Microsofts radikaler Wechsel zu passwortlosen Standard-Konten markiert 2025 einen Meilenstein im Kampf gegen Cyberangriffe. Die Bilanz nach einem Jahr fällt positiv aus.
Der Tech-Riese hat die Anmeldung für alle neuen Nutzerkonten grundlegend verändert. Statt eines Passworts werden nun standardmäßig sogenannte Passkeys verwendet. Diese nutzen biometrische Verfahren wie Gesichtserkennung oder Fingerabdruck-Scans. Für die IT-Sicherheitsbranche gilt dieser Schritt als wegweisend im Kampf gegen Phishing und Identitätsdiebstahl.
Passwort-Ära für Neukunden beendet
Seit Mai 2025 müssen sich neue Microsoft-Nutzer nicht mehr durch die Erstellung komplexer Passwörter kämpfen. Das System erkennt automatisch die sicherste verfügbare Anmelde-Methode auf dem Gerät. In den meisten Fällen wird sofort ein Passkey erstellt.
„Das ist ein entscheidender Schritt, um passwortbasierte Angriffe auszuschalten“, erklärten Microsoft-Manager bereits bei der Ankündigung. Die Strategie zeigt Wirkung: Millionen neuer Konten sind von Beginn an gegen Brute-Force-Angriffe und gestohlene Login-Daten immun.
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Einfache Bedienung treibt Akzeptanz
Der Erfolg der Umstellung basiert auf einer durchdachten Benutzerführung. Der Anmeldevorgang priorisiert klar Passkeys und Authenticator-Apps. Versucht ein Nutzer sich einzuloggen, erscheint nicht mehr das Passwortfeld, sondern die Aufforderung zur biometrischen Prüfung.
Auch Bestandskunden profitieren: Sie können ihr Passwort freiwillig in den Kontoeinstellungen entfernen. Sicherheitsexperten raten dringend dazu, um veraltete Sicherheitslücken zu schließen. Die Umstellung senkt die Hürden für sicheres Login erheblich.
So funktionieren die sicheren Passkeys
Die Technologie hinter der Revolution kommt von der FIDO Alliance. Im Gegensatz zu Passwörtern, die auf Servern gespeichert werden, basieren Passkeys auf einem kryptografischen Schlüsselpaar. Der private Schlüssel bleibt sicher auf dem Nutzergerät, nur der öffentliche wird beim Dienstleister hinterlegt.
Dieses Prinzip macht Phishing praktisch unmöglich. Selbst täuschend echte Fake-Login-Seiten scheitern, weil der Passkey an die echte Domain gebunden ist. Die Zahlen sprechen für sich: Über 15 Milliarden Nutzerkonten bei Microsoft, Google und Apple unterstützen bereits Passkeys.
Unternehmen folgen dem Trend
Die Auswirkungen reichen weit über Privatanwender hinaus. Die gewohnte passwortlose Anmeldung im Privatleben beschleunigt auch die Akzeptanz in Unternehmen. Mitarbeiter werden so zu natürlichen Verbündeten für höhere IT-Sicherheitsstandards.
Für 2026 steht die Verbesserung der Interoperabilität im Fokus. Wie Nutzer ihre Konten zwischen verschiedenen Ökosystemen – etwa von iOS zu Android – übertragen können, bleibt eine Entwicklungsaufgabe. Doch der Trend ist unumkehrbar: Das traditionelle Passwort wird zum Auslaufmodell.
Die Botschaft der IT-Sicherheitsexperten ist eindeutig. Die jahrelang prophezeite passwortlose Zukunft ist für Millionen Microsoft-Nutzer bereits gelebte Realität. Der Standard für sicheres Login hat sich grundlegend gewandelt.
PS: Auch wenn Passkeys viele technische Angriffsvektoren schließen, bleiben menschliche Fehler und gezielte Social‑Engineering-Angriffe eine Gefahr — vor allem in Unternehmen. Das Anti‑Phishing‑Paket liefert praxiserprobte Vorlagen für Schulungen, Checklisten zur E‑Mail‑Prüfung und konkrete Implementierungsschritte für technische und organisatorische Schutzmaßnahmen. So erhöhen Sie die Kontensicherheit ergänzend zur Passkey‑Umstellung. Kostenlosen Anti‑Phishing‑Guide anfordern





