Mini-PC-Offensive: GPD, ASUS und AMD starten KI-Workload-Systeme

GPD, ASUS, Lenovo und AMD präsentieren leistungsstarke Mini-Computer mit modernen Schnittstellen für KI-Workloads und Spiele.

Mehrere Hersteller bringen diese Woche Hochleistungs-Mini-PCs auf den Markt, die speziell für KI-Workloads und Gaming ausgelegt sind.

GPD, ASUS, Lenovo und AMD haben am 7. und 8. Juli neue Systeme vorgestellt, die mit modernsten NPU-Fähigkeiten und schnellen externen Schnittstellen punkten. Der Trend zeigt deutlich: Mini-PCs werden zu ernstzunehmenden Konkurrenten für klassische Desktop-Arbeitsstationen.

GPD BOX: Erster Mini-PC mit MCIO-8i-Schnittstelle

Am 8. Juli startete GPD seine GPD BOX-Kampagne auf Indiegogo. Das kompakte System richtet sich an Entwickler und Enthusiasten. Besonderes Merkmal: die MCIO-8i-PCIe-5.0-x8-Schnittstelle – eine Premiere in der Mini-PC-Kategorie. Sie ermöglicht Hochgeschwindigkeitsverbindungen zu externen GPUs wie der GPD G2 eGPU-Box.

Zwei Konfigurationen mit Panther-Lake-Prozessoren stehen zur Wahl:
Core Ultra X7 356H: rund 1.330 Euro
Core Ultra X7 358H: rund 1.405 Euro

Beide Varianten bieten 32 GB LPDDR5x-8533 RAM und eine 1 TB NVMe SSD. Die KI-Leistung liegt bei beeindruckenden 180 TOPS. In Japan soll das Gerät ab 22. August im Handel sein, der Preis startet dort umgerechnet bei etwa 1.790 Euro.

ASUS und AMD: Zwei Strategien für den europäischen Markt

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ASUS ROG brachte am 7. Juli den GR70 Mini-Gaming-PC nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Das System kommt mit Top-Mobilprozessoren wie dem Ryzen 9 9955HX3D und Grafikkarten bis zur RTX 5070 Laptop GPU. Die Spitzenkonfiguration kostet 3.478 Euro, eine Version mit Ryzen 9 8940HX und RTX 5060 liegt bei 2.888 Euro. Das Gehäuse wiegt 2,73 kg und nutzt ein ROG-QuietFlow-Kühlsystem für das 330-Watt-Netzteil.

AMD selbst legte zeitgleich mit dem Ryzen AI Halo Mini-PC nach – ein System speziell für KI-Entwickler. Preis: rund 3.570 Euro. Herzstück ist der Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Kernen und integrierter Radeon 8060S GPU. Das Besondere: 128 GB LPDDR5X-8000 Unified Memory mit 256 GB/s Bandbreite für große KI-Modelle. Vorinstalliert sind ROCm und diverse KI-Entwicklungstools.

Chinesische Hersteller drängen ins Segment

Auch auf dem chinesischen Markt tut sich einiges. Lenovo brachte am 7. Juli den Yoga AI Mini PC über JD.com auf den Markt. Für umgerechnet rund 2.370 Euro bietet das System den Intel Core Ultra X7 358H und unterstützt KI-Modelle mit bis zu 80 Milliarden Parametern.

Zwei weitere Hersteller zogen am 8. Juli nach:
GMKtec EVO-X1 Pro: Mit AMD Ryzen AI 9 HX 470 (Zen-5-Architektur), Radeon 890M Grafik und OCuLink-Schnittstelle für externe GPUs. Preis: umgerechnet rund 1.310 Euro.
MACHENIKE Creator MINI II: Die günstigere Alternative mit Intel Core Ultra 7 256V für umgerechnet etwa 655 Euro. Verfügbar ab 14. Juli.

Die neue Gerätegeneration zeigt: Mini-PCs emanzipieren sich zunehmend von ihrer Rolle als reine Bürorechner. Mit Schnittstellen wie MCIO und OCuLink schließen sie die Lücke zu klassischen Workstations – und das bei einem Bruchteil des Platzbedarfs.