Microsoft Teams: KI-Upgrades und bessere Telefonie für Unternehmen

Microsoft erweitert seine Kollaborationsplattform Teams mit intelligenteren KI-Funktionen, transparenterer Cloud-Telefonie und neuen Sicherheitswerkzeugen für die externe Zusammenarbeit.

Microsoft stattet seine Kollaborationsplattform Teams mit einem umfangreichen Funktionsupdate aus. Im Fokus stehen eine intelligentere KI, verbesserte Cloud-Telefonie und mehr Sicherheit für die Zusammenarbeit mit Externen.

Die am Mittwoch vorgestellten Neuerungen zielen darauf ab, Teams als zentrale Schaltstelle für Unternehmenskommunikation weiter zu festigen. Sie reagieren auf den anhaltenden Trend, dass Firmen klassische Telefonanlagen zugunsten integrierter Cloud-Lösungen wie Teams Phone abschaffen. Die Plattform verzeichnete bereits Ende 2025 über 26 Millionen Nutzer.

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Cloud-Telefonie wird transparenter und analysestärker

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Cloud PBX-Funktionen. Für Unternehmen, die auf Operator Connect-Tarife setzen, wird die Zusammenarbeit mit Telefonie-Anbietern nun sichtbarer. Bei Anrufen über das öffentliche Telefonnetz (PSTN) erscheinen Logo und Name des Providers direkt im Wählfeld und auf den Anruf-Bildschirmen – auf Desktop, Web und Mobilgeräten. Das schafft Klarheit über den genutzten Netzbetreiber.

Zudem erhalten Callcenter-Manager mehr analytische Tiefe. Die historischen Berichtsdaten in der Queues-App wurden von 30 auf 45 Tage erweitert. Supervisor können so Leistungstrends über einen längeren Zeitraum analysieren, um Personalentscheidungen zu optimieren und Wartezeiten für Kunden zu verringern. Der Standardbericht zeigt sieben Tage, lässt sich aber auf bis zu sechseinhalb Wochen ausweiten.

KI-gestützte Meetings und effizientere Zusammenarbeit

Der KI-Assistent Copilot für Microsoft 365 wird in Teams-Meetings intelligenter. Nutzer können jetzt aus vorbereiteten Vorlagen für Meeting-Zusammenfassungen wählen oder Copilot anweisen, die KI-generierten Notizen an ihren persönlichen Arbeitsstil anzupassen. Neu ist auch, dass diese Recap-Berichte nun visuelle Referenzen enthalten – also Bilder, die während des Gesprächs geteilt wurden, für einen besseren Kontext.

Die alltägliche Zusammenarbeit wird durch mehrere praktische Updates effizienter. Bis zu fünf Chat-Nachrichten können nun gebündelt und in der richtigen Reihenfolge weitergeleitet werden. Die Dateisuche bietet eine neue Rasteransicht mit Vorschau, um Dokumente schneller visuell zu identifizieren. In Meetings gibt es eine neu skalierbare Galerieansicht, mit der Nutzer die Größe von Video-Feeds und geteiltem Hauptcontent individuell anpassen können.

Mehr Sicherheit bei der Kommunikation nach außen

Da die Zusammenarbeit mit externen Partnern zum Alltag gehört, rüstet Microsoft Teams mit neuen Sicherheitswerkzeugen auf. In Chats werden externe Teilnehmer automatisch mit „Trust Indicator“-Badges gekennzeichnet. Diese Labels identifizieren Nutzer als „bekannt“, „unbekannt“, „Gast“, „verifiziert“ oder „nicht verifiziert“. Mitarbeiter erhalten so eine klare Entscheidungshilfe, bevor sie Informationen teilen.

Für IT-Administratoren kommt eine neue Bewertungsfunktion im Teams Admin Center hinzu. Sie bündelt standardisierte Compliance- und Sicherheitskriterien in einer einzigen Ansicht. Admins können so konsistenter und effizienter prüfen, ob eine App die Sicherheitsanforderungen des Unternehmens erfüllt, bevor sie bereitgestellt wird.

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Kontinuierliche Evolution der digitalen Arbeitsplattform

Die Updates sind Teil von Microsofts Strategie, den anhaltenden Exodus der Unternehmen von Hardware-Telefonanlagen zu Cloud-Plattformen zu begleiten. Besonders die Co-Branding-Option und die erweiterten Callcenter-Analysen sprechen große Organisationen an, die nach einem robusten All-in-One-Ersatz für ihr altes Telefonsystem suchen.

Bereits für März und April kündigte Microsoft weitere Verbesserungen an. Dazu gehören ein Echtzeit-Indikator für laufende Meetings in Teams-Kanälen und die Möglichkeit, Anmerkungen zu machen, während nur ein einzelnes Anwendungsfenster – und nicht der gesamte Desktop – geteilt wird. Dieser kontinuierliche Update-Zyklus unterstreicht das Bestreben, die Kernfunktionen der Plattform stetig zu verfeinerund.