Microsoft Teams: Chat-Wechsel wird 20% schneller

Microsoft verbessert Teams-Performance und erlaubt Offline-Anhänge im neuen Outlook. KI-Agent Copilot Cowork ist nun allgemein verfügbar.

Der Software-Riese Microsoft hat seine Produktivitäts-Apps für Juni 2026 mit entscheidenden Performance-Verbesserungen versehen. Besonders Microsoft Teams profitiert von schnellerem Chat-Wechsel, während das neue Outlook für Windows endlich Offline-Anhänge unterstützt. Die Updates sind Teil des anhaltenden Umbaus von klassischen zu modernen, webbasierten Architekturen – ein Prozess, der nicht ohne Hürden bleibt.

Teams wird flotter – Speicherfresser bleibt

Mit dem aktuellen Update (Build 1.7.00.16254) reagiert Microsoft auf die größten Nutzerbeschwerden. Die Zeit zum Wechseln zwischen Chats sinkt um 20 Prozent – von 2,1 auf 1,7 Sekunden. Auch lästige Abstürze und Ruckler beim Scrollen sollen der Vergangenheit angehören.

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Bei Videoanrufen in 720p reduziert sich die sogenannte Glas-zu-Glas-Verzögerung um 15 Prozent. Und die Audio-Ausfälle? Die gingen um zwölf Prozent zurück. Klingt nach einem soliden Schritt nach vorne.

Doch der Speicherhunger bleibt. Teams frisst in vielen Szenarien weiterhin über ein Gigabyte RAM – ein Problem der WebView2-Architektur. Microsoft arbeitet bereits an einem experimentellen Low-Memory-Modus. Ob der die Rettung bringt? Das wird sich zeigen.

Neues Outlook: Endlich offline arbeiten können

Ein lang ersehnter Wunsch vieler Nutzer wird wahr: Seit Juni 2026 lassen sich im neuen Outlook für Windows auch E-Mails mit Anhängen offline verfassen. Die Funktion (interne ID 138755) war seit Oktober 2025 in der Testphase.

Die Nachrichten landen zunächst im lokalen Cache und werden automatisch versendet, sobald die Internetverbindung wieder steht. Ein Segen für Vielreisende oder alle, die in Gegenden mit schwachem Netz arbeiten.

IT-Administratoren können die neuen Funktionen über spezielle Mailbox-Richtlinien steuern. Für August 2026 ist zudem ein Unified Inbox geplant, der alle Postfächer zusammenfasst. Auch die Unterstützung für .PST-Dateien und verbesserte Serienbriefe stehen auf der Agenda.

Architektur-Kampf: Neu gegen Alt

So modern das neue Outlook daherkommt – im Vergleich zur klassischen Version hat es noch Luft nach oben. Die webbasierte Architektur startet zehn separate Prozesse über WebView2. Das alte Outlook? Kommt mit einem einzigen Prozess aus.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Leerlauf schluckt die neue Version zwischen 490 und 636 Megabyte RAM. Die klassische Variante begnügt sich mit 117 bis 148 Megabyte. Auch bei Benachrichtigungen hakt es: Beim Öffnen von E-Mails über Desktop-Alerts vergehen rund zehn Sekunden – die alte Version reagiert praktisch sofort.

Kein Wunder also, dass Microsoft die Pflicht-Migration für Unternehmen auf das neue Outlook verschoben hat. Stichtag ist nun März 2027.

KI-Agenten erobern Microsoft 365

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Am 16. Juni 2026 ging zudem Copilot Cowork in die allgemeine Verfügbarkeit. Der cloudbasierte KI-Agent erledigt eigenständig langlaufende Aufgaben – von Datenanalysen bis zur Berichterstellung in Teams, Outlook und Excel. In der Testphase bewältigte er über zwei Millionen Aufgaben mit einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von 18 Minuten.

Auf der Fachmesse InfoComm 2026 am 17. Juni präsentierte Microsoft außerdem neue KI-gesteuerte Hardware-Integrationen. Teams Rooms sollen zu KI-Workflow-Hubs werden – mit Sprachagenten für Transkription und Zusammenfassung. Partner wie Crestron, Extron und Q-SYS sind mit im Boot.

Um die neuen Funktionen abzusichern, hat Microsoft seine Governance-Tools aktualisiert. Aktivitäten von KI-Agenten werden nun im Purview-Compliance-Framework und in den Sentinel-Aktivitätslogs erfasst – ein wichtiger Schritt für Datenschutz und Berechtigungsmanagement.