Microsoft treibt KI-Revolution in Büros mit neuen Anreizen voran

Microsoft modernisiert SharePoint als KI-Plattform und bietet Großkunden Rabatte für Copilot, um künstliche Intelligenz als Standard in Unternehmen zu etablieren.

Microsoft will künstliche Intelligenz zum festen Bestandteil der Arbeitswelt machen – und setzt dafür auf eine Doppelstrategie aus Produktinnovation und finanziellen Anreizen. Das Unternehmen kündigte diese Woche eine grundlegende Überarbeitung von SharePoint sowie neue Rabattaktionen für sein KI-Tool Copilot an.

SharePoint wird zur KI-gesteuerten Wissensplattform

Der Klassiker unter den Kollaborations-Tools steht vor dem größten Update seit Jahren. Microsoft plant eine „neu gedachte SharePoint-Erfahrung“, die ab März in einer Vorschau verfügbar sein soll. Das Ziel: eine intuitivere Oberfläche, die stärker auf Kernaufgaben wie Informationssuche und Content-Erstellung ausgerichtet ist.

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Die Neuerung bildet die technische Grundlage für eine tiefere Integration von Microsoft 365 Copilot. Nutzer sollen künftig KI direkt in ihren SharePoint-Seiten zur Inhaltsgenerierung und -verfeinerung nutzen können. „Dieser Schritt ist entscheidend, um eines der etabliertesten Enterprise-Produkte zu modernisieren“, urteilen Branchenbeobachter. Die offizielle Veröffentlichung soll bereits im April beginnen.

30 Prozent Rabatt für Großkunden

Parallel zu den Produktverbesserungen drückt Microsoft beim Vertrieb aufs Tempo. Über das Cloud Solution Provider-Programm erhalten berechtigte Kunden bis zu 30 Prozent Rabatt – vorausgesetzt, sie ordern mindestens 300 Jahreslizenzen für Microsoft 365 Copilot.

Dieser zeitlich begrenzte Anreiz zielt klar darauf ab, Unternehmen vom Pilotbetrieb zur flächendeckenden Nutzung zu bewegen. Ab März 2026 kommt zudem eine flexiblere Monatsabrechnung für die Business-Variante. Die Botschaft ist eindeutig: Microsoft will die Einstiegshürden für Großinstallationen senken und Copilot als Standard in der Produktivitäts-Infrastruktur etablieren.

Vom Assistenten zum aktiven „Agenten“

Copilot selbst durchläuft eine bemerkenswerte Evolution. Seit Februar verwandelt sich das Tool Schritt für Schritt vom reaktiven Chat-Assistenten zum proaktiven digitalen Arbeitspartner.

Im neuen „Agent-Modus“ übernimmt Copilot komplexe, mehrstufige Aufgaben. In PowerPoint kann die KI nun Präsentationen erstellen und bearbeiten – und zieht dafür Inhalte direkt aus Teams-Besprechungen heran. In Excel und OneDrive unterstützt sie bei Datenanalyse und Dateiverwaltung. Microsofts Vision: KI wird zur operativen Schicht, die aktiv in Arbeitsabläufe eingreift.

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Zwei Schienen für den Unternehmenseinsatz

Hinter den zahlreichen Ankündigungen verbirgt sich eine klare Zwei-Säulen-Strategie. Die erste Säule verbessert die Nutzererfahrung durch KI-Funktionen in Alltagsanwendungen. Automatische Dokumentenzusammenfassungen in Word oder Python-gestützte Datenanalysen in Excel sollen sofortige Produktivitätsgewinne bringen.

Die zweite Säule adressiert Unternehmensbedürfnisse nach Kontrolle und Sicherheit. Tools wie das Copilot Dashboard und Integrationen mit Microsoft Purview geben IT-Abteilungen Einblicke in die Nutzung und robuste Steuerungsmöglichkeiten. Damit reagiert Microsoft auf Bedenken bezüglich Datensicherheit und Compliance – klassische Bremsen bei großen KI-Rollouts.

KI wird zum digitalen Teammitglied

Der Trend ist unübersehbar: KI-Agenten werden autonomer und arbeiten zunehmend wie digitale Kollegen. Mit der SharePoint-Vorschau im März erreicht diese Entwicklung eine neue Stufe. Gleichzeitig wächst der Druck auf Sicherheits- und Governance-Konzepte.

Microsoft positioniert 2026 als entscheidendes Jahr, in dem KI den Sprung von der neuartigen Technologie zum echten Collaboration-Partner schafft. Die jüngsten Ankündigungen zeigen: Der Software-Riese will diese Transformation nicht nur ermöglichen, sondern aktiv beschleunigen.