Microsoft Office 2021: Dauerlizenz für 28 Euro als Alternative zum Preisschub

Microsoft erhöht Abo-Preise für Microsoft 365 ab Juli teils zweistellig, während günstige Dauerlizenzen für Office 2021 und 2019 angeboten werden.

Microsoft kündigt für Juli deutliche Preiserhöhungen für Microsoft 365 an – zeitgleich locken günstige Dauerlizenzen für Office 2021 und 2019.

Während der Softwareriese seine Abo-Preise nach oben schraubt, sorgt ein Angebot für Aufsehen: Die lebenslang gültige Lizenz von Microsoft Office Professional 2021 ist derzeit für einmalig 28 Euro zu haben – ein Bruchteil des ursprünglichen Preises von rund 205 Euro. Enthalten sind Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, Publisher und Access. Auch die Version Office 2019 Professional Plus gibt es für knapp 19 Euro. Das dürfte vor allem jene Nutzer freuen, die monatlichen oder jährlichen Zahlungen überdrüssig sind.

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Preisschock für Abo-Kunden ab Juli

Die Kehrseite der Medaille: Wer im Microsoft-365-Abo bleibt, muss ab dem 1. Juli 2026 deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Preise steigen teils zweistellig:

  • Business Basic verteuert sich um 16,7 Prozent auf 6,50 Euro pro Nutzer und Monat
  • Business Standard steigt um 12 Prozent auf 13 Euro
  • Office 365 E3 kostet künftig 24 Euro
  • Microsoft 365 E3 liegt bei 36 Euro
  • Microsoft 365 E5 steigt auf 56 Euro

Für Großkonzerne wird es richtig teuer: Ein Unternehmen mit 25.000 Nutzern im E5-Tarif muss statt bisher rund 14 Millionen Euro jährlich künftig knapp 17 Millionen Euro zahlen. Hinzu kommt: Seit November 2025 hat Microsoft die Mengenrabatte gestrichen.

Sicherheitsupdate für Edge – Passwort-Leck geschlossen

Am 19. Mai 2026 veröffentlichte Microsoft ein wichtiges Update für den Edge-Browser (Version 148.0.3967.70). Der Sicherheitsforscher Tom Jøran Sønstebyseter Rønning hatte aufgedeckt, dass der Passwort-Manager gespeicherte Zugangsdaten im Klartext in den Arbeitsspeicher lud – ein Einfallstor für Datendiebstahl. Der Fehler wurde nun über alle Update-Kanäle (Stable, Beta, Dev, Canary) behoben.

KI-Integration: Copilot zwischen Hype und Frust

Microsoft treibt die Künstliche Intelligenz weiter voran – nicht immer zur Freude der Nutzer. Ein neuer, schwebender Copilot-Button in Excel und anderen Office-Programmen sorgt für Unmut. „Power User“ beklagen, dass das ständig sichtbare Symbol wertvollen Bildschirmplatz raubt und sich nicht dauerhaft entfernen lässt. Immerhin: Microsoft kündigte an, dass Windows-11-Nutzer die dedizierte Copilot-Taste später wieder auf die rechte Strg- oder Kontextmenü-Funktion umbelegen können.

Die Kosten für die KI-Funktionen sind happig: Die neue Microsoft 365 Copilot Wave 3 bringt „agentische“ KI-Werkzeuge und eine Spitzenklasse namens E7 – für satte 92 Euro pro Nutzer und Monat. Dennoch steigt die Zahl der zahlenden Copilot-Nutzer rasant: von 15 Millionen im Januar 2026 auf über 20 Millionen Anfang Mai.

KI-Agenten: Büroarbeit bald vollautomatisch?

Mustafa Suleyman, Microsofts KI-Chef, sorgte am 19. Mai mit einer kühnen Prognose für Aufsehen: Innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate könne KI in den meisten Büroberufen menschliches Niveau erreichen. Besonders betroffen seien Buchhaltung, Recht, Marketing und Projektmanagement. In zwei bis drei Jahren, so Suleyman, seien autonome KI-Agenten in der Lage, ganze Arbeitsabläufe zu steuern.

Ein Beispiel liefert der Bergbaukonzern Rio Tinto: Mit Microsoft Power Platform, Power BI und Copilot Studio automatisierte das Unternehmen seinen monatlichen Finanzabschluss. Das Ergebnis: der schnellste Abschluss in der Geschichte der größten Produktsparte, weniger manuelle Arbeit und höhere Mitarbeiterzufriedenheit.

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Neue Angriffswelle: Wenn der Passwort-Reset zur Falle wird

Die zunehmende Cloud-Nutzung lockt auch Kriminelle an. Microsofts Threat-Intelligence-Team warnt vor der Gruppe Storm-2949. Die Angreifer setzen nicht auf klassische Schadsoftware, sondern auf Social Engineering und manipulierte Self-Service-Passwort-Zurücksetzungen (SSPR). So gelangten sie an Daten aus OneDrive und SharePoint sowie an Azure-Ressourcen wie Key Vaults und Storage Accounts.

Was bringt die Zukunft?

Microsoft versucht, die Juli-Preiserhöhungen mit neuen Funktionen zu versüßen. Zwischen Juni und August 2026 erhalten Business-Basic- und -Standard-Kunden zusätzlich 50 GB E-Mail-Speicher und besseren Phishing-Schutz. Enterprise-E3-Nutzer bekommen Defender for Office 365 Plan 1, E5-Abonnenten Security Copilot Agents.

Doch Vorsicht: Der Shared-Responsibility-Modell bleibt bestehen. Microsoft sichert die Infrastruktur, doch die Datensicherung liegt beim Kunden. Die standardmäßigen Wiederherstellungsfenster von 93 Tagen reichen oft nicht für Ransomware-Schutz oder Compliance-Anforderungen wie die DSGVO.

Hardware-Hersteller wie Ubiquiti bieten mit UniFi Drive 4.0 bereits „Off-Cloud“-Backups für Microsoft-365-Daten an. Und Webinare von Firmen wie Veeam zeigen, wie KI-Agenten helfen, redundante, veraltete oder triviale Daten („ROT“) automatisch zu reduzieren.

Der Softwaremarkt bleibt gespalten: Privatnutzer und kleine Firmen greifen zu den günstigen Dauerlizenzen, während Großunternehmen wegen der KI- und Sicherheitsfeatures zunehmend an das Microsoft-365-Ökosystem gebunden sind. Ob die versprochenen Produktivitätsgewinne die steigenden Kosten rechtfertigen, wird sich im kommenden Jahr zeigen.