Der Technologiekonzern Microsoft bereitet laut Branchenberichten eine weitere umfangreiche Entlassungswelle in seiner Spielesparte Xbox vor. Wie Berichte mit Verweis auf informierte Kreise darlegen, sollen bereits in dieser Woche hunderte zusätzliche Arbeitsplätze gestrichen werden.
Parallel dazu plant das Unternehmen offenbar eine weitreichende Konsolidierung seiner internen Entwicklungsstudios. Eine offizielle Bestätigung oder ein Dementi seitens Xbox liegt zu diesen Plänen bislang nicht vor.
Fokus auf Bethesda, Activision und Blizzard
Die angekündigten Maßnahmen betreffen laut dem Bericht vom 22. September 2026 die Publishing-Arme der Xbox Game Studios sowie die übernommenen Einheiten Bethesda, Activision und Blizzard. Insider erwarten in diesem Zusammenhang umfassende Fusionen und Restrukturierungen innerhalb dieser Organisationseinheiten.
Konkret werden Teams von Activision, Bethesda/ZeniMax, Blizzard, King und Mojang als betroffene Einheiten genannt. Die offizielle Ankündigung des Stellenabbaus soll demnach für den 23. September 2026 geplant sein.
Besonders im Blickpunkt steht dabei Blizzard Entertainment. Während die Sparte bei einer vorangegangenen Entlassungswelle im Juli weitgehend verschont geblieben war, gelten Kürzungen dort nun als unmittelbar bevorstehend.
Diese Entwicklungen fallen in eine Zeit, in der Gewerkschaftsbestrebungen bei Blizzard rund 1.900 Mitarbeiter erfassen. Trotz der personellen Einschnitte sollen bereits angekündigte Projekte, darunter Titel wie StarCraft (geplant für 2030), Diablo V und World of Warcraft: Forever, laut dem Bericht nicht gestrichen werden.
Strategische Neuausrichtung des Halo-Franchise
Ein wesentlicher Teil der Konsolidierung betrifft offenbar die Halo Studios. Informationen von Branchen-Insidern zufolge soll das Franchise künftig unter dem Dach von Activision Blizzard King (ABK) geführt werden.
Microsoft plant laut Branchenberichten die zweite große Kürzungswelle des Jahres in der Xbox-Sparte — hunderte Stellen sollen diese Woche fallen, mehrere Studios konsolidiert werden. Wer Gaming-Engagements steuert, braucht jetzt Klarheit über die betroffenen Einheiten und Marken. Kostenlose Analyse der Xbox-Restrukturierung anfordern
Die Halo Studios, die zuletzt für Halo: Campaign Evolved verantwortlich zeichneten, seien von der neuen Entlassungsrunde direkt betroffen. Bereits im laufenden Jahr hatte das Studio nach enttäuschenden Verkaufszahlen eine Reduzierung der Belegschaft hinnehmen müssen.
Innerhalb der neuen Struktur unter ABK werden verschiedene Entwicklungsmodelle für die Zukunft von Halo geprüft. Diskutiert werden demnach rotierende interne Teams für Kampagnen und Multiplayer-Inhalte oder der Wechsel zu einem Live-Service-Modell. Es bleibt unklar, ob die Halo Studios als eigenständige Einheit erhalten bleiben oder vollständig in die ABK-Struktur integriert werden.
Fortsetzung eines langfristigen Sparkurses
Die aktuellen Maßnahmen sind Teil einer bereits im Juli 2026 durch CEO Asha Sharma angekündigten Restrukturierung. Sharma bezeichnete die Pläne als den bedeutendsten Umbau in der Geschichte von Xbox und kündigte einen Reset für das Content-Portfolio und die Team-Operationen an. Ziel sei es, im Geschäftsjahr 2027 rund 3.200 Stellen abzubauen, da das Geschäft derzeit nicht gesund sei und die Margen deutlich unter denen der Wettbewerber lägen.
Bereits im Juli 2026 wurden 1.600 Stellen gestrichen und fünf Studios aus dem Xbox-Verbund gelöst. Während Compulsion Games und Double Fine wieder in die Unabhängigkeit wechselten, wurden Ninja Theory und Undead Labs von neuen Eigentümern übernommen. In dieser ersten Phase waren vor allem ZeniMax Online und id Software von Entlassungen betroffen.
Blizzard galt im Juli noch als verschont — nun gelten Kürzungen dort laut Insidern als unmittelbar bevorstehend, während rund 1.900 Mitarbeiter gewerkschaftlich organisiert sind. Dieser Leitfaden ordnet die Risiken für Studio-Autonomie und Projekt-Pipelines ein, bevor die offizielle Ankündigung kommt. Risiko-Überblick zu den Xbox-Kürzungen sichern
Der anhaltende Personalabbau folgt auf ein schwieriges Vorjahr für die Spielesparte. Im Jahr 2025 wurden bei Microsoft bereits 9.000 Stellen gestrichen, wovon Xbox stark betroffen war. In diesem Zuge wurden Projekte wie das Perfect-Dark-Reboot und Rare’s Everwild eingestellt.
Trotz eines Zuwachses von über 200 Millionen neuen Spielern im Geschäftsjahr 2026 betonte die Unternehmensführung, dass das Geschäft nicht im gleichen Maße mit dem Publikum gewachsen sei. Eine Rückkehr zum Wachstum wird seitens der Geschäftsführung bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027 erwartet.

