Der Software-Riese erweitert sein Office-Paket um intelligente Assistenten – und verlangt dafür mehr Geld.
Der Juli 2026 bringt für Unternehmen gleich mehrere Neuerungen aus Redmond. Microsoft hat nicht nur die Preise für zahlreiche Geschäftslizenzen angehoben, sondern auch eine Reihe neuer KI-Funktionen in Word, Excel und PowerPoint integriert. Besonders spannend: Eine neue Partnerschaft mit der Finanzplattform Xero ermöglicht es, direkt aus Office-Anwendungen auf Live-Finanzdaten zuzugreifen.
Neue Vorlagen und smarte Finanzintegration
Wer sein Corporate Design pflegt, bekommt frische Werkzeuge an die Hand. Die internen Markenportale wurden erweitert und bieten nun eine umfangreiche Sammlung an Word-Vorlagen – von digitalen Briefköpfen über Memos bis hin zu Namensschildern und Tischkarten. Diese ergänzen bestehende Assets für Outlook und Salesforce.
Am 2. Juli startete zudem die Integration des JAX AI Tools in Microsoft 365. Das Besondere daran: Nutzer können in Word, Excel und PowerPoint live auf ihre Finanzdaten von Xero zugreifen und Fragen dazu stellen. Die Entwickler betonen, dass diese sensiblen Daten nicht zum Training der KI-Modelle verwendet werden – ein wichtiges Signal für datenschutzbewusste Unternehmen.
Copilot wird mächtiger
Im Juni 2026 hat Microsoft die Funktionen von Microsoft 365 Copilot massiv ausgebaut. Word-Nutzer können nun zwischen verschiedenen KI-Modellen wählen und verpassen dank einer „Catchup“-Funktion keine Änderungen mehr an gemeinsamen Dokumenten. Die mobile App für iOS erlaubt jetzt die Bilderstellung direkt im Dokument sowie agentische Fähigkeiten.
Während Microsoft die KI-Funktionen in PowerPoint ausbaut, bleibt das manuelle Erstellen professioneller Designs oft zeitaufwendig. Diese kostenlosen Business-Vorlagen für Zeitstrahlen, Agenden und Mindmaps lassen sich mit wenigen Klicks personalisieren und sorgen sofort für einen professionellen Eindruck. 14 kostenlose PowerPoint-Vorlagen jetzt sichern
Auch die Konkurrenz zu PowerPoint bekommt neue Impulse: Der Brand Kit Picker hilft bei der Einhaltung von Designvorgaben, und Dateien aus SharePoint und OneDrive lassen sich nun direkt referenzieren. Für technische Anwender hat Microsoft zudem ein lästiges Problem gelöst: Die „Normal.dotm“-Vorlage speichert nicht mehr fälschlicherweise auf dem Desktop ab.
Preisschock für Unternehmen
Seit dem 1. Juli müssen Unternehmen tiefer in die Tasche greifen. Die Preiserhöhungen variieren je nach Plan:
| Plan | Neuer Preis (pro Nutzer) | Steigerung |
|---|---|---|
| Business Basic | 7 Euro | +17 % |
| Business Standard | 14 Euro | +12 % |
| Office 365 E3 | 26 Euro | +13 % |
| Microsoft 365 E3 | 39 Euro | +8 % |
| Microsoft 365 E5 | 60 Euro | +5 % |
| F1 (ohne Teams) | 2,50 Euro | +43 % |
| F3 (mit Teams) | 10 Euro | +25 % |
Besonders hart trifft es die Frontline-Pläne für Mitarbeiter ohne festen Arbeitsplatz – hier liegen die prozentualen Steigerungen mit bis zu 43 Prozent deutlich über dem Durchschnitt. Privatkunden und Bildungseinrichtungen bleiben von den Anpassungen verschont.
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Als Ausgleich erhalten E3-Abonnenten nun Defender für Office 365 Plan 1 sowie zusätzliche Intune-Funktionen. E5-Nutzer bekommen Security Copilot-Kontingente gutgeschrieben.
Wer auf Abos verzichten möchte, kann weiterhin auf Lifetime-Lizenzen setzen. Microsoft Office 2024 Professional Plus ist aktuell für rund 55 Euro erhältlich, die 2019er version sogar für knapp 20 Euro.
Handbuch für die IT-Administration
Pünktlich zum 1. Juli erschien die Ausgabe 2027 des Standardwerks „Microsoft 365 for IT Pros“. Das digitale Nachschlagewerk wurde auf vier Bände mit über 1.700 Seiten erweitert. Neu hinzugekommen sind eigene Bände zu Microsoft Purview und der Power Platform sowie ein Kapitel zur Verwaltung von KI und Agenten. IT-Profis finden darin Anleitungen zum Copilot Control System, zu agentischen Systemen und den neu eingeführten Copilot Credits – eine unverzichtbare Lektüre für alle, die die aktuellen Veränderungen im Microsoft-Universum im Griff behalten wollen.

