Microsoft Teams startet das neue Jahr mit einem umfangreichen KI-Update. Ab sofort verfügbar sind eine automatisierte Nachbereitung spontaner Anrufe und ein revolutioniertes System für mehrsprachige Besprechungen. Die Updates zielen darauf ab, den administrativen Aufwand im hybriden Arbeitsalltag zu reduzieren und Sprachbarrieren mit intelligenter Automatisierung zu überwinden.
Post-Call Copilot: Vom Gespräch zur sofortigen Aufgabenliste
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Integration von Microsoft Copilot direkt in die Nachbereitung von Spontananrufen. Bisher war die KI vor allem in geplanten Meetings und Chats verfügbar. Jetzt adressiert Microsoft explizit die ungeplanten Telefonate, die außerhalb des Kalenders stattfinden.
Nutzer haben nach Beendigung eines Anrufs sofort Zugriff auf einen speziellen Copilot-Chat. Dieser analysiert das Transkript und Kontextdaten aus dem Microsoft Graph, um automatisch Zusammenfassungen zu erstellen, Action Items zu listet und Folgemaßnahmen vorzuschlagen.
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„Das schließt eine entscheidende Lücke in der VoIP-Produktivität“, kommentieren Branchenbeobachter. Bislang mussten Notizen zu spontanen Gesprächen manuell erstellt werden. Für Vertrieb, Support und interne Absprachen bedeutet die Neuerung einen direkten Effizienzgewinn. Das System erkennt zentrale Entscheidungen und offene Fragen – ohne dass die Aufnahme noch einmal angehört werden muss.
Die Funktion ist ab sofort für Mandanten mit Microsoft 365 Copilot und Teams Phone-Lizenzen verfügbar.
Mehrsprachige Meetings: KI erkennt die Sprache automatisch
Für globale Unternehmen stellt das überarbeitete Interpreter-System einen Quantensprung in der Barrierefreiheit dar. Der Clou: eine neue automatische Spracherkennung.
Bisher musste die gesprochene Sprache manuell für Transkription und Übersetzung eingestellt werden. Das neue System erkennt sie automatisch und synchronisiert diese Einstellung über alle Zugänglichkeits-Tools hinweg – von Live-Untertiteln bis zum Dolmetscher.
Wechselt ein Redner von Englisch zu Spanisch, passt sich das zugrundeliegende Sprachmodell an. Das soll verhindern, dass – wie in früheren Versionen – bei falscher Einstellung „Kauderwelsch“ ausgegeben wird.
Ein visueller „Preparing“-Status für den Interpreter-Agenten gibt zudem klare Rückmeldung, wann das Übersetzungssystem startklar ist. Ein häufiges Problem war bisher, dass Nutzer zu sprechen begannen, bevor die Engine vollständig initialisiert war.
Strengere Sicherheit und Admin-Kontrolle
Mit den neuen Funktionen kommen auch verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Allgemein verfügbar ist nun der Tenant-Owned Domain Impersonation Protection.
Diese Sicherheitsebene bekämpft Social-Engineering-Angriffe, bei denen bösartige Akteure interne Domains fälschen, um Mitarbeiter zu täuschen. Das System validiert die Authentizität von Domains beim ersten Kontakt. Das ist besonders relevant, da die Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg via Teams Connect zum Standard wird.
Neue Admin-Dashboards erlauben IT-Verantwortlichen zudem, die Nutzung und Qualität von Copilot-Interaktionen zu überwachen. Diese Einblicke sind entscheidend, um den Return on Investment (ROI) der KI-Ausgaben im neuen Geschäftsjahr zu messen.
Ausblick: Teams wird zum aktiven Workflow-Teilnehmer
Das Update folgt dem Branchentrend zum „Agentic AI“. Indem Microsoft die Nachbereitung von Anrufen und die Konfiguration mehrsprachiger Meetings automatisiert, positioniert es Teams nicht mehr nur als Kommunikationstool, sondern als aktiven Teilnehmer im Arbeitsablauf.
Experten erwarten, dass sich diese Features 2026 weiter in Richtung „Agenten“ entwickeln. Der Post-Call Copilot könnte dann nicht nur eine Folgen-E-Mail vorschlagen, sondern sie auf Nutzerfreigabe hin auch direkt verfassen und versenden.
Die unmittelbare Wirkung für Nutzer an diesem Donnerstag ist eine intelligentere, reaktionsschnellere Teams-Umgebung. Die automatische Transkription mehrsprachiger Diskussionen und die sofortige Zusammenfassung spontaner Anrufe versprechen, zahlreiche bisher für Verwaltungsaufwand verlorene Stunden einzusparen.
IT-Abteilungen wird empfohlen, ihre Mandanteneinstellungen zu prüfen, um sicherzustellen, dass die neuen Interpreter- und Copilot-Optionen für Endnutzer sichtbar sind.
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