Mini-PC Beelink EQi 304: Smartphone-Speicher UFS 3.1 im Desktop

Neue Mini-PCs mit UFS-Speicher und Super-Tower für KI-Workloads prägen den aktuellen PC-Markt. Micron startet Massenproduktion schneller Data-Center-SSDs.

Spezialisierte Hardware für künstliche Intelligenz und kompakte Desktop-Lösungen prägen den aktuellen PC-Markt.

Der persönliche Computermarkt erlebt im Juli 2026 einen wahren Schub an Neuerscheinungen. Von winzigen Mini-PCs bis hin zu massiven Industrietürmen reicht das Spektrum. Im Zentrum steht die wachsende Nachfrage nach Hochleistungsrechnern für KI-Anwendungen. Gleichzeitig hält mit UFS-Speicher aus dem Smartphone-Bereich eine neue Technologie Einzug in Desktop-Systeme.

Beelink bringt ersten Wildcat-Lake-Mini-PC

Der chinesische Hersteller Beelink hat mit dem EQi 304 den weltweit ersten Mini-PC auf Basis der Intel-Wildcat-Lake-Architektur vorgestellt. Das Herzstück bildet der Intel Core 3 304, ein Fünf-Kern-Prozessor, der auf dem modernen Intel-18A-Fertigungsprozess basiert. Er kombiniert einen leistungsstarken Kern mit vier stromsparenden Effizienzkernen.

Eine echte Überraschung bietet die Speicherlösung: Statt herkömmlicher Desktop-SSDs verbaut Beelink 512 Gigabyte UFS 3.1 – ein Flash-Speicher, der sonst in Smartphones zum Einsatz kommt. Die Lesegeschwindigkeit liegt bei beeindruckenden 2,1 Gigabyte pro Sekunde. Für Erweiterungen stehen zwei M.2-2280-Steckplätze bereit, die jeweils bis zu vier Terabyte fassen.

Die Anschlussvielfalt überzeugt: Zwei Thunderbolt-4-Ports sowie je ein 10GbE- und ein 2,5GbE-LAN-Anschluss sind an Bord. Der EQi 304 ist ab sofort vorbestellbar. Die Basisversion mit 16 Gigabyte fest verlötetem LPDDR5-RAM kostet rund 475 Euro. Modelle mit 24 oder 32 Gigabyte aufrüstbarem DDR5-Speicher schlagen mit etwa 615 beziehungsweise 690 Euro zu Buche.

Super-Tower und Rechenzentrums-SSDs für KI-Workloads

Während Beelink auf Miniaturisierung setzt, geht SilverStone den entgegengesetzten Weg. Der ALTA T1 ist ein Super-Tower, der speziell für KI-Arbeitslasten und High-Performance-Computing konzipiert wurde. Das Gehäuse besteht aus einem Aluminium-Unibody mit Wandstärken zwischen 4,3 und 8 Millimetern. Es bietet Platz für bis zu vier Dual-Slot-Grafikkarten und zwei Netzteile. Drei 420-Millimeter-Radiatoren sollen die enorme Abwärme zuverlässig abführen.

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Im Unternehmensbereich hat Micron die Massenproduktion seiner 9650 Data-Center-SSD gestartet. Das Laufwerk nutzt die neue PCIe-Gen6-Schnittstelle und reaches sequenzielle Lesegeschwindigkeiten von bis zu 28 Gigabyte pro Sekunde. Bei zufälligen Lesezugriffen sind 5,5 Millionen IOPS möglich. Die SSD basiert auf G9-TLC-NAND und ist mit Kapazitäten bis zu 30,72 Terabyte erhältlich.

Neue Mainboards und mobile Workstations

Der taiwanesische Hersteller COMMELL hat das LV-6718 Mini-ITX-Mainboard vorgestellt. Es ist mit Intels Panther-Lake-Prozessor Core Ultra 7 366H bestückt, einem 16-Kern-Chip. Das Board unterstützt DDR5-7200-Speicher mit bis zu 128 Gigabyte und bietet sowohl PCIe-5.0- als auch M.2-Gen5-Steckplätze.

Für mobile Profis hat System76 das Adder Pro angekündigt. Das 1,53 Kilogramm leichte Linux-Notebook kommt mit einer NVIDIA RTX 5070 GPU und einem Intel Core Ultra 7 356H Prozessor. Das 165-Hertz-OLED-Display verspricht gestochen scharfe Bilder. Das System nutzt die quelloffene coreboot-Firmware und läuft mit Pop!_OS 24.04 LTS. Die Auslieferung soll Mitte Juli beginnen.

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Rabattschlacht im Einzelhandel

Der Einzelhandel zeigt sich derzeit mit aggressiven Preisen für High-End-Komponenten. Bei Walmart etwa wurde der CyberPowerPC Gamer Xtreme mit RTX 5070 und Core Ultra 5 250KF Plus um umgerechnet rund 485 Euro reduziert. Der Preis fiel damit auf etwa 1.260 Euro.

Experten räumen mit PC-Mythen auf

Aktuelle Technik-Guides räumen mit weit verbreiteten Missverständnissen rund um PC-Wartung und -Aufrüstung auf. Mehr Arbeitsspeicher nachzurüsten bringe oft keine Geschwindigkeitssteigerung, wenn das System die vorhandene Kapazität gar nicht ausreizt. Wichtiger als die reine Wattzahl sei die Stabilität des Netzteils. Auch könnten selbst High-End-Grafikkarten durch einen veralteten Prozessor massiv ausgebremst werden. Als kosteneffektivste Maßnahme zur Leistungssteigerung empfehlen Experten weiterhin Treiber- und BIOS-Updates.