Ein Notfall-Update von Microsoft soll die massiven Probleme beheben, die die jüngsten Sicherheits-Patches bei Windows 11 ausgelöst haben. Die als „Patch Tuesday“ bekannten Routine-Updates vom 13. Januar führten zu weit verbreiteten Ausfällen bei Remote-Desktop-Verbindungen und verhinderten bei einigen Systemen sogar das korrekte Herunterfahren. Microsoft reagierte mit außerplanmäßigen Patches, die Nutzer jedoch manuell installieren müssen.
Remote-Desktops lahmgelegt – Produktivität beeinträchtigt
Das gravierendste Problem betraf Remote-Desktop-Verbindungen. Nutzer der Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2 berichteten, dass sich Fernzugriffe nach der Installation der Januar-Updates nicht mehr authentifizieren ließen. Der Fehler blockierte den Zugang über verschiedene Anwendungen, darunter die native Windows-App, Azure Virtual Desktop und Windows 365. Für Unternehmen und Heimarbeiter, die auf Fernwartung angewiesen sind, bedeutete dies einen erheblichen Produktivitätseinbruch.
Das Notfall-Update KB5077744 soll dieses Problem für die neuesten Windows-11-Versionen nun beheben. Dass Microsoft den Patch außerhalb des regulären Zyklus veröffentlichte, unterstreicht die Dringlichkeit. Für viele IT-Abteilungen war die Unterbrechung ein Albtraum für die Geschäftskontinuität.
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Herunterfahr-Bug trifft vor allem Unternehmen
Ein zweiter, gezielterer Fehler verhinderte, dass bestimmte Windows-11-PCs heruntergefahren oder in den Ruhemodus versetzt werden konnten. Betroffen waren Geräte mit der Windows-11-Version 23H2, auf denen die Sicherheitsfunktion „System Guard Secure Launch“ aktiviert war – eine in Unternehmensumgebungen verbreitete Maßnahme gegen Firmware-Angriffe. Statt sich abzuschalten, starteten die betroffenen Rechner einfach neu.
Für die betroffenen Organisationen war dies ein erhebliches Ärgernis. Die Lösung für dieses Problem ist im separaten Update KB5077797 enthalten, das auch den Remote-Desktop-Fehler für Version 23H2 behebt. Vor der Verfügbarkeit des Patches hatte Microsoft nur einen Kommandozeilen-Workaround als Übergangslösung angeboten.
So installieren Sie die Notfall-Patches
Anders als reguläre Updates werden diese kritischen Fehlerbehebungen nicht automatisch über Windows Update verteilt. Betroffene Nutzer und Systemadministratoren müssen die Patches manuell herunterladen und installieren.
Die Updates sind direkt im Microsoft Update Catalog verfügbar:
* KB5077744: Behebt die Remote-Desktop-Fehler für Windows 11, Versionen 25H2 und 24H2.
* KB5077797: Korrigiert sowohl die Remote-Desktop-Probleme als auch den Herunterfahr-Bug für die ältere Version 23H2.
Für größere Unternehmen bietet Microsoft zudem eine Known Issue Rollback (KIR)-Option an. Diese ermöglicht es Administratoren, die problematischen Änderungen über eine Gruppenrichtlinie auf verwalteten Geräten rückgängig zu machen.
Weitere Probleme und anhaltende Qualitätssorgen
Während die Notfall-Updates die kritischsten Fehler beheben, bleiben andere Probleme aus der Januar-Runde bestehen. Microsoft hat einen weiteren Bug anerkannt, der Outlook Classic zum Absturz bringt oder einfrieren lässt – besonders bei Nutzern von POP-Postfächern. Eine Lösung dafür steht noch aus.
Darüber hinaus berichten Nutzer von weiteren, noch nicht offiziell bestätigten Störungen: Dazu gehören kurze, zufällige Schwarzbildschirme, auf Schwarz zurückgesetzte Desktophintergründe und Probleme mit dem Datei-Explorer.
Der Vorfall ist der jüngste in einer Reihe problematischer Windows-Updates, die Fragen an die Qualitätskontrolle bei Microsoft aufwerfen. Dass so kurz nach einem geplanten Hauptupdate ein Notfall-Patch nötig wird, legt nahe, dass kritische Fehler sowohl das Windows Insider-Programm als auch interne Tests überstehen. Millionen Nutzer sind die Leidtragenden.
Was Nutzer jetzt tun können
Mit den manuell verfügbaren Updates KB5077744 und KB5077797 sind die disruptivsten Probleme zwar behoben. Nutzer sollten jedoch wachsam bleiben und auf eine Lösung für den Outlook-Bug sowie eine offizielle Bestätigung der anderen gemeldeten Probleme warten.
Es ist wahrscheinlich, dass diese weiteren Korrekturen in den nächsten geplanten Patch Tuesday im Februar aufgenommen werden – es sei denn, ihre Schwere erfordert einen weiteren außerplanmäßigen Release. Bis dahin könnten Nutzer, die weiterhin Stabilitätsprobleme haben, in Betracht ziehen, Updates auszusetzen, bis Microsoft die anhaltenden Probleme für behoben erklärt.
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