Microsoft schafft SMS-Codes ab: Passkeys ersetzen unsichere Authentifizierung

Schwerer Ausfall legt Microsoft Teams und Office-Webversionen lahm. Zudem kündigt der Konzern das Ende der SMS-Authentifizierung an.

Der Zugriff auf Microsoft Teams und die Webversionen von Office war über Stunden hinweg blockiert. Besonders betroffen waren Excel und PowerPoint im Browser – Nutzer sahen lediglich die Meldung, dass die Online-Dienste derzeit nicht verfügbar seien.

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Störung behoben – Ursachenforschung läuft

Microsoft registrierte den Vorfall als Incident MO1329446, nachdem die Fehlerraten in den eigenen Systemen explosionsartig angestiegen waren. Die Techniker gingen sofort von einem plattformübergreifenden Problem aus. Gegen 19:36 Uhr MESZ am Montag konnten die Dienste schließlich wiederhergestellt werden. Eine detaillierte Ursachenanalyse läuft derzeit auf Hochtouren – schließlich will der Konzern ähnliche Ausfälle in Zukunft vermeiden.

Outlook macht Probleme: Von Spam-Fehlern bis zu leeren Seiten

Doch damit nicht genug: Auch der E-Mail-Client Outlook bereitete seinen Nutzern am heutigen Tag erhebliche Kopfschmerzen. Anwender von Outlook für Mac stießen auf eine rätselhafte Fehlermeldung – ein „unbekannter Fehler“ machte die Arbeit unmöglich. Experten sehen die Ursachen in beschädigten Profilen, defekten OLM-Dateien oder Synchronisationsproblemen mit Exchange und Office 365. Abhilfe sollen neu aufgebaute Profile oder spezielle Datenrettungstools schaffen.

Parallel dazu versagten offenbar die Spam-Filter von Outlook ihren Dienst. Deaktivierte Filter, falsche Absender-Konfigurationen oder korrupte PST-Dateien wurden als mögliche Auslöser identifiziert. Ein besonders ärgerliches Problem: Dokumentlinks zu SharePoint und OneDrive, die über Outlook verschickt wurden, öffneten sich als leere weiße Seiten. Microsoft rät, die Link-Einstellungen in der Anwendung anzupassen und alle Office-Apps auf den neuesten Stand zu bringen.

Sicherheitsrevolution: Microsoft schafft SMS-Codes ab

Am selben Tag kündigte Microsoft eine grundlegende Neuausrichtung seiner Sicherheitsstrategie für Privatkonten an. Der Konzern will die SMS-Codes als Methode zur Anmeldung und Kontowiederherstellung komplett abschaffen – betroffen sind Outlook, OneDrive, Windows, Xbox und Microsoft 365.

Der Schritt kommt nicht überraschend. SMS-basierte Authentifizierung gilt als anfällig für SIM-Swapping und Phishing-Angriffe. Microsoft setzt künftig auf sicherere Alternativen wie Passkeys und bestätigte E-Mail-Adressen. Ein konkretes Datum für die komplette Abschaltung der SMS-Option steht allerdings noch nicht fest.

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Milliarden-Investition in KI-Infrastruktur

Parallel zu den technischen Turbulenzen gab es auch positive Nachrichten: Die Firma Iren Limited (ehemals Iris Energy) sicherte sich Finanzmittel in Höhe von 3,65 Milliarden Euro für den Ausbau ihrer KI-Rechenzentren. Die Finanzierung, bestehend aus einer Privatplatzierung in den USA und einem Term Loan, steht im Zusammenhang mit einem bestehenden Liefervertrag mit Microsoft. Ziel ist es, bis Ende 2026 eine KI-Cloud-Kapazität von 480 Megawatt aufzubauen.

Insider-Bedrohungen: Kosten explodieren

Aktuelle Branchendaten zeigen zudem eine alarmierende Entwicklung im Bereich der Datensicherheit. Insider-Vorfälle kosten Unternehmen mittlerweile durchschnittlich 19,5 Millionen Euro pro Jahr – ein Anstieg von 20 Prozent innerhalb von nur zwei Jahren. Experten warnen, dass traditionelle Methoden zur Datenverlustprävention nicht mehr ausreichen. Die Industrie setzt deshalb zunehmend auf verhaltensbasierte Künstliche Intelligenz, um Unternehmensnetzwerke zu schützen.