Microsoft führt für seine Kollaborationsplattform Teams mehrere funktionale und sicherheitsrelevante Neuerungen ein. Die Aktualisierungen umfassen eine vereinfachte Organisation von Kanal-Besprechungen, neue Schnittstellen für externe Werkzeuge zur Erkennung manipulierter Medien sowie eine strengere Koppelung der Aufnahme- und Transkriptionsfunktionen an bestehende Administrationsrichtlinien.
Wie das Unternehmen am 14. Oktober 2026 über das Microsoft 365 Message Center unter dem Eintrag MC1508234 mitteilte, sollen Besprechungsoptionen künftig transparenter gesteuert werden.
Präzisierte Regeln für Aufnahmen und Transkripte
In den Besprechungsoptionen zeigt Teams künftig nur noch jene Auswahlmöglichkeiten für automatisierte Mitschnitte an, die durch die jeweilige Meeting-Richtlinie der Organisation erlaubt sind. Organisatoren auf Desktop-, Web- und Mobilgeräten erhalten dabei eine neue Option zur reinen Aufzeichnung ohne gleichzeitige Transkription.
Erlaubt eine Richtlinie sowohl die Aufzeichnung als auch die Transkription, stehen Optionen für gleichzeitiges Aufnehmen und Transkribieren, reines Transkribieren, reines Aufnehmen sowie das vollständige Deaktivieren zur Verfügung.
Ist die Transkription gesperrt, bleibt lediglich die Wahl zwischen einer reinen Aufnahme und dem Abschalten der Funktion. Sofern beide Funktionen untersagt sind, wird die entsprechende Menüeinstellung für Anwender vollständig ausgeblendet.
Administratoren müssen keine zwingenden Anpassungen vornehmen; empfohlen wird jedoch eine Überprüfung der Richtlinien sowie die Information der Belegschaft. Der Rollout im Targeted Release ist für Anfang bis Mitte November 2026 angesetzt, die weltweite allgemeine Verfügbarkeit soll zwischen Anfang und Mitte Dezember 2026 folgen.
Erkennung von Deepfakes und erweiterte Kanal-Meetings
Um manipulierte Audio- und Videoinhalte in Besprechungen zu identifizieren, integriert Microsoft künftig zertifizierte Sicherheitswerkzeuge von Drittanbietern. Während Teams die Schnittstellen und die Anzeige während der Sitzung bereitstellt, erfolgt die eigentliche Erkennung synthetischer Medien durch den jeweiligen externen Dienstleister.
Administratoren müssen hierfür Anwendungen über das Teams Admin Center bereitstellen, Zugriffsrechte vergeben und Richtlinien konfigurieren. Diese unter der Roadmap-ID 573451 geführte Funktion soll nach einer Vorabphase ab Mitte November 2026 zwischen Ende November und Mitte Dezember 2026 weltweit allgemein freigegeben werden.
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Gleichzeitig baut Teams die Verwaltung von Kanal-Besprechungen aus. Diese lassen sich künftig direkt über den Kalender in Teams sowie über das klassische Outlook für Windows anlegen und bearbeiten. Zudem können zugewiesene Assistenten und Delegierte Termine stellvertretend für andere planen.
Neben einer verbesserten Auffindbarkeit ist für diese Neuerung keine administrative Aktion erforderlich. Nach einer weltweiten öffentlichen Vorschau im November 2026 ist die weltweite allgemeine Freigabe von Mitte Dezember 2026 bis Ende Januar 2027 geplant. Für US-Behördenumgebungen wie GCC, GCC High und DoD staffelt sich die Bereitstellung bis in den Spätsommer 2027.
Zusätzliche Sicherheits- und KI-Funktionen
Laut Branchenberichten vom 15. Oktober 2026 passt Microsoft parallel die Zeitpläne und Steuerungsoptionen für weitere Neuerungen an. Administratoren erhalten ab Anfang bis Mitte November 2026 die Möglichkeit, die Liste der blockierten Dateiendungen im Rahmen des Schutzes vor potenziell gefährlichen Dateien selbst zu definieren, anstatt ausschließlich auf Microsofts Standardliste zurückzugreifen.
Zudem führt Microsoft im November 2026 eine KI-gestützte Phishing-Erkennung auf Web-Ebene ein, die verdächtige Aktivitäten anhand des Kontexts in Erstkontakt-Chats mit externen Personen analysiert.
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Für Standard-Meetings plant das Unternehmen zudem die Einführung einer Moderationsfunktion namens Facilitator, die eine Lizenz für Microsoft 365 Copilot voraussetzt und bei erkannten Wissenslücken vereinzelt automatisierte Antworten per Websuche im Besprechungs-Chat teilt; deren allgemeine Freigabe ist für Mitte Dezember 2026 bis Mitte Januar 2027 avisiert.

