Anschließend wechselt der Nutzer nahtlos in die jeweilige App, um gemeinsam mit dem Agenten am Dokument zu feilen.

Rollout in Etappen: Word folgt, PowerPoint braucht Geduld

Microsoft geht bei der Einführung strategisch vor. Während der Excel-Agent nun allgemein verfügbar ist, wird Agent Mode für Word aktuell schrittweise für Nutzer mit Premium-Lizenzen freigeschaltet.

Anders sieht es bei PowerPoint aus: Hier befindet sich die KI-Funktion noch in der Entwicklung. Sie wurde Ende 2025 in ein frühes Testprogramm aufgenommen, ein Termin für den breiten Rollout steht nicht fest. Diese gestaffelte Strategie ermöglicht es Microsoft, Feedback zu sammeln und jede App optimal anzupassen.

Paradigmenwechsel: Von Assistenten zu autonomen Partnern

Die neuen Agenten markieren einen fundamentalen Wandel. Bietet Copilot bisher vor allem Vorschläge innerhalb der Apps, sollen die Agenten ganze Arbeitsabläufe eigenständig orchestrieren. Sie planen, führen aus und optimieren – ganz im Trend des sogenannten „agentic AI“.

Passend dazu hat Microsoft Microsoft Agent 365 angekündigt, eine zentrale Steuerungsplattform für Unternehmen. IT-Administratoren können damit alle KI-Agenten im Unternehmen verwalten und absichern. Ein wichtiger Schritt, denn mit zunehmender Autonomie wachsen auch die Anforderungen an Sicherheit und Kontrolle.

Was kommt als Nächstes?

Mit den Agenten für Excel und Word auf dem Markt richtet sich der Blick nun auf PowerPoint. Die vollständige Integration verspricht einen Produktivitätsschub für alle Kern-Apps. Für 2026 kündigt Microsoft bereits weitere kostenlose KI-Funktionen für alle Microsoft-365-Abonnenten an. Die Zukunft des digitalen Arbeitsplatzes wird zunehmend von intelligenten, kollaborativen Partnern geprägt sein.

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