Rund um die laufende Beta von Call of Duty: Modern Warfare 4 häufen sich Anleitungen und Hilfegesuche zur Aktivierung von TPM 2.0 und Secure Boot im BIOS. Entwickler Infinity Ward verlangt die beiden Sicherheitsfunktionen sowohl für die PC-Beta als auch für den Launch des Spiels am 23. Oktober 2026 – und viele Nutzer wissen offenbar nicht, wie sie die Voraussetzungen auf ihren Rechnern erfüllen sollen.
Was Spieler jetzt einstellen müssen
Um TPM 2.0 und Secure Boot zu aktivieren, müssen Nutzer zunächst über Tasten wie Delete, F2 oder Esc ins BIOS gelangen. Dort lässt sich das Trusted Platform Module – bei Intel-Systemen als PTT, bei AMD-Systemen als fTPM bezeichnet – einschalten.
Zusätzlich muss der UEFI-Modus aktiv sein, was bei älteren Installationen mitunter eine Konvertierung der Festplatte auf GPT erfordert. Ob die Einstellungen korrekt greifen, lässt sich anschließend über die Windows-Bordmittel tpm.msc und msinfo32 überprüfen.
Für zusätzlichen Unmut sorgt laut einem Bericht von destructoid.com, dass Activision für Modern Warfare 4 teils ein BIOS-Update auf eine 2025er-Version verlangt, weil bestimmte AMD-TPM-Versionen vom System nicht akzeptiert werden.
Der Autor des Berichts kritisierte die aus seiner Sicht invasiven Anti-Cheat-Maßnahmen, zu denen neben TPM und Secure Boot auch ein Kernel-Level-Zugriff zählt, und verwies auf das Risiko, dass fehlerhafte BIOS-Eingriffe Systeme unbrauchbar machen könnten. Das Spiel selbst kostet 80 US-Dollar.
Wer sich mit den komplexen Systemanforderungen moderner Software befasst, stößt oft auf Hürden bei der Hardware-Kompatibilität. Dieser kostenlose Guide zeigt Ihnen einen legalen Weg, wie Sie aktuelle System-Standards auch auf vermeintlich inkompatiblen Rechnern erfüllen. Upgrade-Anleitung trotz Kompatibilitätsprüfung jetzt gratis sichern
Beta läuft in zwei Phasen
Laut eurogamer.de sind TPM 2.0 und Secure Boot bereits für die aktuelle Beta von Modern Warfare 4 Pflicht. Der Early-Access-Zeitraum läuft noch bis zum 25. August, eine Open Beta soll vom 28. August bis zum 1. September folgen. Für Weekend Two ab dem 28. August wird die Beta laut ibtimes.sg für alle Spieler zugänglich, teils gemeinsam mit Warzone.
Parallel zu den Systemvoraussetzungen hat Infinity Ward die Beta inhaltlich weiterentwickelt. Mit einem Update am 22. August kamen die neue 6v6-Karte Cachette, angesiedelt in einem französischen Bahnhof, sowie der neue Cash-Grab-Modus Inflation mit High-Value-Targets hinzu. Zudem führte der Entwickler ein Map-Voting-System ein.
Die korrekte Konfiguration von Sicherheitsfeatures wie TPM und Secure Boot ist nicht nur für Spiele, sondern für die gesamte Systemstabilität entscheidend. In diesem Gratis-Report erfahren Sie, wie Sie typische Fehler bei der Systemeinrichtung vermeiden und Ihren PC ohne teure Fachhilfe optimieren. Kostenlosen Experten-Report zur Fehlerbehebung herunterladen
An der Spielbalance schraubte Infinity Ward ebenfalls: Die Lautstärke von Schrittgeräuschen wurde reduziert, die Time-to-Kill bei den Waffen ISO Nightshade und Oris 8.6 angepasst. Frangible Rounds wirken nun um 26,8 Prozent kürzer und um 21,4 Prozent schwächer. Ergänzt wurden die Änderungen durch diverse Bugfixes.
Berichten von ibtimes.sg zufolge kämpfte die Beta seit ihrem Start am 21. August zudem mit technischen Problemen, darunter der Login-Fehler HUENEME-NEGEV, Matchmaking-Störungen und Kritik am Schritt-Audio.
Auf Xbox Series X/S empfiehlt cpstesters.com bei Problemen unter anderem, die Installationsdateien zu überprüfen – die Basisdaten umfassen 3,6 GB, die Kampagne 8,1 GB, der Mehrspielermodus 23,0 GB und Warzone 10,6 GB – sowie Serverstatus und Updates zu kontrollieren, den MAC-Reset durchzuführen, den Cache zu leeren oder das Spiel neu zu installieren.
Die Kombination aus technischen Hürden und strengen Sicherheitsanforderungen sorgt damit rund drei Wochen nach Beta-Start dafür, dass sich viele PC-Spieler zunächst mit ihrem BIOS statt mit dem Spiel selbst beschäftigen müssen.

