Ein Windows-Update macht die klassische Outlook-Version für viele Nutzer unbrauchbar. Der Zwischenfall erhöht den Druck auf den ohnehin umstrittenen, erzwungenen Umstieg auf das „New Outlook“.
Die Probleme begannen Mitte Januar 2026 mit einem kumulativen Windows-Update. Seither berichten Anwender von massiven Störungen: Das Programm friert ein, hängt sich auf oder speichert E-Mails nicht mehr. Microsoft bestätigte den Rückschritt, der vor allem Nutzer mit POP-Konten oder Cloud-basierten PST-Archiven auf OneDrive trifft. Während das Unternehmen an einer Lösung arbeitet, verschärft der Ausfall die Debatte um die geplante Abschaltung der alten Desktop-Anwendung.
Der erzwungene Abschied: Ein Fahrplan bis 2029
Microsoft verfolgt seit Jahren das Ziel, alle Nutzer auf das webbasierte „New Outlook“ umzustellen. Der Prozess ist gestaffelt:
- Seit Januar 2025 werden Nutzer von Microsoft 365 Business automatisch migriert.
- Im April 2026 folgt der große Schritt für Enterprise-Kunden.
- Ein manueller Rückwechsel ist aktuell möglich, aber nicht dauerhaft.
- Sicherheitsupdates für die klassische Version laufen bis mindestens 2029 – dann ist endgültig Schluss.
Widerstand der Profis: Fehlende Features als Stolperstein
Die Umstellung stößt vor allem bei Unternehmen auf Kritik. Der Grund: Das neue Outlook entbehrt zentrale Funktionen der alten Version. Es fehlen robuste Offline-Fähigkeiten und, besonders gravierend, die Unterstützung für COM-Add-ins.
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Diese Add-ins ermöglichen tiefe Integrationen in andere Unternehmenssoftware und individuelle Workflows. Ihr Wegfall zwingt Firmen zur aufwändigen Neuentwicklung oder Suche nach Alternativen. Für viele IT-Administratoren fühlt sich der Wechsel daher wie ein Downgrade an.
Kein Entkommen: Selbst Widerstand lohnt sich kaum
Die jüngsten Bugs machen die Lage paradox: Selbst wer am alten Outlook festhalten will, kämpft nun mit einer instabilen Software. Microsofts vorläufige Lösungsvorschläge – das Windows-Update rückgängig machen oder PST-Dateien von OneDrive verschieben – sind für sich genommen disruptive Eingriffe.
IT-Abteilungen können den automatischen Wechsel zwar vorübergehend über Gruppenrichtlinien blockieren. Doch diese Maßnahmen sind nur ein Aufschub. Microsofts Strategie ist klar: eine einheitliche, moderne Oberfläche über alle Geräte hinweg, eng verzahnt mit Microsoft 365 und KI-Features wie Copilot.
Was jetzt zu tun ist: Unternehmen unter Zugzwang
Der Countdown läuft. Spätestens mit dem Start der Enterprise-Migration im April 2026 wird der Wechsel unausweichlich. Unternehmen sollten jetzt handeln:
- Bestandsaufnahme: Welche kritischen Features, besonders COM-Add-ins, werden genutzt?
- Testphase: Das „New Outlook“ im produktiven Umfeld evaluieren.
- Migrationsplan: Alternativen für fehlende Funktionen suchen und die Umstellung projektieren.
Die Ära des klassischen Outlook geht zu Ende. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern nur noch wie reibungslos der Übergang für Millionen Nutzer gelingt.
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