Microsoft hat den ersten großen Sicherheitspatch 2026 für Windows 10 veröffentlicht – exklusiv für zahlende Kunden. Das Update behebt über 100 Schwachstellen, darunter eine bereits aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücke. Es ist ein deutliches Signal an Millionen Nutzer: Die Zeit kostenloser Sicherheitsupdates ist vorbei.
Mit dem Ende des Mainstream-Supports im Oktober 2025 ist das Extended Security Updates (ESU)-Programm der einzige Weg, noch kritische Patches zu erhalten. Die Veröffentlichung von KB5073724 unterstreicht die anhaltenden Risiken für veraltete Systeme und zwingt verbliebene Nutzer zu einer Entscheidung: upgraden, ersetzen oder bezahlen.
Dringlicher Patch schließt aktiv genutzte Zero-Day-Lücke
Das Januar-Update ist ausschließlich für Windows-10-Geräte mit aktiviertem ESU-Abo verfügbar. Es behebt Berichten zufolge bis zu 114 Sicherheitslücken. Besonders brisant: Eine Schwachstelle im Desktop Window Manager (CVE-2026-20805), die bereits aktiv ausgenutzt wird. Solche Lücken werden oft kombiniert mit anderen Exploits genutzt, um Kernelemente des Betriebssystems zu umgehen. Schnelles Patchen ist hier der einzige wirksame Schutz.
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Zusätzlich entfernt das Update veraltete Agere-Modem-Treiber mit einer Rechteausweitungslücke. Es bringt auch neue Secure Boot-Zertifikate, um Boot-Fehler zu vermeiden, wenn die alten Zertifikate von 2011 in diesem Jahr auslaufen. Nach der Installation läuft das System auf Windows-10-Build 19045.6809.
So funktioniert der bezahlte Sicherheits-Lifeline
Das ESU-Programm ist eine Übergangslösung für alle, die nicht rechtzeitig auf Windows 11 wechseln konnten. Microsoft bietet getrennte Wege für Privatnutzer und Unternehmen. Das Programm liefert ausschließlich als „kritisch“ oder „wichtig“ eingestufte Sicherheitsupdates – ohne neue Features oder technischen Support.
Privatnutzer mit Windows 10 Home oder Pro haben mehrere Optionen für ein Jahr erweiterten Support bis zum 13. Oktober 2026: eine einmalige Gebühr von rund 30 Euro, die Einlösung von 1.000 Microsoft Rewards Punkten oder kostenlose Updates durch die Synchronisation der PC-Einstellungen via Windows Backup. Voraussetzung ist Windows 10 Version 22H2 mit allen aktuellen Updates.
Für Unternehmen wird es deutlich teurer
Für gewerbliche, Bildungs- und Regierungskunden ist der ESU-Pfad länger, aber kostspieliger. Unternehmen können Lizenzen für bis zu drei Jahre über das Microsoft Volume Licensing-Programm erwerben. Die Kosten im ersten Jahr liegen bei 61 US-Dollar pro Gerät. Dieser Preis verdoppelt sich in jedem Folgejahr – ein starker finanzieller Anreiz, die Migration zu Windows 11 zu beschleunigen. Ausnahmen gelten für Geräte, die auf Windows 11 Cloud PCs über Windows 365 oder Azure Virtual Desktop zugreifen; sie erhalten ESU kostenlos.
Die Uhr tickt für veraltete Systeme
Die Veröffentlichung eines großen Patches mit einer aktiv ausgenutzten Lücke so früh im ESU-Programm bestätigt die Sicherheitsrisiken ungepatchter Systeme. Windows 10 läuft noch auf einem erheblichen Teil aller Desktop-Rechner weltweit. Millionen Nutzer ohne ESU-Abo sind nun schutzlos neuen Bedrohungen ausgeliefert.
Die Alternativen sind klar: Kompatible Hardware sofort auf Windows 11 upgraden, ein neues Gerät mit modernem Betriebssystem kaufen oder sich für das ESU-Programm anmelden. Der Druck, von Windows 10 wegzukommen, wird steigen. Privatnutzer mit Ein-Jahres-Plan stehen im Oktober 2026 vor der nächsten Deadline. Für Unternehmen werden die jährlich steigenden ESU-Kosten den Weiterbetrieb zunehmend unattraktiv machen. Die Botschaft dieser Woche ist eindeutig: Windows 10 mag noch funktionieren, aber seine Ära des sicheren, kostenlosen Betriebs ist endgültig vorbei.
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