Microsoft Office: Billige „Lebenslang“-Lizenzen sind ein riskantes Geschäft

Günstige Einmalkäufe für Office-Lizenzen bergen erhebliche Risiken wie plötzliche Sperrung, fehlenden Support und auslaufende Sicherheitsupdates. Microsoft setzt klar auf Abonnements.

In einer Zeit der Software-Abos locken Angebote für eine „lebenslange“ Microsoft Office-Lizenz für einmalig 35 Euro. Doch die Schnäppchen aus dem Graumarkt bergen erhebliche Risiken – bis zum plötzlichen Software-Aus.

Was hinter den Billig-Keys steckt

Die um bis zu 90 Prozent reduzierten Product Keys für Office Professional Plus 2021 stammen meist aus undurchsichtigen Quellen. Oft handelt es sich um Volumenlizenzen für Großunternehmen, die illegal einzeln weiterverkauft werden. Andere Keys sind für den Verkauf mit neuer Hardware (OEM) oder für Bildungseinrichtungen vorgesehen – und damit für Privatkäufer nicht legitim.

Der Verkauf selbst ist nicht immer strafbar, verstößt aber regelmäßig gegen die Nutzungsbedingungen von Microsoft. Das Unternehmen behält sich das Recht vor, jeden als unrechtmäßig erkannten Key ohne Vorwarnung zu sperren. Für Firmen sind solche Lizenzen bei einer Software-Prüfung wertlos, da ein Nachweis vom autorisierten Händler fehlt.

Das Risiko für Verbraucher

Der Reiz ist verständlich: Statt jährlich für Microsoft 365 zu zahlen, lockt eine Einmalzahlung unter 50 Euro für Word, Excel und Co. Vor allem für Studenten oder Gelegenheitsnutzer, die auf Cloud-Features verzichten können, scheint das attraktiv.

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Viele Käufer von Office-Paketen aus dem Graumarkt merken zu spät, dass es keinen Support gibt — gerade beim Einrichten von Outlook können wichtige E‑Mails verloren gehen oder Konten falsch synchronisiert werden. Die kostenlose Outlook-Installationsanleitung hilft Ihnen, Konten sicher einzurichten, Synchronisationsprobleme zu lösen, Backups einzurichten und typische Fallen zu vermeiden. Ideal für Studierende und Gelegenheitsnutzer, die Office lokal verwenden. Outlook-Installationsanleitung herunterladen

Doch der Kauf ist ein Glücksspiel. Neben der ständigen Gefahr der Deaktivierung erhalten Käufer keinen Support von Microsoft. Es besteht auch das Risiko, einen gefälschten oder bereits genutzten Key zu erhalten. Zudem handelt es sich um Office 2021 – eine Version, die keine neuen Funktionen mehr erhält und deren Sicherheitsupdates am 13. Oktober 2026 auslaufen.

Microsoft setzt auf Abos – und verfolgt Graumarkt

Microsoft konzentriert seine Entwicklung klar auf das Abo-Modell Microsoft 365. Nur hier gibt es kontinuierliche Updates, Cloud-Speicher und KI-Funktionen wie Copilot. Das Unternehmen geht konsequent gegen unlizenzierte Verkäufer vor und spricht von „Schwarzmarkt-Zugangsgeräten“.

Mittlerweile ist mit Office 2024 eine neuere Version erschienen. Auch hier tauchen bereits Billig-Angebote im Graumarkt auf – mit den gleichen Risiken. Offizielle Deals, die den Preis auf unter 50 Euro drücken, gibt es nicht. Die einzige sichere Methode für eine legale Dauerlizenz bleibt der Kauf direkt bei Microsoft oder einem autorisierten Großhändler.