Eine kritische Sicherheitslücke in Microsofts Office LTSC wird aktiv ausgenutzt. Das unterstreicht das Dilemma zwischen Stabilität und Sicherheit für Unternehmen.
Die US-Cybersicherheitsbehörde CISA hat die Schwachstelle CVE-2026-21509 auf ihre Liste bekannter, aktiv ausgenutzter Lücken gesetzt. Microsoft veröffentlichte bereits Ende Januar 2026 einen außerplanmäßigen Sicherheitspatch. Betroffen sind Office 2016, 2019, die LTSC-Versionen 2021 und 2024 sowie das abonnementbasierte Microsoft 365 Apps for Enterprise.
Angriff durch speziell präparierte Office-Dateien
Die Sicherheitslücke ermöglicht es Angreifern, die integrierten OLE-Sicherheitsschutzmechanismen in Office zu umgehen. Ausgenutzt wird sie, wenn ein Nutzer eine manipulierte Office-Datei öffnet. Sicherheitsforscher beobachteten bereits Ende Januar, dass bekannte Bedrohungsakteure wie die Gruppe APT28 die Schwachstelle für gezielte Angriffe nutzten.
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Microsofts Notfall-Update schließt das Leck. Unternehmen sind dringend aufgefordert, den Patch umgehend auf allen Systemen einzuspielen.
Office LTSC: Stabilität um jeden Preis?
Das Office Long-Term Servicing Channel (LTSC)-Modell richtet sich an Organisationen, die keine häufigen Feature-Updates wünschen oder verwalten können. Dazu zählen regulierte Branchen, Produktionsanlagen ohne Internet oder medizinische Geräte, die jahrelang unverändert bleiben müssen.
Im Gegensatz zum ständig aktualisierten Microsoft 365-Abonnement bietet LTSC eine „eingefrorene“ Version der Office-Anwendungen mit einer einmaligen Lizenz. Der Support läuft über fünf Jahre nach der Fixed Lifecycle Policy. In dieser Zeit gibt es Sicherheits- und Qualitätsupdates, aber keine neuen Funktionen.
Der fundamentale Unterschied zu Microsoft 365
Während LTSC Stabilität priorisiert, setzt Microsoft 365 auf Cloud-Konnektivität und kontinuierliche Innovation. Echtzeit-Zusammenarbeit, Cloud-Speicher mit OneDrive und KI-Tools wie Copilot sind exklusiv für 365-Nutzer.
Die LTSC 2024-Version enthält zwar einige Funktionen, die in den letzten Jahren zu Microsoft 365 hinzugefügt wurden – etwa neue Excel-Funktionen und verbesserte Outlook-Suche. Apps wie Microsoft Publisher fehlen jedoch, und Microsoft Teams muss separat installiert werden.
Ein Weckruf für das Patch-Management
Die aktive Ausnutzung der Lücke ist ein deutliches Signal an die LTSC-Community: Ein Long-Term Servicing Channel ist kein wartungsfreies Umfeld. Die Abwesenheit monatlicher Feature-Updates vereinfacht zwar das IT-Management, erhöht aber die Bedeutung einer robusten Strategie für Sicherheitspatches.
Die vermeintliche Stabilität kann trügerisch sein und zu Verzögerungen bei kritischen Updates führen. Dieser Vorfall zeigt, dass auch isolierte oder streng kontrollierte Systeme Teil einer dynamischen Bedrohungslandschaft sind. Angriffsvektoren wie Phishing bleiben wirksam.
Was bedeutet das für LTSC-Nutzer?
Organisationen, die am LTSC-Modell festhalten, müssen wachsam bleiben. IT-Administratoren sollten den Notfallpatch für CVE-2026-21509 sofort verteilen. Das Ereignis sollte Anlass sein, interne Sicherheitsrichtlinien und Update-Prozesse für LTSC-Installationen zu überprüfen.
Das fünfjährige Support-Fenster für Office LTSC 2024 bietet eine langfristige Grundlage. Die Sicherheit hängt jedoch von der konsequenten Installation der von Microsoft bereitgestellten Updates ab. Das Prinzip „Stabilität durch Sicherheit“ bleibt der entscheidende Leitgedanke für alle professionellen Nutzer des Long-Term Servicing Channel.
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