Minisforum MS-S1 MAX-P495: Kompakte KI-Workstation mit 192 Gigabyte Speicher

Kompakte Systeme von Minisforum, AMD und weiteren Herstellern sollen große KI-Modelle lokal statt über Cloud-Dienste verarbeiten.

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Hersteller von Hochleistungs-Hardware wie Minisforum und Asus statten neue Workstations für künstliche Intelligenz zunehmend mit großen Speicherkonfigurationen von bis zu 192 Gigabyte aus.

Wie aus Berichten von Branchenmedien hervorgeht, zielt dieser Ausbau des gemeinsamen Arbeitsspeichers darauf ab, rechenintensive Sprachmodelle und komplexe Workflows direkt lokal auf kompakten Systemen auszuführen, statt auf externe Cloud-Infrastrukturen zurückzugreifen.

Minisforum stellt kompakte Workstation mit AMD-Prozessor vor

Minisforum bringt mit der MS-S1 MAX-P495 eine 3,5-Liter-Workstation auf den Markt, die mit dem AMD Ryzen AI Max+ PRO 495 arbeitet. Der Chip bietet 16 Zen-5-Kerne, 32 Threads und erreicht Taktraten von bis zu 5,2 GHz.

Neben einer NPU-Leistung von 55 TOPS beziffert der Hersteller die Gesamtplattform auf 131 TOPS. Das System verfügt über 192 Gigabyte einheitlichen LPDDR5X-Speicher mit 8.533 MT/s über ein 256-Bit-Interface, wovon sich bis zu 160 Gigabyte direkt der Grafikeinheit zuweisen lassen.

Nach Angaben von Minisforum erzielt das System bei Benchmark-Tests mit dem Modell DeepSeek V4 Flash (284B MoE) eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von rund 12 Tokens pro Sekunde auf einem einzelnen Gerät.

Im Verbund von zwei Einheiten erreiche das Modell Qwen3.5-397B etwa 16 Tokens pro Sekunde, während vier zusammengeschaltete Systeme das Modell DeepSeek-R1 671B mit einer 4-Bit-Quantisierung von 380 Gigabyte bewältigen können.

Das Gerät mit 2 Terabyte SSD wird zur Vorbestellung für 7.399 US-Dollar angeboten, bei einem regulären Listenpreis von 9.249 US-Dollar, und soll ab Mitte Oktober 2026 ausgeliefert werden.

AMD adressiert Entwickler und Unternehmen mit Halo-Plattform

AMD hatte am 12. Oktober 2026 die Ryzen AI Halo Developer Platform präsentiert, die ebenfalls auf dem Ryzen AI Max+ PRO 495 basiert. Diese Plattform richtet sich an KI-Forscher, Entwickler sowie Unternehmen aus regulierten Branchen wie dem Gesundheitswesen, Finanzsektor oder Behörden, die On-Premises-Anforderungen erfüllen müssen.

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Laut AMD ermöglicht die Architektur mit bis zu 192 Gigabyte Unified Memory und einer Radeon 8065S mit 40 Compute Units die lokale Ausführung von Modellen mit 300 Milliarden Parametern und mehr bei 4-Bit-Quantisierung.

Mike Nordquist, CVP Client Product Marketing bei AMD, hob hervor, dass der Ryzen AI Max 400 mit 192 Gigabyte 50 Prozent mehr Speicher biete als Konkurrenzlösungen wie Nvidia RTX Spark. Zudem verwies Nordquist darauf, dass Systeme auf Basis von RTX Spark oder Snapdragon X Elite auf Arm-Architekturen setzen und für x86-Windows-Anwendungen eine Code-Übersetzung benötigen.

Ein entsprechender Mini-PC der zweiten Generation wird über Micro Center in einer Linux-Konfiguration für 7.299,99 US-Dollar gelistet. Beim Vorgängermodell Ryzen AI Max+ 395 mit 128 Gigabyte Speicher lag der Preis noch bei rund 4.000 US-Dollar.

Breiter Trend zu lokalen Großspeicher-Systemen

Neben Minisforum bereiten weitere Hersteller ähnliche Systeme vor. OneXPlayer stellte mit dem Super X Pro eine Vorschau auf ein Gerät mit dem Ryzen AI Max+ PRO 495, 192 Gigabyte LPDDR5X-Speicher und optionaler externer Flüssigkeitskühlung vor.

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Gleichzeitig setzt Asus auf alternative Architekturen: Das Unternehmen öffnete Vorbestellungen für Geräte der Reihe ProArt, darunter das Notebook P16 und den 1,1-Liter-Mini-PC GR1X, die mit Nvidias RTX Spark N1X und bis zu 128 Gigabyte Shared Memory arbeiten.

Diese Asus-Systeme sollen ab Mitte Oktober 2026 ausgeliefert werden. Das Marktumfeld für kompakte KI-Entwicklungssysteme erweitert sich damit über mehrere chiparchitekturen hinweg.