Microsofts Notfall-Patches nach Windows-Update-Debakel

Ein kritisches Windows-11-Sicherheitsupdate verursachte Systemabstürze und RDP-Ausfälle. Microsoft reagierte mit Notfall-Patches, doch viele Probleme wie Outlook-Crashes bleiben ungelöst.

Ein massives Windows-Update stürzt Nutzer in Chaos: Microsoft muss kritische Fehler nachschießen. Die als Sicherheitsupdate gedachte Januar-Aktualisierung für Windows 11 hat stattdessen Systemabstürze und Fernzugriffsausfälle verursacht. Trotz eilig verteilter Notfall-Patches kämpfen viele Nutzer weiter mit Instabilität.

Ein Update mit schweren Nebenwirkungen

Die Woche begann mit den regulären „Patch Tuesday“-Updates vom 13. Januar. Diese enthielten wichtige Sicherheitslösungen für 114 Schwachstellen, darunter kritische Zero-Day-Lücken. Doch schnell häuften sich Berichte über massive Probleme. Microsoft musste offiziell drei schwerwiegende Fehler eingestehen, die durch das Update eingeführt wurden.

Notoperation am Wochenende: Zwei kritische Patches

Als Reaktion auf den Nutzersturm veröffentlichte Microsoft am Samstag, dem 17. Januar, ungewöhnliche Notfall-Updates außerhalb des normalen Zyklus. Sie zielen auf die zwei folgenschwersten Bugs ab.

Der erste Fehler legte Fernzugriffsverbindungen lahm. Nutzer von Azure Virtual Desktop und Windows 365 konnten sich plötzlich nicht mehr authentifizieren – ein Albtraum für Homeoffice und Unternehmen. Das Update KB5077744 soll diesen RDP-Fehler für die Windows-11-Versionen 25H2 und 24H2 beheben.

Der zweite kritische Bug betraf Nutzer der Version 23H2 mit aktiviertem System Guard Secure Launch. Ihre PCs starteten nach dem Herunterfahren-Befehl einfach neu, anstatt sich abzuschalten oder in den Ruhemodus zu gehen. Hierfür wurde der Patch KB5077797 bereitgestellt.

Das Nachbeben: Ungeklärte Probleme und Frust

Doch selbst mit den Notfall-Patches ist die Krise nicht vorbei. Microsoft bestätigt einen dritten großen Fehler, der die klassische Outlook-App für POP-Postfächer abstürzen lässt. Eine Lösung dafür steht noch aus.

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Darüber hinaus melden Nutzer eine ganze Reihe weiterer Störungen, die Microsoft bisher nicht offiziell adressiert hat:
* Schwarzer Bildschirm: Minutenlange Verzögerungen nach der Anmeldung.
* Zurückgesetzter Desktop: Die persönliche Hintergrundgrafik wird durch einen schwarzen Bildschirm ersetzt.
* Performance-Einbrüche: Besonders Gamer mit NVIDIA-Grafikkarten berichten von FPS-Einbußen von bis zu 20 Bildern pro Sekunde.
* Explorer- und USB-Probleme: Die desktop.ini-Funktion für individuelle Ordnernamen ist kaputt. Zudem kann Windows USB-Sticks nicht mehr im FAT32-Format formatieren.

Ein altbekanntes Muster mit neuen Dimensionen

Der holprige Start ins Jahr 2026 setzt eine Serie problematischer Windows-Updates fort. Obwohl die Januar-Patches über 100 Sicherheitslücken schließen, zeigen die daraus resultierenden Stabilitätsprobleme die immense Komplexität des Windows-Ökosystems. Dass ausgerechnet Kernfunktionen wie Herunterfahren und Fernzugriff brechen, sorgt für erheblichen Frust bei Privatnutzern und Unternehmen gleichermaßen.

Sicherheitsexperten raten dennoch, die Updates zu installieren – vor allem die neuen Notfall-Patches. Der Schutz vor den geschlossenen Sicherheitslücken wiegt aktuell schwerer als die verbliebenen Stabilitätsprobleme.

Was können betroffene Nutzer tun?

Microsoft arbeitet an einer Lösung für den Outlook-Crash, nennt aber keinen Zeitplan. Zu den anderen gemeldeten Problemen wie Performance-Einbrüchen oder schwarzen Bildschirmen schweigt das Unternehmen bisher.

Nutzer mit RDP- oder Herunterfahr-Problemen sollten die Notfall-Updates KB5077744 oder KB5077797 umgehend über Windows Update installieren. Wer von den anderen Bugs betroffen ist, kann nur die offiziellen Support-Kanäle im Auge behalten – und auf baldige Nachbesserungen hoffen.

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