Microsoft stattet seinen Collaboration-Dienst Teams diesen Monat mit wegweisenden KI-Funktionen aus. Die Neuerungen zielen darauf ab, die Plattform zu einem intelligenten, vorausschauenden Arbeitspartner zu machen.
Sprachsteuerung und visuelle Zusammenfassungen im Fokus
Ab sofort rollt Microsoft die allgemeine Verfügbarkeit der „Hey Copilot“-Sprachaktivierung aus. Nutzer können den KI-Assistenten in Meetings damit per Sprachbefehl steuern – ganz ohne Hände. Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert, was Datenschutzbedenken vorbeugt. Einmal aktiviert, lassen sich Zusammenfassungen, Aufgaben oder Dateien einfach abrufen.
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Parallel erhält das Feature Intelligent Recap ein entscheidendes Upgrade. Künftig integriert es Screenshots geteilter Inhalte wie Dokumente oder Präsentationen direkt in die automatischen Meeting-Protokolle. Das schließt eine Lücke textbasierter Zusammenfassungen und schafft einen visuellen Kontext. Besonders für hybride Teams oder Nachzügler wird so der Meeting-Inhalt deutlich greifbarer. Der Zugang zu dieser erweiterten Recap-Funktion setzt eine Microsoft 365 Copilot-Lizenz voraus.
Interaktive KI-Agenten und die Zukunft der Arbeit
Hinter den Kulissen arbeitet Microsoft an der nächsten Evolutionsstufe: interaktiven KI-Agenten. Noch im Februar oder März 2026 soll eine öffentliche Vorschau für UI-Widgets starten. Diese ermöglichen es den Agents, Informationen dynamischer – etwa mit Buttons und Auswahlmenüs – darzustellen. Sie sollen in Echtzeit Fragen beantworten, Kontext liefern und Diskussionen zusammenfassen.
Diese Entwicklung ist Teil einer größeren Vision. Microsoft webt KI nicht als separates Tool, sondern als integralen Bestandteil in seine Enterprise-Software ein. Der Vorteil: Copilot kann auf den gewaltigen Datenpool des Microsoft Graph zugreifen – mit E-Mails, Kalendern und Dokumenten. Das ermöglicht hochgradig personalisierte Assistance direkt im Workflow.
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Wettbewerbsvorteil durch Integration und Daten
Mit dieser Strategie behauptet sich Microsoft im harten Wettbewerb mit Slack, Zoom und Google. Der Fokus liegt auf einer ambienten, nahtlosen KI, die administrative Aufgaben automatisiert. Die Meeting-Protokolle von heute werden so zu durchsuchbaren Wissensdatenbanken von morgen.
Die Richtung ist klar: KI in Teams wird proaktiver. Künftig könnte sie Tagesordnungen vorbereiten oder Follow-up-Nachrichten basierend auf Gesprächskontexten entwerfen. Die nächste Entwicklungsstufe wird noch stärkere Personalisierung und maßgeschneiderte Micro-Agents für verschiedene Geschäftsbereiche bringen. Microsoft formt mit Teams nicht nur ein Tool um, sondern den gesamten Prozess der Wissensarbeit.





