Microsoft Security Exposure Management: Automatisierte Angriffspfad-Analyse startet

Microsofts neue Plattform zur Sicherheitsrisiko-Analyse ist für Unternehmen verfügbar. Sie priorisiert Schwachstellen in Multi-Cloud-Umgebungen automatisiert.

Der Softwarekonzern Microsoft hat mit dem aktiven Enterprise-Rollout seiner neuen Security Exposure Management Plattform begonnen. Das System zielt darauf ab, die zunehmende Komplexität moderner IT-Infrastrukturen durch eine integrierte Analyse von Angriffspfaden und eine automatisierte Erfassung von digitalen Vermögenswerten (Assets) beherrschbar zu machen. Damit reagiert das Unternehmen auf die Herausforderung vieler Organisationen, die Priorisierung von Sicherheitsrisiken in hybriden Umgebungen effizient zu gestalten.

Ganzheitliche Risikoerkennung durch Asset-Discovery

Kernstück der neuen Lösung ist die Kombination aus einer umfassenden Asset-Discovery und einer detaillierten Analyse potenzieller Angriffspfade. Während herkömmliche Sicherheitstools oft isolierte Datenpunkte liefern, führt die Plattform diese Informationen zusammen, um die kritischsten Schwachstellen innerhalb einer Unternehmensinfrastruktur zu identifizieren. Durch die Verknüpfung der verschiedenen Datenquellen soll ein realistisches Bild der Bedrohungslage entstehen, das über reine Schwachstellen-Scans hinausgeht.

Die Plattform identifiziert dabei nicht nur vorhandene Geräte, Identitäten und Anwendungen, sondern bewertet auch deren Relevanz für den Geschäftsbetrieb. Ziel ist es, den Verantwortlichen in der IT-Sicherheit eine Entscheidungsgrundlage zu bieten, welche Risiken aufgrund ihrer potenziellen Auswirkungen zuerst adressiert werden müssen.

Fokus auf Multi-Cloud-Umgebungen

Ein wesentliches Merkmal der Security Exposure Management Plattform ist ihre Auslegung auf Multi-Cloud-Strategien. Microsoft trägt damit dem Umstand Rechnung, dass moderne Enterprise-Umgebungen selten auf einen einzigen Anbieter beschränkt sind. Die Plattform bietet Sichtbarkeit über verschiedene Cloud-Ökosysteme hinweg und integriert neben der hauseigenen Cloud Azure auch Dienste von Drittanbietern wie Amazon Web Services (AWS) und die Google Cloud Platform (GCP).

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Die Priorisierung von Schwachstellen erfolgt dabei nach einem kontextbezogenen Ansatz. Hierbei berücksichtigt das System die tatsächliche Erreichbarkeit eines Assets aus dem Internet sowie dessen spezifische Kritikalität für das Unternehmen. Ein Server, der sensible Kundendaten enthält und direkt über das öffentliche Netzwerk zugänglich ist, wird somit höher eingestuft als ein isoliertes System mit geringerer Bedeutung.

Automatisierte Graph-Modellierung zur Pfadanalyse

Zur technischen Umsetzung der Risikoanalyse setzt Microsoft auf eine automatische Graph-Modellierung. Diese Technologie ermöglicht es, die komplexen Beziehungen und Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Assets, Identitäten und Berechtigungen visuell und analytisch darzustellen. Auf diese Weise können potenzielle Angriffspfade aufgezeigt werden, die ein Angreifer nutzen könnte, um von einem weniger geschützten Punkt tief in das Firmennetzwerk einzudringen.

Durch diese Modellierung wird die Sichtbarkeit innerhalb der Infrastruktur deutlich erhöht. Sicherheitsteams können so proaktiv untersuchen, welche Pfade zu besonders sensiblen Daten führen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten, bevor eine reale Bedrohung entsteht. Die Plattform automatisiert dabei einen Großteil der Datenaufbereitung, was die manuelle Analysearbeit für Sicherheitsanalysten reduziert und die Reaktionsgeschwindigkeit auf neue Bedrohungslagen erhöhen soll.

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Mit der Bereitstellung dieser Funktionen für Enterprise-Kunden positioniert sich Microsoft weiter als Anbieter von integrierten Sicherheitslösungen, die über die reine Betriebssystem-Absicherung hinausgehen und den gesamten Lebenszyklus der Cyber-Exponiertheit in modernen Cloud-Architekturen abdecken.