Microsoft PowerToys 0.99.1: Neue Tools steuern Monitore und Fenster

Power Display und Grab and Move erleichtern die Steuerung mehrerer Bildschirme in Windows 10 und 11.

Microsoft erweitert seine kostenlose PowerToys-Sammlung um zwei revolutionäre Funktionen. Power Display und Grab and Move machen das Leben mit mehreren Bildschirmen deutlich einfacher.

Der neueste Release der Open-Source-Suite bringt eine lang ersehnte Funktion mit: Power Display erlaubt es Nutzern, Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur ihrer Monitore direkt aus der Windows-Taskleiste zu steuern. Bislang war dafür das lästige Hantieren mit den kleinen Tasten an der Rückseite des Bildschirms nötig – oder der Griff zu oft unzuverlässiger Drittanbieter-Software.

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Helligkeit per Mausklick

Power Display befindet sich noch in der Vorschauphase, funktioniert aber bereits beeindruckend. Ein Klick auf das neue Symbol in der Taskleiste öffnet ein Flyout-Menü, das alle angeschlossenen Monitore erkennt. Vorausgesetzt, die Hardware unterstützt die standardisierten Kommunikationsprotokolle, erscheinen dort Schieberegler für Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur. Sogar die Lautstärke von Monitoren mit integrierten Lautsprechern lässt sich so regeln.

Besonders praktisch: Das Tool erlaubt das Erstellen von Profilen. Ein helles Setting für den Tag, ein wärmeres für den Abend – und per Klick wird umgeschaltet. Noch raffinierter: Power Display arbeitet mit dem bestehenden „Light Switch“-Tool zusammen und passt die Monitor-Hardware automatisch an den Wechsel zwischen hellem und dunklem Windows-Modus an.

Fenster steuern wie unter Linux

Mit Grab and Move holt Microsoft eine Funktion nach Windows, die Linux-Nutzer seit Jahren lieben. Bislang musste man in Windows ein Fenster exakt an der Titelleiste packen, um es zu verschieben – auf hochauflösenden Bildschirmen eine echte Geduldsprobe.

Die neue Funktion ändert das grundlegend: Hält man die Alt-Taste gedrückt, kann man mit der linken Maustaste irgendwo in das Fenster klicken und es verschieben. Ein Rechtsklick bei gedrückter Taste erlaubt das sofortige Vergrößern oder Verkleinern – von jedem Punkt im Fenster aus. Wer die Alt-Taste bereits für andere Shortcuts nutzt, kann stattdessen die Windows-Taste als Auslöser festlegen.

Modernisierung und neue Helfer

Die Suite wächst weiter – mittlerweile umfasst sie 28 verschiedene Werkzeuge. Mit Version 0.99.1 wurde der Bildgrößen-Anpasser (Image Resizer) auf die moderne WinUI 3-Oberfläche umgestellt, die sich optisch nahtlos in Windows 11 einfügt.

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Auch die Befehls-Palette und das Dock wurden aufgewertet: Ein dauerhafter Taschenrechner-Verlauf erlaubt das Speichern und Wiederverwerten früherer Berechnungen. Zudem lassen sich jetzt Windows-Terminal-Profile mit eigenen Icons an das Dock anheften.

Für Barrierefreiheit sorgt ein Update der ZoomIt-Funktion: Sie unterstützt nun scrollende Screenshots, mit denen sich lange Webseiten oder Dokumente in einem Durchgang erfassen lassen.

Weniger RAM-Verbrauch in Sicht

Mit der wachsenden Zahl an Tools wächst auch der Ressourcenhunger. Viele PowerToys halten derzeit „warme“ Prozesse im Hintergrund bereit, um sofort reagieren zu können. Ein neuer Vorschlag auf GitHub sieht einen „Low Memory Mode“ vor: Nicht genutzte Module sollen sich dann komplett herunterfahren und erst bei Bedarf neu starten. Das könnte vor allem Nutzern mit Mittelklasse-Hardware entgegenkommen.

Verfügbarkeit und Ausblick

Version 0.99.1 gilt als Vorbereitung auf das große v0.100-Release, das eine komplett überarbeitete Shortcut-Übersicht und ein schlankeres Erweiterungs-Management bringen soll.

Die neuen Funktionen stehen ab sofort für Windows 10 und Windows 11 zur Verfügung. Die Installation erfolgt über das PowerToys-Menü, den Microsoft Store oder per Windows Package Manager. Power Display und Grab and Move sind vorerst als Preview-Features gekennzeichnet – Microsoft bittet Nutzer um Rückmeldungen zur Hardware-Kompatibilität und möglichen Konflikten mit bestehenden Tastenkombinationen.