Microsoft Teams wird zum internen Talent-Netzwerk: Ab März 2026 zeigt die Kollaborationsplattform die beruflichen Fähigkeiten der Kollegen direkt im Profil an. Die Integration soll die Suche nach Expertise im Unternehmen so einfach machen wie das Stöbern auf LinkedIn.
Die neue Funktion erweitert das bestehende KI-gesteuerte „People Skills“-Feature von Microsoft 365. Künftig sehen Mitarbeiter in den Profilkarten innerhalb von Chats, Kanälen oder Besprechungen, welche spezifischen Skills ihre Kollegen besitzen – von Datenanalyse bis Projektmanagement. Ziel ist es, die oft mühsame Suche in separaten Verzeichnissen oder über Abteilungsgrenzen hinweg überflüssig zu machen.
Vom KI-gestützten Profil zur effizienteren Teamarbeit
Der Kern der Innovation liegt in der nahtlosen Verbindung zweier Microsoft-Giganten: Die professionellen Identitäts- und Kompetenzdaten aus dem LinkedIn Skills Graph treffen auf die tägliche Arbeitsrealität in Teams. Ein KI-System analysiert dabei automatisch die Aktivitäten eines Mitarbeiters in der gesamten Microsoft-365-Suite und schlägt passende Fähigkeiten vor. Der Nutzer behält jedoch die Kontrolle und kann sein Profil bestätigen, ergänzen oder anpassen.
„Die Informationen sind für den internen Gebrauch gedacht, um Teamarbeit und Projektbesetzung zu verbessern“, erklärt ein Microsoft-Sprecher. Für Führungskräfte und Projektleiter wird so die Personalsuche revolutioniert. Statt manuell Abteilungen abzuklappern, können sie direkt in Teams nach den benötigten Qualifikationen filtern. Das beschleunigt die Teamformation und hilft, verborgenen Talente im eigenen Unternehmen zu heben.
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Strategischer Schachzug im „War for Talent“
Die Integration festigt Microsofts Strategie, aus seiner Software-Suite eine geschlossene „Employee Experience“-Plattform zu formen. Indem Kompetenzdaten direkt in den primären Kommunikations-Hub vieler Firmen eingebettet werden, schafft der Konzern ein mächtiges Instrument für Talentmanagement – ganz ohne separate HR-Software.
Dieser Schritt spiegelt einen breiteren Trend wider: die Hinwendung zu einer kompetenzbasierten Arbeitswelt. Hier zählen Fähigkeiten oft mehr als Jobtitel oder Betriebszugehörigkeit. Microsoft treibt diese Philosophie mit Tools wie Viva Learning seit langem voran. Die interne Skills-Suche in Teams ist die logische Konsequenz – ein firmeninterner Marktplatz für Expertise.
Was bedeutet das für die Zukunft? Die „People Skills“-Daten werden voraussichtlich künftige KI-Assistenten in Teams antreiben. Diese könnten automatisch Experten vorschlagen, Projektteams basierend auf benötigten Skills zusammenstellen oder personalisierte Lernpfade empfehlen. Der Start der Funktion für Windows- und Mac-Clients ist für März 2026 geplant – ein weiterer Baustein in Microsofts Roadmap für intelligente Kollaboration.





