Microsoft Teams: Bis zu 99 Sicherheitskontexte für einzelne Meetings

Teams erhält eine Geräuschfilterung mit Stimmprofil, feinere Meeting-Kontrollen und getrennte Richtlinien für KI und Transkription.

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Microsoft hat mit Voice Isolation eine KI-gestützte Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen für Teams eingeführt und baut gleichzeitig die administrativen Kontrollmöglichkeiten für Besprechungen deutlich aus.

Die neue Audiofunktion filtert störende Geräusche heraus und erfordert dafür ein persönliches Stimmprofil der Anwender. Microsoft verzeichnet für seine Kollaborationsplattform nach eigenen Angaben inzwischen weltweit über 320 Millionen monatlich aktive Nutzer.

Granularer Conditional Access für einzelne Meetings

Parallel zur Einführung der Sprachisolation erweitert das Unternehmen die Sicherheitsoptionen für Besprechungen. Über den Microsoft Entra Conditional Access können Administratoren künftig bis zu 99 Authentifizierungskontexte (c1 bis c99) bereitstellen, sofern diese mit der Option zur App-Veröffentlichung freigegeben sind.

Auf dieser Grundlage können Besprechungsorganisatoren für einzelne Meetings spezifische Sicherheitsanforderungen festlegen. Dazu zählen unter anderem der Zwang zu Multi-Faktor-Authentifizierung, die Nutzung konformer Endgeräte oder bestimmte Standortvorgaben.

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Während die IT-Administration festlegt, welche Kontexte überhaupt zur Verfügung stehen, weisen die Organisatoren diese den jeweiligen Besprechungen zu.

Die weltweite öffentliche Testphase (Public Preview) soll Ende November 2026 starten. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für Anfang bis Ende Januar 2027 auf den Plattformen Android, Desktop, iOS, Mac und im Web vorgesehen. Ohne explizite Konfiguration treten keine Änderungen in Kraft; detaillierte Angaben zu notwendigen Lizenzvoraussetzungen liegen bislang nicht vor.

Aufteilung der Richtlinien für KI und Transkription

Zudem strukturiert Microsoft die Richtlinienverwaltung für Besprechungs-KI um. Die bisherige Copilot-Richtlinie wird durch zwei getrennte Parameter abgelöst: Die Einstellung MeetingAI steuert Funktionen wie Copilot, Facilitator sowie Intelligent Recap, während TranscriptionWithMeetingAI festlegt, ob bei aktivierter Besprechungs-KI automatisch eine Transkription erfolgt.

Der weltweite Rollout beginnt Mitte November und soll bis Anfang Dezember 2026 abgeschlossen sein, beginnend mit Kunden im Targeted Release. Bestehende Einstellungen für Copilot übernimmt das System einmalig automatisch.

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In den Besprechungsoptionen ersetzt künftig die Auswahl zur Verwaltung der KI die bisherige Freigabe für Copilot und Facilitator. Eine weitere Einstellung regelt, wer die KI-Funktionen nutzen darf. Organisatoren bestimmen dabei über den Start der Transkription und die Erstellung von Zusammenfassungen.

Wird MeetingAI administrativ deaktiviert, wird automatisch auch die Transkription abgeschaltet, und die Verwaltungsoption lässt sich nicht mehr zuweisen. Administratoren müssen bestehende PowerShell-Skripte, Reporting-Tools und Überwachungsprozesse auf die neuen Richtlinienbezeichnungen anpassen.

Monitoring von Anrufaktivitäten und bestehende Meeting-Tools

Für die Sicherheitsanalyse bindet Microsoft Besprechungsdaten enger an bestehende Sicherheitslösungen an. Anfang bis Mitte November 2026 wird die Tabelle CallActivityEvents im Advanced Hunting von Microsoft Defender XDR allgemein verfügbar. Damit können Administratoren Teams-Anrufaktivitäten direkt auswerten. Voraussetzung für diese Funktion ist eine Lizenz für Microsoft Defender for Office 365 Plan 2.

Die Neuerungen ergänzen bestehende Werkzeuge der Plattform: Die Live-Transkription steht bereits seit 2021 zur Verfügung und arbeitet laut Microsoft in nahezu Echtzeit. Unternehmensangaben zufolge werden diese Daten nicht gespeichert und nicht für das Training von KI-Modellen herangezogen.

Seit Mitte 2025 können Organisatoren in geplanten Besprechungen zudem einen Countdown-Timer von maximal 100 Minuten einsetzen, der in spontanen Anrufen, Webinaren oder Live-Events nicht unterstützt wird.