Microsoft integriert britische Publisher-Allianz Ozone

Microsoft integriert das britische Verlegerprojekt Ozone in seine Werbeplattform und bietet Kunden Zugang zu hochwertigem, datenschutzkonformem Inventar als Alternative zu Google und Meta.

Microsofts Werbeplattform erhält Zugriff auf Premium-Inventar von über 500 Medienmarken. Ziel ist ein Gegenentwurf zu den geschlossenen Ökosystemen der Tech-Giganten.

Die Integration von The Ozone Project in den Microsoft Media Marketplace ist ein strategischer Coup. Das Bündnis britischer Top-Verlage – darunter News UK, Reach, Guardian und Telegraph – bringt werbefreundliche Umgebungen für über 200 Millionen monatliche Nutzer in das Ökosystem. Für Microsofts 13.000 Werbekunden bedeutet das: direkter Zugang zu hochwertigen, datenschutzkonformen Werbeplätzen abseits der „Walled Gardens“ von Google und Meta.

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Premium-Inventar mit einem Klick buchen

Der Kern der Partnerschaft ist eine vereinfachte Abwicklung. Werbetreibende können über Microsofts Demand-Side Platform (DSP) jetzt direkt Zielgruppen-Deals aus dem Ozone-Netzwerk buchen – etwa für Kategorien wie Sport oder Reisen. Der Workflow ist deutlich schlanker geworden.

Das Ergebnis sind schnellere Kampagnen-Startzeiten und mehr Transparenz über die Qualität der erreichten Zielgruppen. Für Marken eröffnet sich so die Chance, groß angelegte Kampagnen auf vertrauenswürdigen Nachrichtenseiten zu schalten. Ein entscheidender Vorteil in einer Zeit, in der das Ende von Third-Party-Cookies die Branche umkrempelt.

Strategisches Manöver im Werbetechnik-Markt

Für Microsoft stärkt der Deal die Position als umfassende Werbeplattform. Das Media Marketplace-Angebot wird um ein einzigartiges, großvolumiges Premium-Inventar erweitert. Werbetreibende erhalten eine echte Alternative, die Brandsafety und hohe Nutzer-Aufmerksamkeit garantiert.

Für The Ozone Project ist es ein Meilenstein. Die Integration in eine große Kaufplattform wie die von Microsoft erhöht die Sichtbarkeit und Attraktivität des eigenen Inventars massiv. Es ist ein klares Signal: Verleger-Allianzen können im programmatischen Handel mithalten, wenn sie ihre Ressourcen und Erstparteien-Daten bündeln.

Antwort auf das Cookie-Ende und Datenschutz

Die Kooperation kommt zum richtigen Zeitpunkt. Während die Branche nach dem Aus für Third-Party-Cookies nach neuen Lösungen sucht, gewinnen Publisher-Allianzen mit Erstparteien-Daten an Wert. Sie bieten eine transparente, einwilligungsbasierte Zielgruppenansprache, die die Privatsphäre der Nutzer respektiert.

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Microsoft treibt parallel eigene Plattform-Updates voran. Dazu gehören neue Kundenakquisitions-Ziele für Performance-Max-Kampagnen und ein verbesserter Anzeigen-Vorschau-Hub. Zudem können sich Neukunden jetzt mit ihren Google-Zugangsdaten bei Microsoft registrieren – eine Hürde weniger für Wechselwillige.

Blaupause für eine offenere Werbelandschaft

Die Integration ist erst der Anfang. In Zukunft könnten auch Ozone’s fortschrittlichere Daten- und Identitätslösungen für Microsoft-Kunden verfügbar werden, was noch präzisere Targeting-Möglichkeiten eröffnen würde.

Branchenbeobachter sehen in der Partnerschaft eine mögliche Blaupause für ein offeneres Wer-be-Ökosystem. Sollte sie erfolgreich sein, könnte sie andere Verleger-Allianzen und Ad-Tech-Plattformen zu ähnlichen Kooperationen ermutigen. Das Ziel: Mehr Wettbewerb, höhere Wertschätzung für Qualitätsjournalismus und effektivere Werbung in seriöser Umgebung.