Microsoft: Nettogewinn steigt um 32 Prozent auf 36,6 Milliarden Dollar

Im ersten Quartal 2027 übertraf Microsoft die Markterwartungen; Azure legte zu, während PC-Geschäft und freier Cashflow nachgaben.

•

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2027, das am 30. September 2026 endete, ein deutliches Erlös- und Ergebnisplus erzielt. Wie aus den veröffentlichten Unternehmensdaten hervorgeht, kletterte der Konzernumsatz im Vorjahresvergleich um 19 Prozent auf 92,3 Milliarden US-Dollar.

Nach Rechnungslegung nach GAAP lag der Nettogewinn bei 36,6 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 32 Prozent entspricht. Das verwässerte GAAP-Ergebnis je Aktie verbesserte sich ebenfalls um 32 Prozent auf 4,92 US-Dollar.

Mit einem ausgewiesenen Quartalsumsatz von 92,28 Milliarden US-Dollar übertraf Microsoft die LSEG-Konsensschätzung von 90,69 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 4,89 US-Dollar über der Markterwartung von 4,73 US-Dollar.

Der operative Gewinn erreichte 45,9 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg um 21 Prozent beziehungsweise 22 Prozent zu konstanten Wechselkursen entspricht.

Ohne Berücksichtigung der Beteiligungen an OpenAI belief sich der Non-GAAP-Nettogewinn auf 36,4 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im nachbörslichen Handel legte das Papier um rund vier Prozent zu; zeitweise notierte die Aktie fast fünf Prozent höher bei etwa 557 US-Dollar.

Dynamisches Cloud-Geschäft kompensiert Schwächen im Hardware-Bereich

Haupttreiber der Entwicklung blieb der Bereich Microsoft Cloud, dessen Erlöse um 30 Prozent auf 63,9 Milliarden US-Dollar zulegten. Der Umsatz der Cloud-Plattform Azure kletterte um 48 Prozent auf 33,17 Milliarden US-Dollar und übertraf die Marktschätzung von 32,32 Milliarden US-Dollar. Der kommerzielle Auftragsbestand stieg um 73 Prozent auf 677 Milliarden US-Dollar.

Unter der neu organisierten Berichtsstruktur steuerte das Segment Agents and Infra 76,8 Milliarden US-Dollar bei, was 83 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht und einem Zuwachs von 25 Prozent gleichkommt. Das Segment Devices and Consumer erzielte 15,5 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang um drei Prozent.

Anzeige

Wer die neuesten Entwicklungen im Software-Bereich verfolgt, möchte sein eigenes System oft ohne technisches Risiko auf dem aktuellen Stand halten. Dieser kostenlose Experten-Report zeigt Ihnen, wie der Umstieg auf das moderne Betriebssystem reibungslos und ohne Datenverlust gelingt. Windows 11 Starterpaket jetzt kostenlos anfordern

Dämpfer gab es hingegen im traditionellen PC- und Konsolengeschäft. Der Bereich Windows OEM and Devices verbuchte ein Minus von 22 Prozent, bedingt durch den Vorjahreseffekt rund um das Supportende von Windows 10, Lagerabbau bei Erstausrüstern und eine schwächere Nachfrage am PC-Markt.

Finanzchefin Amy Hood stellte für diesen Bereich im nächsten Quartal einen Rückgang im mittleren 30er-Prozentbereich in Aussicht. Die Gaming-Sparte verzeichnete ein Minus von 14 Prozent bei Xbox-Hardware, während die Gesamterlöse für Xbox um zwei Prozent nachgaben.

Anzeige

Die Weiterentwicklung von Betriebssystemen bringt oft Fragen zur Kompatibilität der eigenen Hardware mit sich. Ein legaler Weg ermöglicht die Installation der neuesten Software-Generation auch auf offiziell inkompatiblen Geräten – schnell und ohne neue Hardware. Gratis-Anleitung: Windows 11 Systemanforderungen umgehen

Investitionen in Künstliche Intelligenz und Angebot für Mitarbeiter

Für Investitionen und Finanzierungsleasing wendete der Konzern im Quartal 45,2 Milliarden US-Dollar auf. Die Summe lag unter der Analystenerwartung von 50,67 Milliarden US-Dollar, was Microsoft auf Verzögerungen bei Kapazitäten externer Dienstleister zurückführte. Der freie Cashflow sank im Berichtszeitraum um 27 Prozent auf 18,63 Milliarden US-Dollar.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 plant das Unternehmen Investitionen in Höhe von 170 Milliarden US-Dollar. Finanzchefin Hood erläuterte hierzu, dass die Nachfrage das aktuelle Angebot übersteige. Für das Folgequartal stellte Microsoft Gesamterlöse zwischen 96 und 97,1 Milliarden US-Dollar in Aussicht.

Parallel zu den Geschäftszahlen rückte die Belegschaftsstruktur in den Fokus. Microsoft hat ein freiwilliges Abfindungsprogramm für rund 60.000 Angestellte aufgelegt, was etwa 27 Prozent der weltweiten Belegschaft betrifft.

Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiter bis zur internen Einstufungsebene 70 in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien, wobei bestimmte Funktionen im Vertrieb, Engineering und Corporate-Bereich sowie die rund 3.000 Beschäftigten in Australien ausgenommen sind.

Laut einem internen Memo rechne die Finanzchefin angesichts bestehender Wachstumschancen im Unternehmen mit einer sehr geringen Annahmequote. Die Frist für die Anträge läuft bis Anfang Dezember.