Microsoft prüft laut einem Bericht des Branchendienstes DigiTimes deutliche Abstriche bei der Ausstattung eines geplanten 12-Zoll-Einstiegs-Surface sowie eine Neubewertung der dafür vorgesehenen Prozessorplattform.
Als wesentliche Auslöser für diese Überlegungen gelten der durch Apples ehemals 599 US-Dollar teures MacBook Neo verschärfte Wettbewerb im weltweiten Markt für günstige Notebooks sowie anhaltend steigende Kosten für Hardwarekomponenten.
Sparpläne zur Senkung der Materialkosten
Wie DigiTimes berichtet, zieht Microsoft für das 12-Zoll-Einstiegsmodell Kürzungen an zentralen Bauteilen in Betracht. Geprüft werden demnach Einsparungen beim System-on-a-Chip (SoC), beim Speicher, bei den Kameramodulen, beim Akku sowie bei Strukturbauteilen des Gehäuses, um die gesamten Materialkosten zu drücken.
Der Bericht nennt bislang jedoch weder einen konkret ausgewählten Prozessor noch ein geplantes Startfenster oder tiefergehende Details zu den angestrebten Reduzierungen.
Branchenberichten zufolge zwingen anziehende Lieferkettenkosten neben Microsoft auch weitere Hardwarehersteller dazu, ihre bisherigen Produkt- und Preisstrategien für preisgünstige Mobilrechner auf den Prüfstand zu stellen.
Spekulationen um Prozessoren von AMD und Arm
Im Zuge dieser Neuausrichtung bringt der Bericht auch eine mögliche Rückkehr von AMD und Arm in das Surface-Aufgebot ins Gespräch. Zuvor kursierten bereits Gerüchte des Leakers KeplerL2, wonach ein AMD-Prozessor mit dem Codenamen Sound Wave Microsofts Surface-Geräte im Jahr 2026 antreiben sollte. Zu einem Einsatz dieses Chips ist es bislang jedoch nicht gekommen.
Laut unbestätigten Vorabinformationen soll AMD Sound Wave auf sechs Arm-Kernen basieren, aufgeteilt in zwei Performance- und vier Effizienzkerne. Hinzu kämen dem Vernehmen nach eine RDNA-3.5-Grafikeinheit mit vier Compute Units, 16 MB MALL-Cache, eine KI-Engine der vierten Generation sowie Unterstützung für LPDDR5X-9600. Die Fertigung soll gerüchteweise im 3-nm-Verfahren bei TSMC erfolgen, bei einer Leistungsaufnahme zwischen 5 und 10 Watt.
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Aktuelle Surface-Geräte im oberen Preissegment
Die aktuellen Neuzugänge im Surface-Portfolio bewegen sich preislich derweil auf deutlich höherem Niveau. Seit dem 13. Oktober 2026 sind das Surface Pro 12 und das Surface Laptop 13 mit Qualcomms Snapdragon X2 Plus erhältlich.
In den USA liegt der Einstiegspreis bei 1.149,99 US-Dollar für das Surface Pro 12 beziehungsweise 1.199 US-Dollar für das Surface Laptop 13. In Deutschland starten die beiden Geräte bei 1.259 Euro sowie 1.319 Euro.
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Auch im chinesischen Markt wurden Vorbestellungen für die zweite Generation des Surface Pro 12 Zoll und des Surface Laptop 13 Zoll mit dem Sechskern-Chip Snapdragon X2 Plus gestartet, der über eine Hexagon-NPU mit 80 TOPS verfügt. Dort kostet das Surface Pro mit 16 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Festspeicher im offiziellen Shop 9.188 Yuan.
Für die Variante mit 16 GB und 512 GB fallen bei Drittanbietern 8.488 Yuan an, während der offizielle Shop 9.988 Yuan verlangt. Bundles mit Tastatur sind für 9.488 Yuan gelistet, Versionen mit Tastatur und Stift kosten 10.288 Yuan und die Ausführung mit 24 GB sowie 512 GB liegt bei 11.588 Yuan.
Das Surface Laptop 13 Zoll startet in China mit 16 GB und 256 GB ab 9.788 Yuan. Für 16 GB und 512 GB werden 10.588 Yuan aufgerufen, während die Konfiguration mit 24 GB und 512 GB bei 12.188 Yuan liegt.
Technisch wiegt das Surface Pro 686 Gramm, besitzt einen 38-Wh-Akku für bis zu 15,5 Stunden Videowiedergabe und ein 12 Zoll großes Display mit 2196 mal 1464 Pixeln, 90 Hertz und 500 Nits. Das Surface Laptop bringt 1,22 Kilogramm auf die Waage, verfügt über einen 50-Wh-Akku für über 20 Stunden Laufzeit und ein 13-Zoll-Panel mit einer Auflösung von 1920 mal 1280 Bildpunkten.

