Haupttreiber ist der massive Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Apple und Google reagieren mit tiefgreifenden Sicherheitsupdates.
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KI-gesteuerter Betrug explodiert
Die Zahl der Banking-Trojaner-Angriffe stieg im ersten Quartal um 196 Prozent auf 1,24 Millionen Fälle. Die Schadsoftware „Mamont“ ist für über 70 Prozent aller Android-Angriffe verantwortlich. Rund 86 Prozent aller Phishing-Kampagnen laufen mittlerweile KI-gestützt – täglich verschicken Kriminelle etwa 3,4 Milliarden betrügerische Nachrichten.
Besonders „Quishing“ – Phishing über manipulierte QR-Codes – gewinnt an Bedeutung. Die Fallzahlen stiegen um 150 Prozent auf weltweit 18 Millionen Fälle. Microsoft warnte kürzlich vor Kampagnen, bei denen QR-Codes in PDFs versteckt werden. Bereits zehntausende Anwender in über 13.000 Organisationen waren betroffen.
Interessant ist die Verschiebung der Angriffstaktiken: Der Diebstahl von Passwörtern verliert an Bedeutung. Technische Exploits sind mit 31 Prozent mittlerweile die Hauptursache für erfolgreiche Kompromittierungen.
Apple und Google rüsten auf
Apple veröffentlichte im Mai iOS 26.5 und schließt damit 52 Sicherheitslücken. Ein Schwerpunkt liegt auf Post-Quanten-Kryptographie. Das PQ3-Protokoll soll Kommunikationsdienste gegen zukünftige Quantencomputer-Angriffe absichern.
Google setzt bei Android 17 auf Schutz vor physischem Diebstahl. Eine biometrische Zusatzsperre verhindert, dass Diebe die Kontrolle über entwendete Geräte übernehmen. Zudem führt Google eine verifizierte Erkennung für Bankanrufe ein – gefälschte Anrufe werden automatisch beendet.
Die neuen Sicherheitsfeatures werden teilweise auch für ältere Android-Versionen bereitgestellt, etwa in Lateinamerika und Großbritannien.
Datenklau bei Dienstleistern
Ein schwerwiegender Cyberangriff auf den Abrechnungsdienstleister Unimed betraf über 72.000 Privatpatienten in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Gestohlen wurden sensible Daten wie Namen, Adressen und behandelnde Ärzte. Das BSI informierte über den Vorfall. Kliniksysteme blieben nach aktuellem Stand unberührt.
Der rechtliche Druck auf Plattformbetreiber wächst. Texas reichte im Mai 2026 eine Klage gegen Meta ein. Vorwurf: Das Unternehmen habe Nutzer über die Reichweite der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei WhatsApp getäuscht.
Auch Hardware-Sicherheit bleibt ein Problem. Forscher entdeckten in Qualcomm-Chipsätzen die BootROM-Schwachstelle CVE-2026-25262. Angreifer mit physischem Zugriff können beliebige Daten schreiben. Die Lücke lässt sich nicht per Software-Update schließen – ein Dauerrisiko für IoT-Geräte und Budget-Smartphones.
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Politische Weichenstellungen
Das Bundeskabinett beschloss im Mai den „Digital Identity Act“. Das Gesetz bereitet die EUDI-Wallet vor, die am 2. Januar 2027 starten soll. Bürger erhalten damit eine sichere, staatlich anerkannte digitale Identifikation.
Microsoft stellt parallel die SMS-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierung ein und setzt vollständig auf Passkeys. Bereits über 5 Milliarden Passkeys sind aktiv im Einsatz.
Ausblick auf die nächsten Monate
Apple bereitet iOS 27 für die WWDC Anfang Juni vor. Erweiterte KI-Funktionen unter dem Schlagwort „Apple Intelligence“ werden erwartet. Zudem verdichten sich Hinweise auf ein Wartungsupdate iOS 26.5.1, das Netzwerkprobleme beim iPhone 17 Air beheben soll.
In der Beta von iOS 26.5 wurde erstmals eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten entdeckt. Das könnte die Sicherheitslücke in der Kommunikation zwischen Android- und iOS-Nutzern schließen – ein lang erwarteter Schritt.

