Microsoft-Notfall-Update behebt Windows-11-Shutdown-Problem

Ein fehlerhaftes Sicherheitsupdate verhinderte das Herunterfahren von Windows-11-Computern. Microsoft hat einen manuell zu installierenden Notfall-Patch bereitgestellt, der auch Remote-Desktop-Probleme behebt.

Ein kritischer Fehler in der Januar-Sicherheitsaktualisierung ließ Windows-11-Computer nicht mehr herunterfahren. Microsoft reagierte mit einem außerplanmäßigen Notfall-Patch.

REDMOND / FRANKFURT – Microsoft hat ein außerplanmäßiges Notfall-Update veröffentlicht, um einen schwerwiegenden Bug zu beheben, der Windows-11-Computer am korrekten Herunterfahren und in den Ruhemodus wechseln hinderte. Das Problem, das betroffene Geräte in einen Neustart-Loop zwang, wurde durch das Sicherheitsupdate vom Januar 2026 eingeführt. Der korrigierende Patch KB5077797 ist seit Samstag, dem 17. Januar, verfügbar und muss manuell installiert werden.

Sicherheitsupdate mit fataler Nebenwirkung

Auslöser der Panne war das routinemäßige Sicherheitsupdate KB5073455 vom 13. Januar für Windows 11 Version 23H2. Vor allem in Unternehmensumgebungen bemerkten Nutzer, dass ihre Systeme bei einem Shutdown- oder Hibernate-Befehl nicht abschalteten – stattdessen starteten sie unerwartet neu. Dieser kritische Fehler unterbrach Arbeitsabläufe und ließ die Sorge vor Datenverlust und unnötigem Energieverbrauch aufkommen.

Microsoft bestätigte, dass der Bug speziell Windows-11-23H2-Geräte in Enterprise- und IoT-Editionen betrifft, bei denen die Sicherheitsfunktion „System Guard Secure Launch“ aktiviert ist. Diese virtualisierungsbasierte Schutzmaßnahme soll den Boot-Vorgang vor Firmware-Angriffen schützen. Nach dem Update störte sie jedoch die Abschalt-Prozedur.

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Manuelle Installation erforderlich

Als Reaktion auf die wachsende Zahl von Meldungen veröffentlichte Microsoft den Notfall-Patch KB5077797 am 17. Januar. Solche außerplanmäßigen Updates sind für kritische Probleme reserviert, die nicht bis zum nächsten monatlichen Update-Zyklus warten können – ein Zeichen für die Schwere des Fehlers.

Der Patch wird nicht über den standardmäßigen Windows-Update-Dienst verteilt. IT-Administratoren und Nutzer müssen ihn aktiv aus dem Microsoft Update-Katalog herunterladen und installieren. Für größere Organisationen bietet Microsoft auch die Möglichkeit, ein „Known Issue Rollback“ über Gruppenrichtlinien bereitzustellen, um das problematische Verhalten ohne vollständige Patch-Installation rückgängig zu machen.

Auch Remote-Desktop-Probleme behoben

Der Shutdown-Loop war nicht das einzige Problem der Januar-Updates. Ein weiterer, weit verbreiteter Bug verursachte Authentifizierungs- und Verbindungsfehler bei der Nutzung von Remote Desktop. Dies verhinderte den Zugriff auf Remotesysteme über Anwendungen wie die Windows-App auf Plattformen wie Azure Virtual Desktop und Windows 365.

Die gute Nachricht für Systemadministratoren: Dieselben außerplanmäßigen Updates, einschließlich KB5077797, beheben auch diese Remote-Desktop-Anmeldefehler. Damit bietet der manuell zu installierende Patch eine Lösung für zwei der drängendsten aktuellen Probleme.

Noch nicht alle Januar-Probleme gelöst

Allerdings sind nicht alle kürzlich gemeldeten Störungen behoben. Einige Nutzer berichten weiterhin von Abstürzen der Outlook Classic-Anwendung nach den Januar-Updates. Für dieses spezielle Problem steht noch kein Fix zur Verfügung.

Die Serie von Pannen unterstreicht die inhärenten Herausforderungen, Systemstabilität aufrechtzuerhalten, während gleichzeitig essentielle Sicherheits-Patches in einem riesigen und diversen Hardware-Ökosystem ausgerollt werden. Microsoft rät betroffenen Nutzern dringend, den Notfall-Patch umgehend zu installieren, anstatt auf das kumulative Update im Februar zu warten.

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