Microsoft Word verliert direkten Kindle-Export

Microsoft beendet die direkte Kindle-Integration in Word ab Februar 2026. Nutzer müssen auf alternative Upload-Wege von Amazon zurückgreifen, was den etablierten Workflow unterbricht.

Microsoft beendet die direkte Integration von „Send to Kindle“ in Word – Nutzer müssen ab Februar auf Umwege zurückgreifen. Die überraschende Entscheidung trifft vor allem Autoren und professionelle Anwender, die auf den einfachen Workflow angewiesen sind.

Ein-Klick-Funktion verschwindet ab Februar

Ab dem 9. Februar 2026 beginnt der schrittweise Abschied: Die „Send to Kindle“-Schaltfläche verschwindet aus den Export- und Teilen-Menüs von Microsoft Word. Bis zum 9. März soll die Integration auf allen Plattformen – Windows, macOS und Web-Version – vollständig deaktiviert sein. Für die mobilen Apps unter iOS und Android ändert sich nichts, da die Funktion dort nie verfügbar war.

Die Timeline ist ambitioniert. Nutzer haben weniger als einen Monat Zeit, sich umzustellen. Microsoft warnt: Auch wenn die Schaltfläche während der Übergangsphase noch sichtbar bleibt, wird der Dienst dahinter nicht mehr funktionieren. Nach dem Februar-Cutoff gibt es keinen Support mehr.

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Alternativen: Zurück zum Umweg

Drei Jahre lang ermöglichte die Integration ein nahtloses Konvertieren von .doc– und .docx-Dateien in Kindle-kompatible Formate – direkt aus Word heraus. Besonders wertvoll war das für Besitzer des Kindle Scribe, da Layout und Formatierung für digitale Anmerkungen erhalten blieben.

Jetzt heißt es zurück zu den bewährten, aber umständlicheren Methoden. Amazons eigene „Send to Kindle“-Wege bleiben bestehen:
* Web-Upload über die dedizierte Website
* Desktop-App von Amazon für PC und Mac
* E-Mail an die persönliche Kindle-Adresse
* Mobile App zum Teilen aus anderen Apps

Ein Trost: Bereits gesendete Dokumente in der Kindle-Bibliothek bleiben mit allen Notizen und Markierungen erhalten. Nur der Versand neuer Dokumente direkt aus Word wird blockiert.

Kurze Partnerschaft, geringe Nutzung

Eingeführt wurde die Funktion im April 2023, zeitnah zum Launch des Kindle Scribe. Die Partnerschaft zwischen Microsofts Produktivitäts-Suite und Amazons Hardware schien strategisch. Doch die Integration hielt nicht einmal drei Jahre.

Weder Microsoft noch Amazon nennen konkrete Gründe für das Aus. Branchenbeobachter vermuten jedoch geringe Nutzungszahlen als Hauptursache. Die Funktion belegte prominenten Platz im Export-Menü, und Microsoft hat eine Geschichte darin, wenig genutzte Features zugunsten einer schlankeren Oberfläche zu entfernen.

Die „Send to Kindle“-Funktion war bei „Power Usern“ beliebt, erreichte aber wohl nicht die Masse, die den Wartungsaufwand rechtfertigte. Im Hintergrund waren Serverressourcen für die Konvertierung in Kindle-Formate nötig – ein Kostenfaktor.

Trend: Microsoft räumt auf

Die Entscheidung passt in den Trend der „Feature-Rationalisierung“ im Microsoft-365-Ökosystem. Während das Unternehmen auf KI-Fähigkeiten wie Copilot setzt, werden Nischen-Integrationen und Legacy-Funktionen auf ihre Rentabilität überprüft.

Die Entwicklung zeigt auch die Fragilität plattformübergreifender Partnerschaften zwischen Tech-Giganten. Die 2023 geschlossene Allianz wich 2026 der Rückbesinnung auf die eigenen Ökosysteme. Für Amazon ist der Schaden gering, die eigene Infrastruktur bleibt intakt. Microsoft hingegen entrümpelt seine Word-Oberfläche.

Kritik kommt von einer lautstarken Minderheit, besonders von Autoren und Lektoren. In Foren beklagen sie den Verlust des One-Click-Workflows, der deutlich schneller war als der Umweg über den Browser.

Was Nutzer jetzt wissen müssen

Ab der zweiten Februarwoche verschwindet die Option. IT-Administratoren müssen nichts unternehmen, die Deaktivierung läuft über Server-Updates und Client-Patches. Firmen, die den Workflow dokumentiert haben, sollten ihre Anleitungen jedoch aktualisieren.

Andere Export-Funktionen wie „An PowerPoint senden“ oder PDF-Konvertierung sind derzeit nicht gefährdet. Doch die Entwicklung erinnert daran: Cloud-basierte Features in Abo-Software sind nie garantiert. Wer seinen Kindle regelmäßig mit Word-Dokumenten füttert, sollte sich in den kommenden Wochen mit Amazons Alternativen vertraut machen.

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