Microsoft trennt den veralteten .NET Framework 3.5 von Windows. Ab kommenden Hauptversionen müssen Nutzer die Technologie für alte Programme manuell nachinstallieren. Der Schritt leitet das Ende der Ära für die fast 20 Jahre alte Plattform ein.
Strategischer Push für moderne Entwicklung
Hinter der Änderung steckt ein klares Ziel: Microsoft drängt Entwickler und Unternehmen zur Migration auf aktuelle Plattformen. Der .NET Framework 3.5, der auch .NET 2.0 und 3.0 umfasst, erreicht am 9. Januar 2029 sein endgültiges Support-Ende. Bisher ließ sich die Komponente einfach über „Windows-Features aktivieren oder deaktivieren“ einschalten.
Doch diese Integration gehört der Vergangenheit an. Ab dem Windows 11 Insider Preview Build 27965 wird das Framework nur noch als separater Installer verfügbar sein. Für aktuelle Windows-11- und Windows-10-Versionen ändert sich zunächst nichts. Doch der Weg ist vorgezeichnet.
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Folgen für Unternehmen und IT-Abteilungen
Die Umstellung hat praktische Konsequenzen, besonders für die professionelle IT-Landschaft. Ganze Workflows müssen angepasst werden. Die bisherige Methode, .NET 3.5 via Deployment Image Servicing and Management (DISM) in Windows-Images zu integrieren, funktioniert nicht mehr.
Stattdessen müssen Administratoren den neuen Standalone-Installer in ihre Bereitstellungsprozesse einbauen. Microsoft verspricht zwar Unterstützung für automatisierte Installationen per Kommandozeile. Doch der Aufwand für die IT steigt.
Mitbetroffen sind weitere Komponenten, die auf .NET 3.5 aufbauen. Dazu gehören ASP.NET 3.5 und verschiedene Windows Communication Foundation (WCF)-Aktivierungsdienste. Unternehmen mit älteren Webanwendungen müssen handeln.
Klare Migrationspfade vorgegeben
Was bedeutet das für Entwickler? Microsoft empfiehlt zwei Wege: Entweder die Migration auf das moderne .NET (aktuell Version 9) oder ein Update auf den noch unterstützten .NET Framework 4.8.1. Für komplexe Fälle bietet Microsoft Unterstützung durch Programme wie FastTrack App Assure.
Die Botschaft ist eindeutig: Die Ära der Legacy-Technologien geht zu Ende. Microsoft zieht eine klare Trennlinie zwischen seiner zukunftsfähigen .NET-Plattform und veralteten Frameworks. Das soll Sicherheitsrisiken minimieren und den Wartungsaufwand reduzieren.
Was Nutzer jetzt erwarten können
Für Anwender ändert sich die Erfahrung konkret: Versucht jemand auf einem zukünftigen Windows-System eine alte Anwendung zu starten, erscheint künftig der Program Compatibility Assistant. Dieser leitet zur Installationsanleitung für .NET 3.5 weiter.
Die manuelle Installation bleibt also möglich – sie wird nur bewusst umständlicher gestaltet. Ein klarer Wink mit dem Zaunpfahl an alle, die noch Software aus der Ära vor 2010 nutzen. Die detaillierte Anleitung und den neuen Installer stellt Microsoft auf Microsoft Learn bereit.
Die Uhr tickt: Bis zum Support-Ende 2029 bleiben noch knapp drei Jahre Zeit für die Modernisierung. Microsofts Schritt heute macht deutlich, dass Legacy-Support im Betriebssystem der Zukunft keinen Platz mehr hat.
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