MLB-Baseball auf Vision Pro: Apple startet 3D-8K-Übertragungen ab September

Apple treibt die visionOS-27-Entwicklung mit KI-Siri, neuen Umgebungen und Drittanbieter-Support voran, trotz interner Umstrukturierungen und Stellenabbau.

Apple hat am 24. August 2026 die siebte Beta-Version von visionOS 27 (Build 24M5359a) an Entwickler ausgegeben. Der wöchentliche Testlauf konzentriert sich laut den Angaben auf Stabilität und Fehlerbehebungen, bringt aber weiterhin neue Funktionen für die Vision-Pro-Plattform mit sich – ein Zeichen dafür, dass Apple die Softwareentwicklung für das Headset trotz interner Umstrukturierungen fortsetzt.

Neue Funktionen in der Beta

Zu den Bestandteilen der aktuellen Beta zählen die KI-gestützte Siri-Integration, gekrümmte App-Fenster sowie eine neue Umgebung namens Thórsmörk. Hinzu kommen Web-Environments, kleinere Widgets und automatisch erweiterte Benachrichtigungen. Auch das Kontrollzentrum wurde überarbeitet.

Nutzer erhalten zudem Zugriff auf räumliche Panorama-Szenen und eine Spatial-Preview-Funktion, mit der sich Inhalte vom Mac aus vorschauen lassen. Für Entwickler wurden die RealityKit-Werkzeuge sowie das Objekt-Tracking verbessert. Neu ist außerdem die Unterstützung für die Sense-Controller von PS VR2.

Die Siri-KI-Funktion soll zunächst als englischsprachige Beta starten, ein Zugang für die EU ist perspektivisch geplant. Als weitere Verbesserung nennt Apple ein High-Quality-Recording, das bis zu drei Minuten 4K-Video direkt auf dem Headset ermöglicht. Beim WLAN verspricht das Unternehmen laut eigenen Angaben eine bis zu dreifach höhere Geschwindigkeit.

Öffnung für Drittanbieter-Hardware

Parallel zur Beta-Entwicklung hat Apple visionOS 27 für Drittanbieter-Bewegungscontroller und getrackte Zubehörteile geöffnet. Die Technik basiert auf Infrarot-LEDs und Trägheitssensoren (IMUs).

Für die Entwicklung entsprechender Hardware kooperiert Apple mit den Unternehmen DFRobot und MIKROE, die Entwicklungskits für Off-the-Shelf-Tracker bereitstellen. Priorität hat dabei aktives Tracking, Zielgruppen sind sowohl Gaming- als auch Enterprise-Anwendungen. Das Vision-Pro-Headset selbst kostet weiterhin 3.500 US-Dollar.

Stellenabbau bei Vision Pro und Siri

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Die Software-Erweiterung fällt in eine Phase interner Einschnitte: Apple hat nach Berichten mehrerer Quellen über 200 Stellen in den Bereichen Vision Pro, Siri und Software gestrichen, davon rund 100 im Vision-Pro-Bereich und etwa 100 bei Siri und der Software-Entwicklung. Das Gaming-Team von Vision Pro wird weitgehend aufgelöst, das Immersive-Video-Team verkleinert.

Als Gründe werden hohe Produktionskosten – einzelne Immersive-Video-Episoden sollen mehrere Millionen Dollar kosten – bei gleichzeitig geringer Nutzerzahl genannt. Berichten zufolge sanken die Vision-Pro-Verkäufe von 390.000 Einheiten im Jahr 2024 auf nur noch 45.000 Einheiten im Weihnachtsquartal 2025.

Trotz der Einschnitte sollen Vision Pro und visionOS als Plattform bestehen bleiben, allerdings mit weniger eigens produzierten Inhalten und stärkerem Rückgriff auf Drittanbieter. Apples strategischer Fokus verschiebt sich stärker in Richtung Künstlicher Intelligenz und Smart Glasses, die möglicherweise 2027 erscheinen könnten.

Eine budgetfreundlichere Vision-Pro-Variante wurde Berichten zufolge verschoben, ein weiteres Vision-Pro-Modell wird frühestens für 2028 diskutiert. Der Umbau von Siri auf eine neue KI-Architektur läuft parallel zu diesen personellen Veränderungen.

Content-Partnerschaften laufen weiter

Ungeachtet der Kürzungen im eigenen Content-Team baut Apple die Inhalte für Vision Pro über Partnerschaften aus. Ab September 2026 startet gemeinsam mit der MLB eine wöchentliche Übertragung von Freitagabend-Baseballspielen für Apple-TV-Abonnenten in 60 Ländern, erstmals live in Apple Immersive mit 3D-8K-Video und 180-Grad-Sichtfeld.

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Zum Kommentatoren-Team gehören Paul Severino, Xavier Scruggs und Michelle Margaux. Zu den angekündigten September-Partien zählen unter anderem Guardians gegen Tigers, Brewers gegen Reds sowie Dodgers gegen Giants.

Zudem unterstützt Vision Pro nun VR-Streaming der Simulationen X-Plane 12 und iRacing über spezielle Clients, die foveated Streaming und eine automatische Lenkrad-Verfolgung via ARKit nutzen – vorausgesetzt, Nutzer verfügen über eine Nvidia-RTX-40- oder -50-Grafikkarte. Die iRacing-Connect-App ist bereits im visionOS App Store verfügbar und bindet unter anderem Partnerschaften mit FIA, NASCAR und INDYCAR ein.