Microsoft Lens: Aus für den beliebten Scanner – OneDrive übernimmt

Microsoft stellt die eigenständige Scan-App Lens ein und integriert alle Funktionen direkt in OneDrive. Die Umstellung erfolgt bis März 2026 und unterstreicht die Cloud-First-Strategie des Konzerns.

Microsoft schaltet seinen eigenständigen Scanner Microsoft Lens ab. Alle Funktionen wandern in die OneDrive-App – ein strategischer Schritt hin zu einem integrierten Cloud-Ökosystem.

Die Ära von Microsoft Lens ist offiziell zu Ende. Der Softwarekonzern hat den Ausstieg aus der beliebten Scan-App eingeleitet und bündelt alle Dokumenten-Erfassungsfunktionen künftig in der Microsoft OneDrive-App. Diese Konsolidierung ist Teil einer größeren Strategie: Microsoft will Schlüsselfunktionen in seine Kern-Dienste integrieren und Ressourcen für KI-Lösungen wie Copilot freimachen. Für Millionen Nutzer bedeutet das eine Umstellung ihrer Arbeitsabläufe.

Auslaufmodell: Der Zeitplan für den Abschied

Der Rückzug erfolgt gestaffelt, um Nutzern eine Migration zu ermöglichen. Der Prozess begann am 9. Januar 2026.

  • 9. Februar 2026: An diesem Tag wird Microsoft Lens aus dem Google Play Store und dem Apple App Store entfernt. Neue Downloads sind dann nicht mehr möglich. Zudem erhält die App keine Updates oder Sicherheitspatches mehr.
  • 9. März 2026: Das ist das finale Aus. Die Funktion, neue Scans in der Lens-App zu erstellen, wird deaktiviert. Bereits gespeicherte Scans sind weiter zugänglich, solange die App installiert und man mit dem letzten genutzten Konto angemeldet bleibt. Diese Schonfrist soll Zeit für die Verwaltung und Migration bestehender Dokumente geben.

Der neue Standard: Scannen direkt in OneDrive

Als Ersatz weist Microsoft alle Nutzer auf die bereits integrierte Scan-Funktion in der OneDrive-Mobil-App hin. Der Prozess ist simpel: App öffnen, das „+“-Symbol antippen und die Option „Scannen“ wählen.

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Viele Nutzer zahlen noch 70–100 € im Jahr für ein Office‑Abo – obwohl Word und Excel heute auch völlig legal im Browser funktionieren. Gerade wenn Sie Ihre Scans künftig direkt in OneDrive speichern, lohnt sich der Umstieg: Dokumente lassen sich sofort online öffnen, bearbeiten und sicher teilen. Der kostenlose Report zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Office im Web einrichten, OneDrive‑Speicher nutzen und so teure Abokosten vermeiden. Word & Excel kostenlos im Browser nutzen – kostenlosen Guide anfordern

Doch der Wechsel bringt eine entscheidende Änderung mit sich. Im Gegensatz zur alten Lens-App speichert die OneDrive-Funktion Dateien ausschließlich direkt in der Cloud. Eine lokale Speicherung auf dem Gerät ist nicht mehr möglich. Diese Änderung unterstreicht Microsofts Cloud-First-Strategie. Scans sind sofort auf allen Geräten des Nutzers verfügbar – auf reine Offline-Kopien muss man jedoch verzichten.

Strategische Bündelung im KI-Zeitalter

Die Einstellung von Lens ist kein Einzelfall, sondern folgt einem Branchentrend und einer klaren internen Neuausrichtung. Microsoft konsolidiert seit Jahren seine mobilen Angebote, um leistungsstarke All-in-One-Apps zu schaffen, anstatt eine Vielzahl spezialisierter Tools zu pflegen.

Die Integration in OneDrive reduziert Redundanzen und schafft einen nahtloseren Workflow vom physischen Dokument zur Cloud-Datei. Vor allem aber passt der Schritt zu den massiven Investitionen in KI-gestützte Copilot-Dienste. Durch das Einstellen eigenständiger Apps wie Lens kann Microsoft Entwickler-Ressourcen umschichten, um Kerndienste mit fortschrittlichen KI-Funktionen aufzuwerten. Das Ziel ist ein einheitlicher Produktivitäts-Hub, in dem Speicher, Bearbeitung und KI-Assistenz tief verwoben sind.

Ausblick: Ein integriertes Ökosystem

Nutzer können erwarten, dass Microsoft diesen Kurs der Bündelung fortsetzt. Die Zukunft der mobilen Produktivität sieht der Konzern in einigen wenigen, funktionsreichen Kern-Apps wie OneDrive und der Microsoft 365 Copilot-App.

Für ehemalige Lens-Nutzer heißt das jetzt: sich an den OneDrive-zentrierten Workflow gewöhnen und lokal gespeicherte Scans vor dem Stichtag im März migrieren. Die Botschaft ist klar: Die Zukunft der Dokumentenverwaltung für Microsoft-365-Nutzer liegt in der Cloud. Die Fähigkeiten von Lens leben in der breiteren, integrierten und zunehmend KI-gestützten OneDrive-Plattform weiter.

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