Gleich mehrere Hersteller präsentierten Mitte Juni 2026 Mini-PCs, die mit modernster KI-Technik und Grafikleistung aufwarten, die es mit großen Desktop-Türmen aufnehmen kann.
ASUS und GMKtec: Kompakt, aber extrem leistungsstark
ASUS feiert sein 20-jähriges ROG-Jubiläum mit einer besonderen Neuheit: Der ROG NUC 16 Edition 20 passt in ein nur drei Liter großes Gehäuse. Im Inneren werkelt ein Intel Core Ultra 9 290HX Plus Prozessor, kombiniert mit einer NVIDIA RTX 5090 Laptop-GPU, die stolze 24 Gigabyte GDDR7-Speicher mitbringt. Bis zu 128 Gigabyte DDR5-6400 Arbeitsspeicher sind möglich – und ein Dreifach-Lüfter-System sorgt dafür, dass die 175 Watt starke Grafikeinheit nicht überhitzt.
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Parallel dazu bringt GMKtec den EVO-X3 an den Start. Dieses Modell setzt auf den AMD Ryzen AI Max+ 395 APU, der auf der „Strix Halo“-Architektur basiert. Der Verkaufsstart in China ist für den 22. Juni 2026 geplant. Noch ambitionierter ist die angekündigte „King Edition“: Sie soll den AI Max+ 495 und bis zu 192 Gigabyte Unified Memory bieten – und kommt später im Jahr 2026. Neu beim EVO-X3: ein OCuLink-Anschluss für externe Erweiterungen und Platz für bis zu 16 Terabyte Speicher über zwei M.2-Slots.
Schnelle Verbindungen für externe Grafikkarten
Ein klares Thema der aktuellen Hardware-Welle ist die Beseitigung von Engpässen bei externen Grafikkarten (eGPUs). GPD startete am 17. Juni eine Indiegogo-Kampagne für den GPD Box Mini PC – ab 1.452 Euro. Das Besondere: ein MCIO-8i-Anschluss mit 512 Gigabit pro Sekunde in beide Richtungen. Zum Vergleich: Der bisherige Standard OCuLink 4.0 schafft nur 64 Gbit/s. Angetrieben wird der GPD Box von Intel Panther Lake Core Ultra 7 Prozessoren, dazu gibt es zwei 2,5-Gigabit-LAN-Ports.
Auch Ninkear zeigte am 16. Juni einen Engineering-Prototypen des M8_226V. Das Lunar-Lake-System mit Intel Core Ultra 5 226V setzt auf On-Package-Speicher und bietet sowohl OCuLink als auch USB4 auf der Frontseite – ideal für den schnellen Anschluss externer Grafiklösungen.
Intel Panther Lake und Wildcat Lake erobern die Kompaktrechner
Die großen Hersteller rüsten ihre Mini-PC-Serien mit Intels neuesten Architekturen auf. Gigabyte präsentierte am 17. Juni mehrere BRIX-Modelle mit Intel Core Ultra Series 3 Panther Lake Prozessoren. Das Flaggschiff GB-BRU9-386H kommt auf 16 Kerne, unterstützt 128 Gigabyte DDR5-RAM sowie WiFi 7 und PCIe 5.0.
HP erweitert ebenfalls sein Portfolio: Der OmniDesk Mini Desktop soll ab August 2026 erhältlich sein. Er läuft auf Intel Core Ultra Series 3 und kann bis zu vier 4K-Monitore gleichzeitig ansteuern. Für industrielle Anwendungen und Embedded-Systeme bringt AAEON den UP WCL – einen Einplatinencomputer in der Größe eines Raspberry Pi. Er nutzt Intel Wildcat Lake Prozessoren und soll im dritten Quartal 2026 in Serie gehen.
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Preisanpassungen und günstige Einstiegsmodelle
Nicht alle Neuheiten zielen auf das absolute High-End. OneXPlayer startete den X2 Mini Pro auf Indiegogo – ab 2.399 Euro. Ursprünglich war der 16-Kern-Ryzen AI Max+ 395 geplant, ausgeliefert wird nun aber die 8-Kern-Version AI Max+ 388 mit Radeon 8060S iGPU und einem 8,8-Zoll-OLED-Display.
Im günstigeren Segment gibt es den Kron Mini K5 von ACEMAGIC (ab 17. Juni). Er setzt auf einen Intel Core 5 320 Wildcat Lake CPU mit nur 15 Watt Grundverbrauch – ein echter Energiesparer. Und GMKtec lockt mit Rabatten: Das Ryzen-7-Modell K12 als Barebone gibt es für rund 255 Euro, das K16 mit 32 Gigabyte RAM für unter 640 Euro – passend zu saisonalen Aktionen.

