Mini-PC-Boom: Intel N100 schlägt Raspberry Pi im Preis-Leistungs-Vergleich

Intel-N100-Geräte bieten mehr Leistung als der Raspberry Pi 5. Neue Mini-PCs von GMKtec und Beelink zielen auf KI-Workloads und Netzwerkspeicher.

Besonders für rechenintensive Aufgaben wie Künstliche Intelligenz bieten die neuen Geräte überraschende Möglichkeiten.

Intel N100 schlägt Raspberry Pi 5 im Preis-Leistungs-Vergleich

Aktuelle Benchmarks vom 17. Juli zeigen: Mini-PCs mit dem Intel N100 Prozessor liefern für rund 150 bis 180 Euro deutlich mehr Rechenleistung als der Raspberry Pi 5, der bei etwa 60 Euro startet. Geräte wie der Trigkey Speed S5 oder der BMAX B1 Pro eignen sich besser für alltägliche Computeraufgaben und Serverdienste.

Der Raspberry Pi behält jedoch seine Stärken: Für Hardware-Bastler mit GPIO-Anschlüssen bleibt er die erste Wahl. Wer dagegen einen vollwertigen Desktop-Ersatz sucht, fährt mit den Intel-N100-Systemen besser.

Orange Pi 6: Der direkte Herausforderer

Am 19. Juli rückte der Orange Pi 6 in den Fokus. Dieses Einplatinen-System kombiniert die kompakte Bauweise und die GPIO-Pins des Raspberry Pi mit der Leistung eines Einsteiger-Mini-PCs. Ein spannender Kompromiss für alle, die beides wollen: Hardware-Zugriff und ausreichende Rechenpower.

Für die nächste Leistungsklasse empfiehlt sich der Beelink SER5 mit Ryzen 5 5560U. Für rund 230 Euro bietet er eine deutliche Leistungssteigerung – ideal für anspruchsvollere Homelab-Projekte.

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High-End-Modelle für Künstliche Intelligenz

Am 18. Juli präsentierte GMKtec den EVO-X2 – einen Mini-PC, der speziell für lokale KI-Workloads entwickelt wurde. Mit dem AMD Ryzen AI Max+ 395 (16 Zen-5-Kerne) und bis zu 128 GB LPDDR5X-8000 RAM stemmt das Gerät selbst große Sprachmodelle. Bis zu 96 GB VRAM lassen sich der integrierten Radeon 8060S-Grafikeinheit zuweisen.

Die Leistung ist beeindruckend: Ein KI-Modell mit 235 Milliarden Parametern läuft mit 11 Tokens pro Sekunde. Die Top-Konfiguration mit 128 GB RAM und 1 TB SSD kostet 3.499 Euro, die Einstiegsversion mit 64 GB liegt bei rund 1.499 Euro.

Auch in Japan gibt es Neues: Der MINIX ER939-AI Pro nutzt denselben Ryzen-Prozessor, bietet aber zusätzlich zwei 10G-LAN-Anschlüsse und unterstützt vier 8K-Displays. Der Preis liegt bei umgerechnet etwa 4.356 Euro.

Spezialisten für Speicher und Netzwerk

Beelink bringt mit dem ME Pro 370 ein Hybridgerät auf den Markt, das Mini-PC und Netzwerkspeicher (NAS) vereint. Angetrieben vom Ryzen AI 9 HX 370, bietet es 10-Gigabit-Ethernet und Platz für bis zu 132 TB Speicher. Die Barebone-Version mit zwei Einschüben startet bei etwa 560 Euro.

Für Netzwerk-Enthusiasten gibt es den Flipper One. Das Open-Source-Gerät auf Arm-Basis mit Rockchip RK3576-Prozessor befindet sich derzeit in der Testphase. Mit zwei Gigabit-Ethernet-Anschlüssen und einem Debian-basierten Betriebssystem mit KDE Plasma ist es speziell für Netzwerk- und KI-Aufgaben ausgelegt.

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Der Klassiker bleibt: Intel NUC 13 Pro

Wer bei anspruchsvollen Homelab-Projekten auf höchste Verarbeitungsqualität setzt, greift weiterhin zum Intel NUC 13 Pro. Ab etwa 400 Euro mit i5-1340P Prozessor ist er die Referenz für Zuverlässigkeit – auch wenn die Konkurrenz inzwischen bei der reinen Leistung aufgeholt hat.