Microsoft schaltet in der Teams-Mobil-App einen neuen Sicherheitsdialog frei, der Nutzer bei jedem externen Link zur Browser-Wahl zwingt. Das Unternehmen drängt dabei klar auf die Nutzung von Microsoft Edge.
Die seit Anfang Februar 2026 laufende, weltweite Einführung betrifft alle kommerziellen Nutzer der iOS- und Android-Apps. Klickt ein Nutzer auf einen Link, der nicht zu Office-Dateien oder PDFs führt, erscheint ein Auswahl-Prompt. Microsoft nutzt diesen Moment, um für Edge zu werben – mit Argumenten wie integriertem Single Sign-On, Copilot-Funktionen und erweiterter Sicherheit.
Sicherheits-Offensive für mobile Geräte
Hinter der Maßnahme steckt ein drängendes Problem der modernen Arbeitswelt: die Vermischung privater und geschäftlicher Nutzung auf einem Gerät. Öffnet ein Mitarbeiter einen Unternehmenslink im privaten, unkontrollierten Standardbrowser, entsteht ein kritisches Sicherheitsleck. „Das Risiko von Datenverlusten aus einer verwalteten App wie Teams in einen nicht verwalteten Browser ist real“, erklärt ein IT-Sicherheitsexperte.
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Die Lösung: Links sollen in einem Browser öffnen, der über Microsoft Intune verwaltet werden kann. Nur so bleiben Datenkopien, Downloads und der Verlauf unter Kontrolle der Firmen-IT. Der neue Prompt ist Teil einer breiteren „Secure-by-Default“-Initiative. Bereits im Januar 2026 schaltete Microsoft verbesserte Nachrichtensicherheit in Teams automatisch frei.
Nutzer-Wahl mit Administrator-Kontrolle
Microsoft setzt den Dialog standardmäßig für alle Organisationen vor. Nutzer können aber eine dauerhafte Präferenz in den Einstellungen unter „Links in Teams“ festlegen und den Prompt so umgehen. Wählen sie Edge, werden sie bei Bedarf zum Download geführt.
Für IT-Administratoren bietet Microsoft Steuerungsmöglichkeiten. Über ein PowerShell-Kommando im TeamsMobilityPolicy können sie die Funktion anpassen. Der Parameter LinksInTeams erlaubt die Browser-Auswahl (OfferBrowserOptions) oder erzwingt den System-Standardbrowser (UseSystemDefaults). Diese Flexibilität ist essenziell für Unternehmen, die andere sichere Browser standardisiert haben.
Strategischer Schachzug mit Akzeptanz-Frage
Die Strategie, Nutzer innerhalb des eigenen Ökosystems zu halten, ist für Microsoft nicht neu. Ähnliche Änderungen in den Desktop-Versionen von Teams und Outlook stießen teils auf Kritik. Das mobile Konzept wirkt ausgefeilter: Es bietet Wahlfreiheit, erzieht aber zugleich zu mehr Sicherheit.
Die Branche beobachtet den Schritt genau. Er unterstreicht die wachsende Bedeutung von Mobile Application Management (MAM). Durch die Lenkung in einen verwalteten Browser können Unternehmen Richtlinien zur Verhinderung von Datenverlust konsequenter durchsetzen.
Microsoft will die Nutzerzufriedenheit und Edge-Installationsraten genau beobachten. Sollte sich das Modell bewähren, könnte es bald auch in Outlook Mobile und anderen Microsoft-Apps Einzug halten. Für IT-Abteilungen wäre das ein großer Schritt zu einer konsistenten Sicherheitsarchitektur für die mobile Belegschaft.
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