Das Cybersicherheitsunternehmen Kaspersky hat im ersten Quartal 2026 die Erkennung von 162.275 neuen Installationspaketen mobiler Banking-Trojaner gemeldet. Diese Zahl übertrifft das gesamte Jahresvolumen von 2024 um mehr als das Doppelte und entspricht bereits zwei Dritteln der für das gesamte Jahr 2025 registrierten Menge, wie ein Bericht vom 09.09.2026 zeigte.
Banking-Trojaner dominieren mobile Bedrohungslandschaft
Nach Angaben von Kaspersky machten Banking-Trojaner im ersten Quartal 2026 einen Anteil von 52,96 Prozent aller erkannten bösartigen mobilen Apps aus. Im Jahr 2025 hatte dieser Anteil laut einem Bericht vom 09.09.2026 noch bei rund 31 Prozent gelegen. Damit hat sich die Kategorie binnen kurzer Zeit zur mit Abstand dominierenden Bedrohungsform im mobilen Sicherheitsumfeld entwickelt.
Insgesamt blockierte das Unternehmen im ersten Quartal 2,67 Millionen mobile Angriffe und identifizierte 306.070 bösartige Installationspakete, darunter 439 Ransomware-Trojaner, wie aus einem Bericht vom 08.09.2026 hervorging.
Im Vergleich zum vierten Quartal 2025 stieg die Zahl der neu entdeckten mobilen Banking-Trojaner-Pakete laut einem weiteren Bericht vom 08.09.2026 um 50 Prozent.
Vorinstallierte Backdoors weit verbreitet
Neben klassischen Banking-Trojanern registrierte Kaspersky im ersten Quartal 2026 eine breite Verbreitung vorinstallierter Backdoors, insbesondere der als Triada und Keenadu bekannten Schadprogramme. Solche Backdoors sind bereits vor dem Kauf auf Geräten vorhanden und ermöglichen Angreifern potenziell weitreichenden Zugriff, noch bevor Nutzer eigene Sicherheitsmaßnahmen ergreifen können.
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Schäden pro Betrugsfall und Rolle von KI
Über die reinen Erkennungszahlen hinaus bezifferte Kaspersky den durchschnittlichen Schaden pro Betrugsfall auf 733 US-Dollar. Bemerkenswert ist dabei die Geschwindigkeit, mit der derartige Betrügereien ablaufen: 52 Prozent der Fälle waren nach Angaben des Unternehmens innerhalb von weniger als 30 Minuten abgeschlossen.
Zudem gaben laut Kaspersky 66 Prozent der Betroffenen an, dass beim jeweiligen Angriff aus ihrer Sicht Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen sei. Diese Einschätzung stammt von den Opfern selbst und spiegelt damit eine subjektive Wahrnehmung wider, verweist aber auf eine wachsende Sorge, dass Angreifer zunehmend KI-gestützte Methoden nutzen, um ihre Betrugsmaschen glaubwürdiger und schneller umzusetzen.
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Einordnung der Entwicklung
Die von Kaspersky vorgelegten Zahlen zeichnen das Bild einer sich rasch verschärfenden Bedrohungslage im mobilen Bereich. Der Sprung von rund 31 Prozent Anteil an Banking-Trojanern im Jahr 2025 auf knapp 53 Prozent im ersten Quartal 2026 deutet darauf hin, dass sich Angreifer verstärkt auf Finanzanwendungen und mobile Zahlungsprozesse konzentrieren.
Die kurze Dauer vieler Betrugsfälle von unter 30 Minuten sowie die hohe Zahl blockierter Angriffe legen nahe, dass Nutzer kaum Zeit haben, verdächtige Aktivitäten zu erkennen, bevor finanzieller Schaden entsteht. Für Verbraucher und Unternehmen dürfte dies die Bedeutung aktueller mobiler Sicherheitslösungen und eines kritischen Umgangs mit App-Installationen weiter erhöhen.

