Microsoft Teams: Neue Dashboard-Funktionen für App-Sicherheit

Microsoft automatisiert Compliance-Checks für Drittanbieter-Apps in Teams. Ein zentrales Admin-Dashboard bietet IT-Verantwortlichen gebündelte Sicherheitsdaten und beschleunigt Freigabeprozesse.

Microsoft rüstet sein Kollaborations-Tool Teams mit neuen Verwaltungsfunktionen auf. Ein zentrales Dashboard soll IT-Administratoren die Sicherheitsbewertung von Drittanbieter-Apps erheblich erleichtern.

Compliance-Check im Admin-Center wird automatisiert

Die Neuerungen im Microsoft Teams Admin Center (TAC) zielen darauf ab, manuelle und zeitaufwändige Prüfprozesse zu ersetzen. Administratoren erhalten jetzt eine konsolidierte Übersicht über die Compliance- und Sicherheitslage aller Apps. Die zentrale Frage: Welche Anwendung erfüllt die internen Richtlinien und darf genutzt werden?

Das Dashboard zeigt detaillierte Compliance-Attribute an und ermöglicht das Filtern nach wichtigen Zertifizierungen. Dazu zählen Standards wie ISO 27001, SOC 2, GDPR oder HIPAA. Bisher mussten Admins diese Informationen mühsam von Entwickler-Websites oder aus verstreuter Dokumentation zusammensuchen. Jetzt liegt alles gebündelt vor – ein großer Schritt für die Effizienz von IT-Abteilungen.

Anzeige

IT‑Administratoren stehen täglich vor der Herausforderung, Compliance‑Anforderungen, App‑Risiken und begrenzte Ressourcen unter einen Hut zu bringen. Ein kostenloser Cyber‑Security‑Guide erklärt praxisnah, welche Schutzmaßnahmen IT‑Teams sofort umsetzen können – von App‑Whitelists und automatisierten Risiko‑Scores bis zu klaren Incident‑Response‑Schritten. Der Leitfaden liefert Checklisten und Priorisierungen, mit denen Freigabeprozesse sicherer und schneller werden. Jetzt kostenlosen Cyber‑Security‑Guide herunterladen

Zertifizierte Apps erhalten Vorrang

Ein neuer Bereich namens „Apps to Consider Allowing“ hebt besonders vertrauenswürdige Anwendungen hervor. Hier werden Apps gelistet, die die „Microsoft 365 Certification“ bestanden haben, eine Publisher-Attestation vorweisen oder umfangreiche Compliance-Dokumentation bieten.

Diese Sichtbarkeit ist ein starkes Signal an Unternehmen und Entwickler gleichermaßen. Für IT-Teams bedeutet es schnellere Freigabeprozesse. Für unabhängige Softwareanbieter (ISVs) ist die Zertifizierung ein Wettbewerbsvorteil, der Vertrauen bei potenziellen Unternehmenskunden schafft.

Teams als kritische Sicherheits-Schicht

Die Updates kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Kollaborationsplattformen wie Teams zunehmend als potenzielle Angriffsfläche erkannt werden. Jede Drittanbieter-App erweitert das Sicherheitsperimeter eines Unternehmens. Microsofts Strategie ist klar: Die Verwaltung von Apps wird zum Kernstück der gesamten Cybersicherheits-Architektur erhoben.

Bereits Anfang Januar 2026 hatte Microsoft die Standardsicherheit für alle Teams-Nutzer erhöht. Neue Voreinstellungen blockieren automatisch hochriskante Dateitypen und prüfen URLs auf Phishing-Bedrohungen. Zusammen mit dem neuen Dashboard entsteht so ein mehrstufiger Schutzansatz, der Administratoren granularere Kontrolle gibt.

Branche unter Druck, nachzuziehen

Die Automatisierung und Zentralisierung von Compliance-Daten setzt einen neuen Maßstab. Analysten gehen davon aus, dass dieser Schritt andere Anbieter von Kollaborationsplattformen unter Druck setzen wird, ähnliche Transparenz in ihren App-Ökosystemen zu bieten.

In einer Welt, die von Remote- und Hybridarbeit geprägt ist, wird die Sicherheit der täglichen Kommunikationstools immer entscheidender. Für IT-Abteilungen bedeuten die fortlaufenden Verbesserungen eine spürbare Entlastung. Sie können sich von manuellen Prüfaufgaben lösen und stattdessen strategische Sicherheitsinitiativen vorantreiben.

Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Microsoft plant, die Sicherheitsdaten-Sichtbarkeit weiter auszubauen, etwa durch Integration von Erkenntnissen aus Microsoft Defender for Cloud Apps. Das Ziel bleibt ein sicheres und produktives digitales Arbeitsumfeld in einer sich ständig wandelnden Bedrohungslandschaft.

Anzeige

PS: Phishing-Angriffe sind eine der häufigsten Einfalltüren – gerade in Collaboration‑Tools, über die Links und Dateien geteilt werden. Das kostenlose Anti‑Phishing‑Paket bietet eine 4‑Schritte-Checkliste, konkrete Regeln für URL‑Scanning und praxisnahe Maßnahmen, mit denen Sie Risiken in Teams sofort reduzieren können. Enthalten sind zudem Empfehlungen für Mitarbeiterschulungen und technische Filtereinstellungen. Anti‑Phishing‑Paket gratis herunterladen