Microsoft stellt die Windows-Desktop-Version seines Präsentationstools Sway ein. Ab Juni 2026 gibt es nur noch die Web-Version.
Der Tech-Riese vollzieht einen konsequenten Schritt hin zur Cloud. Die Desktop-Anwendung „Sway for Windows“ wird am 1. Juni 2026 offiziell eingestellt. Nutzer müssen dann auf die browserbasierte Version unter sway.cloud.microsoft wechseln. Microsoft begründet den Schritt mit dem Wunsch, die Nutzererfahrung zu vereinheitlichen und zu modernisieren.
Strategiewechsel: Alles für die Web-Plattform
Die Ankündigung, die bereits Anfang Januar im Microsoft 365 Admin Center veröffentlicht wurde, markiert das Ende einer Ära. Für Nutzer soll der Übergang nahtlos verlaufen: Alle bestehenden „Sways“ – also Präsentationen und Projekte – bleiben erhalten und sind über den Browser mit gleichem Funktionsumfang erreichbar.
Warum dieser radikale Schnitt? Microsoft will Entwicklungskapazitäten bündeln. Statt zwei Versionen – Desktop und Web – parallel zu pflegen, konzentriert sich das Unternehmen nun voll auf die browserbasierte Plattform. Das ermöglicht schnellere Updates und eine konsistentere Erfahrung auf allen Geräten. Ein typischer Trend in der Software-Branche, den auch andere Anbieter wie Google seit Jahren verfolgen.
Viele Anwender merken erst beim Umstieg zur Web‑Version, dass sich die wichtigsten Office‑Funktionen im Browser genauso nutzen lassen wie lokal — und sich dabei Kosten sparen lassen. Unser Gratis‑Report erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Word, Excel, PowerPoint und Sway im Browser einrichten, wie OneDrive die Zusammenarbeit erleichtert und welche Einstellungen Sie vor dem Wechsel prüfen sollten, damit keine Daten verloren gehen. Ideal für Privatnutzer und IT‑Teams. Jetzt kostenlosen Office‑Web‑Guide sichern
Was bedeutet das für die Nutzer?
Für die meisten Anwender ändert sich wenig mehr als ihre Gewohnheit. Statt die Desktop-App zu starten, öffnen sie künftig einfach ihren Browser. Die Funktionalität bleibt identisch. Für IT-Abteilungen und Administratoren bedeutet die Umstellung jedoch Arbeit: Sie müssen interne Dokumentationen, Schulungsmaterialien und Helpdesk-Prozesse aktualisieren, um reibungslose Abläufe zu gewährleisten.
Microsoft betont, dass der Dienst selbst weiterlebt und sogar von der Fokussierung profitieren soll. Durch die Konzentration auf eine einzige Codebasis können neue Features, möglicherweise auch KI-gestützte Funktionen via Copilot, schneller integriert werden.
Sway: Eine Nische findet ihr Zuhause im Web
Sway startete 2014 als cloud-natives Tool für einfache, visuell ansprechende Präsentationen. Es positionierte sich als agile Alternative zum schwergewichtigen PowerPoint, besonders beliebt bei Lehrern, Studenten und für schnelle interne Reports. Seine Stärke: Texte, Bilder und Videos automatisch in ein responsives Design zu packen, das auf jedem Bildschirm gut aussieht.
Die Einstellung der Windows-App folgt einer ähnlichen Entscheidung von 2018, als die iOS-Version eingestellt wurde. Sie unterstreicht Microsofts klare Strategie: Für Nischen-Tools mit vergleichsweise kleiner Nutzerbasis lohnt der Aufwand für native Desktop-Apps nicht mehr. Die Zukunft liegt in der Cloud und im Browser.
Nutzer der Desktop-App sollten den Wechsel daher nicht als Ende, sondern als natürliche Weiterentwicklung sehen. Die Vorbereitung ist simpel: Einfach das Lesezeichen für die Web-Oberfläche setzen und gewohnt weiterarbeiten.
PS: Die Umstellung auf browserbasierte Office‑Tools geht leichter, als viele denken. Unsere praktische Checkliste begleitet Sie beim Einrichten von Sway im Browser, erklärt das Setzen von Lesezeichen, OneDrive‑Backup und Kollaborationseinstellungen – inklusive konkreter Tipps für IT‑Abteilungen zur internen Schulung und schnellen Dokumentations‑Updates. Kostenloser Download per E‑Mail, auch ohne Newsletter. Hier Office‑im‑Web‑Checkliste anfordern





